20. April 2026
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Leihmutterschaft – Kind auf Bestellung

In der vergangenen Woche entfachte sich in den sozialen Medien eine große, tiefgreifende Debatte über Leihmutterschaft, nachdem der CDU-Bundestagsabgeordnete und Corona-Vorzeige-Virologe Hendrik Streeck die Geburt seines ersten Sohnes bekannt gegeben hatte. Mit 48 Jahren zum ersten Mal Papa werden, das klingt eigentlich gar nicht so ungewöhnlich, wäre da nicht das kleine, aber bedeutsame Detail, dass Streeck offen homosexuell lebt und mit einem Mann verheiratet ist. 

Dass Männer naturgemäß alleine keine Kinder kriegen können, liegt auf der Hand. Wie also kommen zwei Herren an ein Neugeborenes? Genau, indem sie einen Batzen Geld zusammenkratzen, um eine Leihmutter mit der Austragung ihres Kindes zu beauftragen.

Da diese Methode der vermeintlichen „Familiengründung“ in Deutschland bis dato verboten ist, bestellten Streeck und sein Ehegatte ihren Sohn eben im Ausland. So flogen die beiden kürzlich nach Idaho, um dort ihre Ware in Form eines Säuglings fristgerecht nach über neun Monaten Brutzeit entgegenzunehmen. 

Was die „Bild“ euphorisch als „Baby-Glück“ betitelte, ist de facto nichts anderes als Menschenhandel. Eine fremde Frau wird mit der Austragung eines Neugeborenen beauftragt, künstlich befruchtet und übernimmt daraufhin alle seelischen und physischen Belastungen und Konsequenzen einer Schwangerschaft. Über neun Monate gedeiht ein Kind in ihrem Bauch, nur damit sie unmittelbar nach der Geburt im Hormonrausch von ihrem Baby getrennt wird. 

Auch wenn die Leihmutter und ihr Neugeborenes „biologisch“ oftmals nicht miteinander verwandt sind, da zur Befruchtung meist sowohl fremde Samen als auch fremde Eizellen genutzt werden, sind sie dennoch fest miteinander verbunden. Das Kind hört von Anfang an den Herzschlag und die Stimme seiner Mutter, macht sich mit ihrem Geruch vertraut, übernimmt Teile ihres Nervensystems, wie zum Beispiel ihren Stress- oder Entspannungszustand sowie ihr Magen-Darm-Mikrobiom. 

Leihmutterschaft ist zu Recht in einigen Ländern der Welt verboten, weil sie das Kinderkriegen kommerzialisiert, so als wären Kinder Produkte, die man nach Belieben kaufen und verscherbeln könnte. Zeitgleich degradiert es Frauen zu tatsächlichen Gebärmaschinen. 

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Obwohl Leihmutterschaft sowohl moralisch als auch ethisch mehr als fragwürdig erscheint, gibt es dennoch immer mehr wohlhabende Prominente, die sich dieser Fortpflanzungsmethode bedienen und den Kinderkauf damit salonfähig machen. Warum auch sollte man seinen Körper „ruinieren“, mit einer Schwangerschaft den eigenen Hormonhaushalt ins Chaos stürzen oder gar aufgrund seiner Sexualität auf Kinder verzichten, wenn man diese doch ganz einfach über Dritte erwerben kann?

Egal ob Pop-Ikonen wie Paris Hilton, Nick Jonas oder Meghan Trainor, Schauspieler wie Lily Collins, Neil Patrick Harris oder Rebel Wilson, deutsche Drag- und Queeraktivisten wie „Candy Crash“ oder Tobi Koppenhöfer oder eben Politiker wie Hendrik Streeck – sie alle haben sich Kinder gekauft, und wir sollen das als normal empfinden. 

Gerade der Fall Streeck setzt dem Ganzen noch eine Schippe drauf, zumal er als Politiker eigentlich dazu angehalten wäre, sich an die Gesetzeslage hierzulande zu halten. Stattdessen umgeht er diese bewusst mit einem Babykauf im Ausland. Während die etablierten deutschen Medien sein „Baby-Glück“ feiern, lassen sie den tatsächlichen Ursprung seines Kindes gekonnt aus. Fast so, als wolle man Menschenhandel auch in Deutschland etablieren.

Reinhild Boßdorf

Reinhild ist bei der Fraueninitiative "Lukreta" aktiv und betreibt einen eigenen YouTube-Kanal. Ihre Themen sind moderner Feminismus, importierte sexuelle Gewalt und Weiblichkeit. Sie bewegt sich meist in heteronormativ-sexistischen Kreisen, backt gerne Kuchen und wird von linken Steuergeldprofiteuren als “unauffällig, aber zentral für das rechte Netzwerk” beschrieben.

4 Kommentare Kommentar schreiben

  1. Kann dieses endlose Gekreische nicht mehr hören.
    „(…) seelische und physische Belastungen (…)“ – So wie bei jedem Knochenjob um einiges mehr als bei einer Schwangerschaft?
    „(…) im Hormonrausch (…) “ – So wie ihn jeder Mensch in zig Lebenslagen haben kann?
    „(…) hört von Anfang an den Herzschlag und die Stimme seiner Mutter, macht sich mit ihrem Geruch vertraut (…)“ – Uhhuhu magisch!

    Ohnehin immer als ganz magisch bei Frauen. Deshalb sind sie ja auch etwas unglaublich besonderes und verdienen Sonderrechte.
    Welche Männer machen diesen Stuss noch mit? Wie lange braucht es, bis endlich genug gegen die Wand gerannt wurde und dieser Frauen-Hokuspokus ein Ende hat?
    Wie blöd seid ihr Männer eigentlich?

    • sicherlich hat der Autor diese komentars weder kontakt zu seiner Mutter, dem weiblichen geschlecht, noch lässt ihn eine ran. Nur so kann ich mir, die blanke Bosshaftigkeit gegenüber frauen und Müttern, erklären. Ich will mal sehen wie du dich fühlen würdest ein lebewesen über fast ein Jahr lang in dir wachsen zu spüren, wie sich dein körper grundlegen verändert und du gefahr läufst an den Komplikationen zu sterben. Aber als Mann der nur reinspritzen muss, hat man es ja so schwer. Naturlich bauen kinder im Bauch schon unterbewusste pyschologische beziehungen mit, der mit ihnen verbunden Mutter, auf. Wenn Männer Kinder kriegen würden hätte es seid Jahrzenten schon effektive Ferhütung etc. gegeben.
      Aber solange man Frauen nur als Brutkästen und nicht als gleichgestellt Menschen (oder besser noch als die Leben schenkenden Göttinen, die sie sind) bewertet, kann ich ihnen nur zustimmen. Wie blöd seid ihr Männer eigentlich?

  2. Die Frage habe ich mir auch schon bei lesbischen Müttern gestellt, auch wenn es hier eigentlich „Leihvaterschaft“ heißen müsste. Aber der biologische Vater wird ja eh nur zur Geburt gebraucht.

  3. Als Frau die kürzlich erneut Mutter werden durfte kann ich der Autorin nur zustimmen.
    Die Schwangerschaft IST eine immense Belastung – physisch und psychisch.
    Ganz zu schweigen von der Geburt die darauf folgt.

    Die Vorstellung das alles alleine (ohne liebenden Kindsvater) und ohne die Aussicht danach ein wundervolles Kind zu haben durchstehen zu müssen finde ich furchtbar!
    Diesen „Job“ trotzdem zu tun zeugt davon, wie dringend diese Frauen das angebotene Geld brauchen.
    Das ist die Prostitution einer verzweifelten Frau und der Verkauf eines Menschen der damit einer normalen familiären Herkunft beraubt wird.

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