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Wertungen sind alles

31. Mรคrz 2026
in 3 min lesen

Die Fernandes-Causa sollte uns eine Weisheit lehren, auf deren Verinnerlichung die linksgrรผne Hegemonie fuรŸt: Fakten kรถnnen eine Schlacht entscheiden, aber Wertung entscheidet den Krieg. Ein einzelner VorstoรŸ kann abgewehrt werden, wenn man die zugrundeliegenden Behauptungen als falsch entlarvt. Aber die Wertungsgrundlage abzutragen und durch eine alternative zu ersetzen, ist der einzige Weg, die nรคchsten zehn Angriffe zu verhindern, aus diesem ewigen Hinterherhecheln raus und selbst in die Offensive zu kommen.

Die Leute, die das Showgeschรคft dominieren, sind degeneriert. Hedonistische Freaks, deren sinnentleertes Leben gepaart mit einer offensiv vertretenen Ablehnung von Sexualmoral regelmรครŸig zu Eskapaden fรผhrt, von denen wir nur die Spitze des Eisbergs รผberhaupt je erfahren. Leute wie โ€žder Tรคterโ€œ, wie Fernandes ihren Ex-Ehemann Christian Ulmen seit dem โ€žSpiegelโ€œ-Exposรฉ gebetsmรผhlenartig nennt, sind also eine nachwachsende Ressource.ย 

Darzulegen, dass dieser spezifische โ€žTรคterโ€œ am Ende wohl nur ein Drittel dessen, was ihm zunรคchst (und teils nur implizit) zur Last gelegt wurde, auch in beschriebener Form getan hat, kann diesen einen VorstoรŸ vielleicht zum Erliegen bringen. Bestenfalls ein taktischer Erfolg.

Ein strategischer Sieg wรคre es, den allgemeinen Blick auf Sexualverbrecher aus dem Kulturbetrieb in Bahnen zu lenken, die einen Gesellschaftswandel in unserem Sinne begรผnstigen. Denn egal, wie man Ulmen aufgrund seiner LinkedIn-Perversionen jetzt nennen will: Es gibt Sexualverbrecher im Showbiz, und zwar ernsthafte.

Zudem ist selbst das, was โ€žder Tรคterโ€œ gemacht hat, tatsรคchlich Ausdruck einer tieferen Pathologie โ€“ nur eben nicht der, die der Fernseher uns vorkaut: Wir leben in einer Gesellschaft, die das Ausleben (und damit langfristig Ausartenlassen) sexueller Abnormalitรคten als Freiheit hochhรคlt, die nicht nur vor staatlichen GegenmaรŸnahmen, sondern sogar vor Spott und Stigmatisierung zu schรผtzen sei, wรคhrend der Bedeutungshorizont des Individuums auf das eigene Leben beschrรคnkt bleibt. Dass gerade dort, wo diese Philosophie nicht nur passiv รผbernommen, sondern aggressiv gepredigt wird, eine Fรผlle von abartigem Zeug abgeht, ist logisch. Genau diesen Leuten mehr Macht รผber das Internet zu geben, weil einer von ihnen dort degenerierte Sachen gemacht hat, nicht.

Und selbst die erfolgreiche Abwehr dieses einen VorstoรŸes wird eher durch Attacken auf seine Authentizitรคt erreicht als durch eine defensive Minimierung des รœbels. รœberdramatisierung ist zu verspotten, anstatt zu beschwichtigen. Logiklรผcken und falsche Tatsachenbehauptungen sollten in ein Narrativ eingebettet prรคsentiert werden, welches das Ganze als zweckdienlich zusammengestรผckelte Kampagne regierungsnaher NGOs entlarvt, anstatt als โ€žTeam Ulmenโ€œ die andere Seite der Konfliktmedaille einzunehmen.

Denn der systemstabilisierende Ausgang dieses Konflikts ist in der รผbergeordneten Wertung, worum wir uns hier รผberhaupt streiten, lรคngst festgeschrieben: darum, ob Mรคnner Monster sind und die Regierung mit eiserner Hand รผber das Internet herrschen muss, um die armen Frauchen zu schรผtzen. Ob Beziehungen als Saatfeld des Missbrauchs zu betrachten sind, bis die Gehirnwรคsche kommender Generationen einen feminisierten, รคngstlichen Schatten von Mรคnnern zurรผcklรคsst, an dem ohnehin keine Frau mehr Interesse hรคtte.ย 

Diese Diskussion inhaltlich anzunehmen ist eine Verliererstrategie, weil das nicht diskussionswรผrdig ist, sondern geisteskrank. Die Antwort ist Hohn und der Fingerzeig auf die Strippenzieher bei HateAid und Co., die von Staatsknete bezahlten Zersetzungs-Aktivismus im Sinne der Obrigkeiten betreiben.

Der Unwille, eine eigene Wertung durchzudrรผcken, zieht sich selbst bei unseren Kernanliegen durch die rechte Medienstrategie. Wegschauen und Milde migrantische Vergewaltiger betreffend etwa wird von populistischer Seite meist als Widerspruch zu den feministischen Grundwerten ihrer Importeure angeprangert und dem islamischen Frauenbild angelastet. 

Man bewegt sich damit im Framework des Feindes: Diese feministischen Grundwerte ziehen fรผr Linke eben gegenรผber dem hรถheren Gut von รœberfremdung und Ethnomasochismus den Kรผrzeren. Diese Priorisierung anzuprangern, ist ein zum Scheitern verurteilter Versuch, mit den Machthabern zu verhandeln, und fordert implizit die Durchsetzung eines โ€žwahren Feminismusโ€œ, den man in seiner Prรค-trans-Brennstufe vor 20 bis 30 Jahren ausmacht. Die Rakete flog aber immer in Richtung Geschlechterabschaffung, mit einem Zwischenhalt auf dem Planeten Rollenรผberwindung.

Das islamische Frauenbild in den Vordergrund zu rรผcken, stรคrkt eine universalistisch-liberale Moral, die die รœberwindung solcher Hรผrden anstrebt, um die Menschheit in sich zu einen. Es ist ein Rezept fรผr die Beteiligung an Israel-Kriegen fรผr die โ€žBefreiungโ€œ irgendwelcher Nahรถstler und autoritรคrere โ€žIntegrationsmaรŸnahmenโ€œ, um immer neue Migrantenmassen in unserer kulturellen Leere verdauen zu kรถnnen.ย 

Der Aspekt, den wir betonen sollten, ist die evolutionspsychologische Bedeutung von รœbergriffen auf die Frauen eines fremden Landes. Es ist eine Entweihung der Eroberten, ein Ausdruck ultimativer Dominanz, der รผber das einzelne Opfer hinausreicht. Wenn am Jahrestag historischer Gruppenvergewaltigungen an einem symboltrรคchtigen christlichen Ort 3.000 Migranten aus dem Umland anreisen, um aus Jagd auf deutsche Frauen eine Silvestertradition zu machen, dann ist das weniger ein Frauenbild-Ding als ein Besatzer-Ding.

Egal, wie viele Schichten โ€žempowerndenโ€œ Bullshit wir darรผberschaufeln, im menschlichen Echsengehirn bleiben Frauen ein Symbol fรผr Stolz, Wรผrde und Erneuerungsfรคhigkeit eines Volkes und ihre stรคndige Befleckung durch Fremde eines fรผr den Tod all dessen. Woran man damit (zu Recht) appellieren kann, ist also eine der mรคchtigsten Emotionen des Menschen. Wohl deswegen liegt auf solchen Appellen, selbst in nur angedeuteter Form (โ€žunsere Frauenโ€œ), ein starkes Stigma, wรคhrend der Ruf nach der Durchsetzung feministischer Grundsรคtze gegen Migranten einen Weg erheblich geringeren Widerstandes darstellt.

2 Comments Schreibe einen Kommentar

  1. Gerne bin ich ein kรคmpfer mit schweifenden Worten, doch hierzu fรคllt mir nur vortrefflich ein. Lasst uns wieder zu neuer Stรคrke kommen und uns im weltgetriebe endlich den Platz einnehmen der uns gebรผhrt. Auf auf ! … jetzt und nirgendwann gilt es!

  2. Absolut treffende und wohlformulierte Kolumne Big Shlo!

    Fรผr mich ist dieses ein weiteres Beispiel unter vielen fรผr den Zwei-Fronten-Angriff des Liberalismus auf unsere Zivilisation:
    – Zum einen wird ein Hyperindividualismus gepushed, der persรถnliche „Entfaltung“ und „Freiheit“ als obersten Wert setzt, und eben unter Anderem zu solchen (sexuellen) Degenerationen fรผhrt.
    – Zum anderen wird uns als (illusorische) Alternative oder Ergรคnzung ein abstrakter Kollektivismus verkauft (Frauen, Menschheit, Klima, Globaler Sรผden, etc.)

    Was diese beiden Vektoren fรผr mich gemein haben, ist dass sie explizit nicht die Interessen unserer Partikulรคren, organisch gewachsenen Gruppe(n) vertreten.
    Was wir (wieder) brauchen, ist was Konservative schon immer, und in neuerer Zeit Denker wie de Benoist vertreten. Kommunitarismus als Gegenstรผck zu sowohl
    Individualismus als auch Kollektivsmus, und damit eine Priorisierung von Familie, Sippe, Religionsgemeinschaft, etc. รผber sowohl das Individuum als auch das
    abstrakte Kollektiv.

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