1963 gründete sich der „Wirtschaftsrat der CDU“ als expliziter Gegenpol zur starken Arbeitnehmerlobby innerhalb der CDU. Trotz seiner historischen Herleitung versteht er sich als ein von der Partei unabhängiger Interessenverband. Kritik von Seiten der Unternehmerschaft wird in der Öffentlichkeit immer ein gewisser Stellenwert eingeräumt, trotz der sozialdemokratischen Schmutzpropaganda gilt der Unternehmer allgemein als hemdärmliger Typ, als Macher, als Kontrast zum konturlosen Politverwalter. Zurecht! Äußert eine Arbeitgeberorganisation also systemische Kritik, muss jedes Wort sitzen.
Ein Zeitreisender aus dem Jahre 1963 würde die Späte Bundesrepublik von 2026 nicht mehr wiedererkennen: In dem Jahr, als Konrad Adenauer den Staffelstab der Kanzlerschaft an Ludwig Erhard übergab, wuchs das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,8 Prozent – das war für diese Zeit ein beinahe alarmierender Einbruch, lag die Wachstumsrate des Vorjahres doch bei 4,6 Prozent, die von 1964 schon wieder bei 6,7 Prozent. Sagenhafte 26,3 Prozent des BIP von 1963 wurden investiert, zum Jahresende rollte der sechsmillionste Käfer bei VW vom Band. 20 Jahre nach der Niederlage von Stalingrad und 15 Jahre nach dem Währungsschnitt, der die deutschen Sparer das zweite Mal in einem halben Jahrhundert auf das sprichwörtliche Nichts zurückwarf, hatte sich Deutschland in ein ökonomisches Powerhouse verwandelt, das in Westeuropa den Takt angab und für viele Millionen Mitteldeutsche und Osteuropäer zum heimlichen Sehnsuchtsort werden sollte.
63 Jahre später haben sich die Dinge so grundlegend gewandelt, dass man dem besagten Zeitreisenden erst mal erklären müsste, wie das alles ohne einen dritten Weltkrieg so weit kommen konnte. Das BIP wuchs im Vorjahr um lächerliche 0,2 Prozent, die Investitionsquote wird dank „staatlicher Investitionen“ zwar über die 20-Prozent-Schwelle gehoben. Der Aufschlüsselung der KfW zufolge betrugen aber die Unternehmensinvestitionen 2025 gerade einmal elf Prozent des BIP. Wie hoch der Anteil der privaten „Bullshit-Investitionen“ ist, wie viel die deutschen Unternehmen also zum Beispiel für den Klimawandelscam ausgeben, um wiederum an die staatlichen Subventionstöpfe zu gelangen, um dem ESG-Regime gerecht zu werden oder um Abschreibungspotenziale zu kreieren, darüber schweigen sich die offiziösen Zahlen aus.
Für den Wirtschaftsrat der CDU wären diese und weitere Fragen der Stoff für spannende Tagungen, Vorträge und Sammelbände. Die einst so stolze und starke deutsche Volkswirtschaft gleicht nach Corona einem leckenden, stotternden Motor, der sich mit jedem Takt ein Stück mehr zerlegt. Für eine an der Marktwirtschaft orientierte Lobbyorganisation gäbe es also genug zu tun: Kritik an der hohen Abgaben- und Steuerlast, Kritik an dem bürokratischen Wahnsinn, dem sich jeder Unternehmer gegenübersieht, Kritik an der staatlichen Günstlingswirtschaft, am stetigen Wachstum der Beamtenkaste und des öffentlichen Dienstes und überhaupt Kritik daran, dass der Staat seinen ureigensten Aufgaben – trotz Rekordsteuereinnahmen! – nicht mehr nachkommt.
Die Späte Bundesrepublik kann sich nicht verteidigen, geschweige denn ihre Grenzen schützen. Sie kann ihre Jugend nicht mehr adäquat ausbilden, sie kann ihre Straßen, Brücken und Tunnel nicht mehr instandhalten, ja sie lässt sich sogar in der Hauptstadt von linksextremen Terrorbanden den Strom abdrehen. Ihr sozialdemokratischer Managerapparat schaut dabei zu, wie Straftäter frei herumlaufen und dabei unbehelligt morden, plündern und vergewaltigen. Deutschland kann zivilisatorische Standards nicht mehr aufrechterhalten, trotzdem werden die Politiker der sogenannten „demokratischen Parteien“ gegenüber Kritikern immer frecher, immer patziger, immer unverschämter.
Der Wirtschaftsrat hat nun die Senkung der Steuern und Sozialausgaben, die Begrenzung des Arbeitslosengelds auf ein Jahr und die Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung gefordert. Über diese und viele weitere Punkte muss endlich verhandelt werden, übrigens auch unter einer hypothetischen AfD-Regierung. Deutschland wird so lange nicht aus dem Quark kommen, bis diese strukturellen, über Jahrzehnte gewachsenen Probleme endlich an der Wurzel beseitigt werden.
„Wurzel“ ist dabei das richtige Stichwort, denn wie so typisch für den „spätbundesrepublikanischen Diskurs“, schaffte es der Wirtschaftsrat, seine „Agenda für Arbeitnehmer“ mit einer einzigen Forderung zu desavouieren: Zahnärztliche Leistungen sollen aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen werden. Autsch! Dieser Punkt ist gleich in mehrerer Hinsicht eine ausgemachte Dummheit des Wirtschaftsrats, denn zum einen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen kaum noch zahnärztliche Leistungen. Zum anderen gibt es genug kassenärztliche Leistungen, an die wesentlich eher der Rotstift angesetzt werden könnte – ohne dabei der überwältigenden Mehrheit der Arbeitnehmer auf die Füße zu treten: Kuren und andere Leistungen für Übergewichtige, Alkoholiker und andere Suchtkranke sollten radikal zusammengestrichen werden. Allein Fette kosten uns jedes Jahr direkt und indirekt rund 63 Milliarden Euro!
Wirklich asozial wird das Gesundheitssystem schließlich im Lichte der Masseneinwanderung. Hier bekommt das Thema Zahnbehandlung eine ganz neue Dimension, und es spielt dabei auch keine Rolle, wie staatsnahe Medien seit rund zehn Jahren darüber hinweg gaslighten wollen: Asylanten können sich in Deutschland auf Kosten des deutschen Steuer- beziehungsweise Krankenkassenzahlers zahnärztlich behandeln lassen, ohne auch nur einen einzigen Euro eingezahlt zu haben. Das ist das eigentliche und grundlegende Problem. Vielleicht wollte der Wirtschaftsrat genau dem einen Riegel vorschieben. Nun, dann hätte er den Mut haben sollen, die einfache Wahrheit auszusprechen, statt es sich mit den deutschen Arbeitnehmern zu verscherzen. Wenn auf Arbeitnehmerorganisationen schon kein Verlass ist – Gewerkschaften regieren ja seit Jahrzehnten gegen die Interessen ihres Klientels – sollten wenigstens Arbeitgeberorganisationen die Dinge beim Namen zu nennen.


„Kuren“, also Rehabilitationsmaßnahmen, werden nur für Rentner aus Geldern der Krankenkasse bezahlt!
Dementsprechend gering ist der Anteil, da – sollte ein Mensch Adipositas, an Alkohl oder anderen Drogen erkrankt sein – diese solch ein Alter entsprechend weniger wahrscheinlich überleben bzw. eine Änderung des Suchtverhaltens (Fett / Alkohol / Drogen) kaum mehr angestrebt wird. In der weit überwiegenden Anzahl werden diese Reha-Maßnahmen von Rentenversicherern getragen. Und auch nur, weil es sich lohnt, d. h. sich rechnet! Sollte es nicht lohnen, wird derjenige eventuell frühverrentet („auskuriert“).
Die gesetzlichen Versicherungen stecken in einer Strukturkrise, weshalb sie bei ungefähr gleicher Pro-Kopf-Einnahme die Leistungen wesentlich geringer ausfallen als bei der PKV (GKV’s sind gezwungen, weitestgehend eine Behörde zu sein; PKV’s dürfen auch Agieren wie ein Unternehmen). Somit ist DAS der Grund; die Zahlungen an Menschen, die nie einzahlten, ist nur ein Punkt von soooo vielen, quasi das „i-Tüpfelchen“.
Dass Rechte nur bei vorhergegangener Verpflichtung in Genuss genommen werden dürften ist ebenso klar, wie dass es bei vorsätzlich ausgeführten gefährlichen Aktivitäten (Hobbys / Sportarten [Alpin-Ski, Bau von Sprengstoffkörpern] u. s. w.) ebenso der Fall sein müsste.
Der leider viel zu früh verstorbene Politiker Dr. Guido Westerwelle hat die Lösung seinerzeit kurz & bündig zusammengefasst: Eine Pflicht zur Versicherung anstatt einer Pflichtversicherung!
Es ist längst bekannt daß Erkrankungen an Zähnen und Zahnfleisch auf Dauer Gesundheitsschäden am gesamten Körper nach sich ziehen, insbesondere als zusätzlicher Risikofaktor für Herz & Kreislauf.
Da fragt man sich doch ob mit diesem Vorstoß nicht gezielt die rentenbelastenden Geringverdiener sozialkassenverträglich reduziert werden sollen, während für fragwürdigen Pharmawahn weiterhin nicht nur genug Geld da ist sondern auch noch gezielt auf Teuerzahlerkosten breit Propaganda gemacht wird.