Die bunte Republik von ihrer besten Seite

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Nur noch zwölf Tage bis Weihnachten. Hinter den Merkel-Pollern auf diversen Weihnachtsmärkten drängeln sich die Menschenmassen. In diesem Jahr ist es sogar Ungeimpften wieder erlaubt, ihre Weihnachtseinkäufe selbst zu tätigen und zu überteuerten Preisen billigen Glühwein an überfüllten Holzbuden zu erwerben.

In weiten Teilen der Bundesrepublik schneit und friert es passend zur Jahreszeit, aber ungünstig in Zeiten der Energiekrise. Die schneeweiße Landschaft erhellt die sonst, dank abgeschalteter Straßenlaternen, stockdüsteren Straßen und Ortschaften und nötigt dennoch unnötig zum Heizen. In weiten Teilen der Republik weihnachtet es, und auch im Rest des Landes geht es bunt zu.

Anfang letzter Woche griff ein Asylbewerber aus Eritrea zwei Mädchen auf dem Schulweg im baden-württembergischen Illerkirchberg mit einem Messer an. Für die türkischstämmige Ece endete der Angriff tödlich. Wenige Tage später schmiss sich der 25-jährige mutmaßliche Täter vor einen Zug und starb. Nun klagt der Onkel des 14-jährigen Mädchens die deutsche Regierung wegen ihrer verfehlten Migrationspolitik an. Doch diese widmet sich in Zeiten von Klimaklebern, eventorientierten Jugendlichen und Messermorden lieber anderen Gefahren.



Am Mittwoch folgte nämlich die „größte Terror-Razzia in der Geschichte der Bundesrepublik“. Unter massiver medialer Begleitung nahmen 3.000 Polizisten ein bundesweites Netzwerk von mutmaßlichen Reichsbürgern rund um den 71-jährigen Rentner Prinz Heinrich XIII. von Reuß hops. Fernab der Unschuldsvermutung, die gerade im Hinblick auf Straftäter mit Migrationshintergrund ganz hoch gehandelt wird, ist für Innenministerin Nancy Faeser schon jetzt klar: Diese größtenteils über 60-jährigen Rentner wollten die Bundesregierung stürzen und das Land unter der Regentschaft von Heinrich XIII. übernehmen.

Nun sollen die Sicherheitsmaßnahmen im Reichstag verschärft werden. Doch während die Medien und Regierungsparteien in einer Tour über den eventuellen Umsturz durch das vermeintliche rechte Terrornetzwerk berichten, sind es ganz andere Protagonisten, die das Zepter an sich reißen und die Innenstädte übernehmen.

Denn auch in der Bundesrepublik ist das marokkanische Fußballfieber inzwischen angekommen. In Köln, Bonn, Düsseldorf und einigen Städten des Ruhrgebiets feierten mehrere Tausend nordafrikanische Fußballfans den Erfolg der marokkanischen Nationalelf in Katar. „Laut und friedlich, wie der „General-Anzeiger“ es ausdrückte, zündeten sie Pyrotechnik und Feuerwerkskörper und legten den gesamten Verkehr in der Bonner Innenstadt lahm. In Köln und Düsseldorf griffen die „Fußballfans“ Polizisten mit Glasflaschen und Pyrotechnik an und demolierten ein Polizeifahrzeug. So ist sie eben, die friedliche Party- und Eventszene.

Doch einem war diese Woche ganz sicher nicht zum Feiern zumute. Während etliche User in den sozialen Netzwerken unter „#wirhabenmitgemacht“ auf den Umgang mit Ungeimpften im vergangenen Winter aufmerksam machten, ließ sich der „Volksverpetzer“ in einem kilometerlangen Artikel über die „f*cking“ Ungerechtigkeiten seitens der Querdenker und Nazis aus. Diese seien nämlich dank Springer-Presse und CDU und FDP mit ihrem Hass und ihren Verschwörungstheorien inzwischen im Mainstream angekommen und würden ihn und seinen faktenbasierten „Journalismus“ angreifen.

Im Endeffekt ist also alles wie immer. Irgendwo zwischen Glühwein, Mädchenmorden, Fußballfans und dem Kampf gegen rechts.

2 Comments

  1. Nein, nichts ist wie immer. Es wurden rote Linien überschritten und Grenzen verlegt ohne daß es eine Rückabwicklung gibt.
    Da helfen auch die paar Feigenblättchen der Quantitätsjournaillen nicht welche ohnehin nur das berichten was längst auch der ignoranteste Michel schon selbst bemerkt hat.
    Immerhin kann man noch(!) so gut wie überall bar zahlen, und wenn man sich von den großstädtischen Bunt-und-Hipp-Nichtweihnachtsevennements fernhält auch noch zu halbwegs moderaten Preisen.

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