Dark
Light
Dark
Light

Buntland im EM-Modus

17. Juni 2024

„Und es folgt die deutsche Hymne: Einigkeit und Recht und Freiheit und vor allem Vielfalt“, so lautete die Anmoderation im ZDF zum ersten Spiel von „Die Mannschaft“ in der Gruppenphase gegen Schottland zur diesjährigen Fußball-Europameisterschaft in der Bundesrepublik. 

Und ja, was soll man sagen, diese besonders stark betonte Vielfalt durften einige Fußballfans vergangenes Wochenende mal wieder am eigenen Leibe erfahren. In Wolmirstedt in Sachsen-Anhalt tötete ein 27-jähriger Afghane am Freitag erst einen 23-jährigen Landsmann mit einem Messer. Anschließend griff er auf einer privaten Public-Viewing-Party in einem Wohngebiet mehrere Personen ebenfalls mit einem Messer an. Zwei von ihnen kamen schwer verletzt ins Krankenhaus, ein Dritter erlitt leichte Verletzungen. Die Polizei konnte den Täter fassen. Als er auch die Beamten mit einem Messer attackierte, wurde er angeschossen und starb später im Krankenhaus.

In Frankfurt am Main blieb das Messer zum ersten Spiel der Europameisterschaft ebenfalls nicht zu Hause. Nachdem Anfang der Woche bereits eine 41-jährige Frau von einem ausreisepflichtigen Afghanen schwer verletzt worden war, kam es im Stadtteil Unterliederbach nach dem Auftaktspiel gegen 23 Uhr auf einem Sportplatz zu einer „Auseinandersetzung“ zwischen zwei Männern. Natürlich kam auch das mitgebrachte Messer zum Einsatz. Ein 31-Jähriger erlitt im Zuge dessen so schwere Wunden, dass die alarmierten Rettungskräfte schon am Tatort nichts mehr für ihn tun konnten.

Auch in Hamburg verlief das erste EM-Wochenende nicht ganz so harmonisch wie gedacht. Vor dem gestrigen Spiel zwischen den Niederlanden und Polen griff ein mit Werkzeug und Brandsatz bewaffneter Mann auf St. Pauli nahe der Fan-Zone mehrere Beamte an. Mit einem Schuss setzten die Polizisten den Angreifer vorübergehend außer Gefecht. In der Dortmunder Innenstadt verhinderte die Polizei eigenen Angaben zufolge am Samstag vor dem Spiel zwischen Albanien und Italien einen Angriff vermummter „Problemfans“.

Also, im Endeffekt war auch dieses Wochenende alles wie immer. Doch wer wäre die Bundesregierung und ihre Bundesinnenministerin Nancy Faeser, wenn sie nicht wenigstens während der Europameisterschaft versuchen würden, Recht und Ordnung und vor allem den Schein der Ordnungsrepublik zu wahren. Und so gab es im Vorfeld der Europameisterschaft vermehrt Grenzkontrollen. Laut Faeser ist das Ziel dahinter, „Gewalttäter früh zu erkennen und zu stoppen“, ach ja. Vor dem EM-Auftakt hatte die Bundespolizei bereits 1.400 illegale Einreisen festgestellt. Insgesamt seien laut Behörden 173 Haftbefehle vollstreckt worden. Schön, zu wissen, dass das mit den Grenzkontrollen nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis funktionieren könnte. Nur der Wille muss eben da sein.

Autor

Reinhild Boßdorf

Reinhild ist bei der Fraueninitiative "Lukreta" aktiv und betreibt einen eigenen YouTube-Kanal. Ihre Themen sind moderner Feminismus, importierte sexuelle Gewalt und Weiblichkeit. Sie bewegt sich meist in heteronormativ-sexistischen Kreisen, backt gerne Kuchen und wird von linken Steuergeldprofiteuren als “unauffällig, aber zentral für das rechte Netzwerk” beschrieben.


Uns gibt’s auch gedruckt!


Alternative Medien unterstützen