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Renée Good und die ICE – Schüsse aus Notwehr

13. Januar 2026
in 3 min lesen

Dass Renée Good beim Versuch, durch die Gefährdung des Lebens von ICE-Agenten (und ihres eigenen) virale Anti-ICE-TikToks zu filmen, erschossen wurde, ist eigentlich das am wenigsten Interessante an der Geschichte in Minneapolis. Um das kurz abzuhaken: Der ICE-Beamte hatte reines Glück, dass die Reifen aufgrund des Glatteises auf der Straße keinen Grip bekamen und durchdrehten, als sie noch direkt auf ihn gerichtet waren. Er hätte jedes Recht gehabt, früher zu schießen. Und Rebecca Brown Good, Renées Partnerin, sollte für Anstiftung zu einem Tötungsdelikt verknackt werden: „Drive, baby, drive, drive!“

Ich denke nicht, dass es darum ging, den ICE-Agenten zu töten oder „Suicide by ICE“ zu begehen. Es ging darum, da nah genug ranzukommen – mit dem Erzwingen des Ziehens der Waffe und vielleicht eines Warnschusses –, sodass das Video mit den richtigen Schnitten hohen Propagandawert entwickelt und sich klickt wie Sau. Man wollte dem Agenten Todesangst einjagen, damit man die Panikreaktion als Beleg dafür anführen könnte, dass man es mit tyrannischen Monstern zu tun habe.

Darüber hinaus bleibt anzumerken, dass ICE-Agenten seit Trumps Amtseinführung insgesamt 66-mal mit Autos gerammt wurden – also knapp sechsmal im Monat. Im Jahr davor gab es zwei solcher Fälle. Der ICE-Mann, der die tödlichen Schüsse abgab, hatte dieses Vergnügen im Juni letzten Jahres selbst: Ein illegaler Migrant schleifte ihn „mindestens 45 Meter“ weit mit, woraufhin er mit 50 Stichen genäht werden musste.

Aber da sind wir ja auch schon beim entscheidenden Thema: systematische Angriffe auf ICE-Agenten und das bisherige Unvermögen der Trump-Administration, der sehr offen agierenden Keimzellen dieses niedrigschwelligen Terrorismus Herr zu werden, jedenfalls in einigen Bundesstaaten.

Renée Good, die ihre ersten Kinder bei ihrem Ex-Mann zurückließ, schickte das verbliebene Kind aus zweiter Ehe auf eine geisteskrank woke Schule, die „Southside Family Charter School“. Antiweiße Indoktrinierung in Form von Ausflügen, auf denen den Kindern das Leid der Aborigines gelehrt wird, oder George Floyd als wiederkehrendem Unterrichtsthema stellt den Markenkern dieser Schule dar. Ihr „einzigartiger Lehrplan behandle „Rassismus, Sexismus, Klassismus und Homophobie, so ihre Website.

Auf Facebook findet man ein Foto von einer Tafel, auf der Kinder ihre „Hoffnungen und Träume“ notieren sollten. Darauf steht: „Dass Donald Trumps Herz auf seine dreifache Größe anwächst. Ein Spiel mit der Doppeldeutigkeit einer Hoffnung darauf, dass Trump die Liebe in sich findet, oder auf sein baldiges Ableben durch Herzversagen.

Diese Schule tritt offen als Keimzelle von organisiertem Anti-ICE-Terrorismus auf, hält etwa ihre eigenen Lehrer dazu an, ICE-Aktivitäten in ihrer Gegend zu melden – an die „MN ICE Watch“. Die „Minneapolis ICE Watch“ wiederum rekrutiert sich vor Ort maßgeblich aus Eltern und Lehrern der Schule. Ein ehemaliger Sportlehrer wird in der „New York Post“ wie folgt zitiert: „Wir sind eine eingeschworene Gemeinschaft, und viele der Eltern machen da mit.“

Die Gruppe lässt sich über eine App ICE-Sichtungen melden und tut dann alles in ihrer Macht, um deren Einsätze mit Nötigung, gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr und Vandalismus zu torpedieren. Der Modus Operandi ist das Blockieren der Straße mit Fahrzeugen, wobei auch Rammen der Agenten aus dieser spezifischen Gruppierung heraus schon vorkam. Wenige Meter von dem Ort, an dem Renée Good ihr Ende fand, entfernt hatte ihre Gruppe geplant, eine brennende Barrikade aus trockenen Weihnachtsbäumen zu errichten.

Die Frage, die sich wirklich stellt, ist also nicht, ob es gerechtfertigt war, auf Renée Good zu schießen – natürlich war es das, und sie sowie Rebecca Good tragen die volle Verantwortung dafür. Die Frage ist, warum solche Strukturen überhaupt so lange existieren gelassen wurden: von der Schule, die Kinder mit antiweißer Propaganda psychologisch missbraucht, während sie deren Eltern in ein halbgares Terroristen-Kollektiv rekrutiert und Lehrer dazu anhält, diesem zuzuarbeiten, bis hin zu „MN ICE Watch“ selbst, dessen Mitglieder ihre Angriffe auf und gesetzeswidrigen Blockierungen von ICE selbst stolz dokumentieren und sich zentral über Melde-Apps organisieren.

In einem normalen Rechtsstaat würde dieser Spuk keinen Monat andauern, bevor man massenhaft ihre Türen eintritt und sie zu empfindlichen Strafen verurteilt sowie diese Schule als Brutstätte politischer Gewalt verbietet. Trump selbst würde einem solchen Vorgehen wohl als Letzter abgeneigt sein. Was wir hier beobachten, scheint eher die Nachwirkung der Besetzung niedriger und mittlerer Justiz-Posten mit politisch korrumpierten Staatsanwälten und Richtern in den vergangenen 20 Jahren zu sein. Eine Baustelle, die auch auf uns eines Tages in administrativer Verantwortung noch zukommen wird und der die Trump-Regierung sich jetzt mit Hochdruck widmen muss.

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