Am vergangenen Samstag fand in Gießen der Gründungskongress der neuen AfD-Jugendorganisation statt. Diese trägt den Namen „Generation Deutschland“. Ihr Vorsitzender ist der brandenburgische Landtagsabgeordnete Jean-Pascal Hohm, der schon im Vorfeld als Konsenskandidat des AfD-Bundesvorstands galt. Neben einigen vorab bekannten und angekündigten Gesichtern im Vorstand wie Patrick Heinz (NRW), Jan Richard Behr (Rheinland-Pfalz) oder Lennard Scharpe (Sachsen) gab es auch ein paar Überraschungen, wie beispielsweise Julia Gehrckens (Niedersachsen), die mit ihrer emotionalen Kampfrede in der Wahl zum dritten Beisitzer das Rennen gegen Mio Trautner (Baden-Württemberg) für sich entschied.
Während in den Hessenhallen in Gießen ab Samstagmittag die AfD tagte, um ihre Veranstaltung durchzuführen, tobte draußen der linksextreme Mob. Wasserwerfer und Schlagstöcke kamen zum Einsatz, ein Pferd aus der Reiterstaffel stürzte in der Nähe des Gießener Bahnhofs einen Abhang hinunter, einem Parteimitglied wurde auf seiner Fahrt im Pkw zur Messehalle von Linksextremen die Heckscheibe „entglast“, der Bundestagsabgeordnete Julian Schmidt wurde bereits am Vortag angegriffen und verletzt, ein weiteres junges AfD-Mitglied verteidigte seine Schwester auf dem Weg durch die Demonstrationen der Antifa und wurde dabei zu Fall gebracht, verprügelt und verletzt.
Die Linksextremen blockierten diverse Straßen, Brücken und Zugangswege zum Veranstaltungsort. Die Rede ist von rund 30.000 Demonstranten auf linker Seite sowie etwa 1.000 Teilnehmern seitens der AfD. Rund 6.000 Polizisten waren den ganzen Tag über im Einsatz. Doch während die AfD ab mittags in der Halle tagte und die Polizei deren Mitgliedern zeitweise sogar das Verlassen der Halle untersagte, aufgrund von Linksextremen, die versuchten, den Veranstaltungsort zu stürmen, verbrachten wir von der KRAUTZONE den vergangenen Samstag größtenteils im Auto und durften von draußen einen genauen Blick auf die Kompetenz und Expertise hiesiger Behörden werfen.
Um sechs Uhr morgens startete am Samstag unsere Fahrt von Wetzlar (etwa 15 Minuten mit dem Auto von Gießen entfernt) zum Meetingpoint der Polizei. Wir waren zu dritt, als Pressemitglieder und Standaussteller akkreditiert und sogar mit dem Pkw bei der Polizei angemeldet. Schon der Weg war blockiert. An einer Ampel kurz vor dem besagten Parkplatz war die Polizei gerade damit beschäftigt, die Blockade auf der Fahrbahn zu räumen. Als wir schließlich gegen kurz vor sieben Uhr morgens am Treffpunkt erschienen, gab die dortige Polizei an, keine weiteren Eskorten mehr durchzuführen. Wir sollten es an anderer Stelle versuchen. Gesagt, getan.
Doch egal, wo wir hinkamen, überall gerieten wir in Straßenblockaden, wurden vertröstet und von Polizisten, die selbst wenige Informationen über die Lage hatten, zum nächsten Ort weitergeschickt. Drei Brücken führen in Gießen (Innenstadtseite) über die Lahn zur Hessenhalle, darunter eine Hauptverkehrsstraße, eine kleinere Straße direkt in der Innenstadt und eine Fußgängerbrücke in der Nähe eines Wohngebiets. Die Hauptstraße war von Anfang an komplett gesperrt für Fahrzeuge und Fußgänger. In der Innenstadt fand von morgens früh bis in den späten Nachmittag hinein eine Kundgebung/Demo mit Hauptbühne und musikalischer Begleitung statt. Auch die Fußgängerbrücke war beinahe durchgehend von Linksextremen besetzt worden.
Nachdem wir es erst mit dem Auto und dann am Morgen zu Fuß versucht hatten, wollten wir gegen zwölf Uhr nochmals mit dem Auto zur Halle fahren. Irgendwann landeten wir auf einer Landstraße circa drei Kilometer von der Halle entfernt inmitten einer Demonstration eines linken Bündnisses. Nirgends waren Polizisten, nirgends waren Absperrungen. Als wir drehen wollten, kamen uns auch von vorne tausend weitere Demonstranten entgegen. Mitten auf der Straße kamen wir und etliche weitere Autos zum Stehen. Von beiden Seiten eingeschlossen von Linksextremen, die am Auto vorbeirannten und zum Teil auch dagegenschlugen. Als wir uns wenig später daraus befreit hatten, trafen wir auf einen Polizisten, der uns mal wieder nicht weiterhelfen und uns nicht zur Halle führen konnte.
Stattdessen gab er uns eine Handynummer, bei der wir um Hilfe bitten sollten. Am anderen Ende meldete sich die Pressestelle der Polizei Frankfurt, die uns (inzwischen war es etwa 13 Uhr) mitteilte, dass alle Zufahrtswege zur Hessenhalle versperrt seien – ach was! Also versuchten wir es erneut auf der Fußgängerbrücke in der Innenstadt. Doch auch dort gab es kein Weiterkommen. Die Polizei wimmelte uns ab und war gerade wohl im Begriff, den Versammlungsteil, der sich zu weit auf der Brücke ausgebreitet hatte, aufzulösen.
Wir standen inmitten von Linksextremen, die mich bereits erkannt hatten, und kamen nirgends weiter. Also ging es zurück zum Auto und weiter um die Stadt herum, doch neben diversen Autobahnzufahrten und Landstraßen waren auch die kleinen Feldwege von Linksextremen blockiert und versperrt, oftmals ohne dass Einsatzkräfte in Sicht waren. Zwischenzeitlich hatten wir uns an eine Kolonne des Landes- oder Bundeskriminalamts gehängt. Doch als diese versuchte, über einen Schleichweg zur Halle zu gelangen, fuhr sich ein Fahrzeug nach dem anderen im Schlamm fest. Also drehten wir um und schafften es gegen 16 Uhr, als sich ein Teil der Demonstranten bereits auf dem Heimweg befand, über die Gießener Fußgängerbrücke durch die Blockade. Gegen 17 Uhr kamen wir schließlich heil am Veranstaltungsort an.


Danke für diesen Bericht!
Er bestätigt meine Vermutung, die Linksextremisten waren in Gießen besser koordiniert als der Staat.
Ob dies Absicht war? Ob dies eine Fehleinschätzung der Situation war? Wir werden es nie erfahren! Fakt ist, bei einer früheren Gelegenheit musste der BKA Personenschutz von Frau Dr. Weidel aus dem Fahrzeug steigen und den Einsatzkräften vor Ort eine klare Ansage machen, weil ihr Konvio blockiert wurde. Dies scheint in Gießen besser funktioniert zu haben.
Grundsätzlich musste ich schmunzeln…morgens um 6 Uhr…(wie die Friseure)! Eingesickert wird im Schutze der Nacht…war mal so ein Bundeswehr Ding. Oder anders gesagt, immer hübsch vor der Welle sein.
Der Beweis, dass es abwärts geht mit diesem Land. Wenn nicht mal die Polizei in der Lage ist, diese Situation in den Griff zu bekommen und rechte und linke voneinander zu trennen.
Das Mitleid für Frau Bossdorf hält sich allerdings in Grenzen 😉