Das große Aufräumen – Eine Himmelfahrtspredigt

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Himmelfahrt? Was soll denn das sein? Mit der Säkularisierung wurde für viele aus Himmelfahrt Vatertag und schließlich Männertag. Ob er in ein paar Jahren als Feiertag der Diversität zelebriert wird bleibt abzuwarten… Diese Entwicklung versinnbildlicht aber ganz gut die allgemeine Entwicklung unserer Gesellschaft: Zunächst wird Gott vom Thron gestoßen, dann die Familie und letztendlich sogar die natürliche Ordnung des Geschlechts. Genau in dieses Durcheinander spricht unser heutiger Himmelfahrtstext aus Psalm 2,1-3

„Warum toben die Völker und murren die Nationen so vergeblich? Die Könige der Erde lehnen sich auf, und die Herren halten Rat miteinander wider den HERRN und seinen Gesalbten: »Lasset uns zerreißen ihre Bande und von uns werfen ihre Stricke!«

Hier ist bereits im Alten Testament die Rede von Gott dem Vater und seinem Sohn Jesus, dem Gesalbten. Sie werden in Kontrast gesetzt zu den Herren der Welt, die ihnen widerstehen: „Lasst uns zerreißen ihre Stricke“ heißt es dort. Ja, an den himmlischen Vater selbst kann keiner Hand anlegen, jedoch können die Mächtigen dieser Welt ihre Rebellion gegen Gott zum Ausdruck bringen indem sie seine Ordnungen missachten und pervertieren.

So wie der Satanismus keine eigenständige Religion ist, sondern nur christliche Symbole und Rituale pervertiert, so zeigt sich auch der verzweifelte Widerstand der gottlosen Herrscher im sinnlosen Kampf gegen Familie, Geschlecht, Verstand und Moral. Das Absurde daran ist, mit welchem Ernst und welcher grotesken Anti-Moral (anti gr. gegen/anstelle von) dieser Kampf geführt wird. Psalm 2,4 heißt es weiter:

„Aber der im Himmel wohnt lachet ihrer und der Herr spottet ihrer“

In den Augen Gottes ist die Rebellion der weltlichen Herrscher ein Witz. Sie ist nicht ernstzunehmen da der Mensch eben nicht Gott ist. Es ist vollkommen egal wie viele Geschlechter sich irgendwelche Sozialwissenschaftler zusammenphantasieren, Gott hat derer 2 geschaffen. Es ist vollkommen egal, wie empört sie ihre Klimaapokalypse, ihrer Rassismusdystopien, ihre Scheinpandemien und ihre transhumanistischen Utopien spinnen, sie werden niemals eine neue Welt schaffen. Alles was sie gegen die göttlichen Ordnungen unternehmen ist immer nur Perversion und Verdrehung. Schöpfungsordnung bleibt Schöpfungsordnung, Moral bleibt Moral und Gott bleibt Gott. Egal was sie glauben und sagen. Weiter heißt es nun in Psalm 2,5-9:

„Einst wird er mit ihnen reden in seinem Zorn, und mit seinem Grimm wird er sie schrecken:  »Ich aber habe meinen König eingesetzt auf meinem heiligen Berg Zion.« Kundtun will ich den Ratschluss des HERRN. Er hat zu mir gesagt: »Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.  Bitte mich, so will ich dir Völker zum Erbe geben und der Welt Enden zum Eigentum. Du sollst sie mit einem eisernen Zepter zerschlagen, wie Töpfe sollst du sie zerschmeißen.«

Am Ende der menschlichen Rebellion steht das Gericht Gottes. Eines Tages wird der Sohn Gottes wiederkommen und seine Herrschaft antreten. Wenn Jesus diese Erde wieder betreten wird, wird er mit aller Perversion und gottwidrigen Ungerechtigkeit aufräumen. Himmelfahrt ist der Tag an dem wir der Königsherrschaft Jesu gedenken. Im apostolischen Glaubensbekenntnis heißt es:

„Aufgefahren in den Himmel, er sitzt zur rechten Gottes, des allmächtigen Vaters, von dort wird er kommen zu richten die Lebenden und die Toten“.

Es wird einen Tag geben, an dem Gott diese Welt wieder in Ordnung bringt. Wer konservativ ist, weiß, dass es eine natürliche Ordnung gibt. Wer der Bibel glaubt, darf darauf vertrauen, dass diese Ordnung einen ewigen Wächter hat und, dass die Perversion nicht das letzte Wort haben wird.


Die Herrschaft des Volkes

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Wer aber Realist ist sieht auch die Perversion in seinem eigenen Herzen. Er sieht seine Unwürdigkeit, Unreinheit, Bosheit und Schwäche. Ihm geht ein Schreck durch die Glieder beim Gedanken an Gottes Gericht und er merkt auf wenn es heißt (Ps 2,10-12):

„So seid nun verständig, ihr Könige, und lasst euch warnen, ihr Richter auf Erden! Dienet dem HERRN mit Furcht und freut euch mit Zittern. Küsst den Sohn, dass er nicht zürne und ihr umkommt auf dem Wege; denn sein Zorn wird bald entbrennen. Wohl allen, die auf ihn trauen!“

An diesem Himmelfahrtstag ist der geeignete Zeitpunkt über unser Verhältnis zum kommenden König der Welt nachzudenken. Leben wir so, als ob es einen Gott gäbe? Dienen wir ihm? Fürchten wir seinen Zorn? Wenn Gott Gericht halten wird, wird es nur eine wirkliche Zuflucht geben. Jesus, den Gekreuzigten. Wer sein Erlösungswerk nicht heute annimmt, wird seinem künftigen Zorn nicht entrinnen. Wer ihn nicht heute als König und Herrn begrüßt wird ihm als Feind gegenüberstehen.

Die Himmelfahrt ist der Abschluss der 40-tägigen Auferstehungszeit nach dem Osterfest. Jesus ist gekommen um die Strafe für uns zu erleiden, den Tod zu überwinden und uns Leben zu schenken. Er will uns nicht richten, sondern retten.

Wohl allen, die auf ihn trauen!

6 Comments

  1. Danke, Bruder Napf, für diese erbauliche Predigt. Ein ermutigendes Gegenstück zu dem, was in 99% der Kirchen hierzulande gepredigt wird. Der Mangel an historischer Kenntnis ist das Hauptproblem der woken: sie sehen sich als Höhepunkt der Menschheitsentwicklung – und haben keine Ahnung, dass ihr Wahn nur ein neuerlicher Aufguss ist und schon zu vielen Zeiten ins Unheil führte.

  2. Der Begriff “woke” bedeutet “aufgewacht”. Die “Woken” meinen, dass wir mal für die Probleme der Welt wie Klimawandel, Umweltzerstörung, Soziale Ungerechtigkeit, oder Rassismus aufwachen müssten. Eine Rebellion gegen diese (zumindest teilweise) Phantasieprobleme oder flaschen Lösungsansätze heisst noch nicht, dass man gegen alle Bindungen und Festlegungen rebelliert. Mit den Worten von Chesteron “Man kann einen Tiger von seinen Gittern befreien, aber nicht von seinen Streifen”.
    Ich hoffe ich konnte dir damit weiterhelfen.

    • J.K. Mir kommen Ihre Antworten sehr arrogant und unwissend vor. Es ist wohl eher so, dass Sie durch die erhellenden Worte des Autors in Zweifel gerieten und nun verzweifelt Halt suchen.
      Die angenommenen Zahlen im Artikel stellen keinesfalls die Realität dar, sondern sollten eine doch merkliche Diskrepanz verdeutlichen. Mehr nicht.
      Mich erinnert Ihre Antwort an die Tatsache, dass 99 % der Menschen „Platzangst“ mit der Angst vor Enge verbinden. Nein, das Gegenteil ist der Fall; die Angst vor Weite ist die Bedeutung. Daran können Sie, vorausgesetzt Sie wollen es überhaupt, ermessen, dass sich auch extreme Mehrheiten irren können, so wie Sie.

  3. Wokeness ist im Grunde Kulturmarxismus. Das ist eine Geistesströmung die aus dem Marxismus, Humanismus und Ansätzen der Frankfurter Schule entstanden ist. Das Christentum lehrt, dass es Erlösung nur in Jesus Christus gibt und sie deshalb außer uns liegt. Der Marxismus (und Kulturmarxismus) lehrt “uns aus dem Unrecht zu erlösen, können wir nur selber tun”. Das Christentum lehrt: Es gibt eine ewige Wahrheit die sich in Gott findet und die aus der Schöpfung (zumindest teilweise) erkennbar ist. Der Kulturmarxismus lehrt “Jeder hat seine Wahrheit und muss sich selbst erschaffen”. Die Verneinung der Schöpfungungsordnung und das dekonstruktivistische Prinzip “wir erschaffen uns selbst” steht dem Christentum diametral entgegen. Das findet sich dann doch eher bei Friedrich Nietzsche der ein Kind (wenn auch ein enfant terrible) des deutschen Idealismus war.

    • Danke für Ihren Kommentar, welcher eine gewisse Definition erahnen läßt.
      Persönlich finde ich es erschreckend, dass Menschen ein Wortgebilde, schon das Wort Wort ist mir in diesem Falle suspekt zu benutzen, dessen Bedeutung sie nicht kennen, die es auch nicht gibt. Es ist auch kein definierter Begriff. Das Buchstabengebilde ist Schwachsinn, welcher gerade zurzeit Hochkonjektur hat. Daran beteilige ich mich jedoch nicht.
      Ihr Erklärungsansatz hat Substanz, überzeugt mich jedoch nicht. In religiösem Sinne ist er jedoch überzeugend.
      Danke noch für den hervorragenden Beitrag.

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