Vor einigen Tagen schlugen die Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) fรผr das Jahr 2023 hohe Wellen: Die Kriminalitรคt steigt, der Grund dafรผr ist โ รberraschung! โ die massenhafte Einwanderung von Personen, die gewaltaffineren Kulturkreisen entspringen. Bei den pseudokonservativen Gatekeeper-Portalen des Springer-Konzerns sorgte das fรผr reiรerische รberschriften, so als ob die Erkenntnis bahnbrechend wรคre. Schon vor Thilo Sarrazins Bestseller โDeutschland schafft sich abโ (das Buch erschien 2010 โ na, fรผhlen Sie sich alt?) hatte sich durch die Alltagserfahrung vieler Deutscher ein Bild verfestigt, das seinerzeit auch noch in deutschen Filmproduktionen seinen Niederschlag fand โ das Bild des kriminellen Auslรคnders.
Wir kรถnnen dieses Bild gerne prรคzisieren, auch wenn ich mir sicher bin, dass der geneigte Leser ganz genau weiร, dass hier nicht die Rede von japanischen Gaststudenten oder persischen รrzten ist. Der kriminelle Auslรคnder der 1990er und 2000er war zumeist Tรผrke oder Libanese, nicht selten aber auch Serbe, Kosovare oder Bosniake, durchaus auch Russe, Pole oder Ukrainer. Es gab aber auch noch indigen deutsches Gesindel. Ein paar alte Fernsehdokumentationen werfen ein erhellendes Licht auf diese Zeit und ihre Jugendsubkulturen…
… und man wรผrde doch jetzt, 33 bzw. 30 Jahre spรคter gerne wissen, was aus den noch klar deutsch dominierten Kieler „Kneipenterroristen“ oder Hambuger „Ghettokings“ geworden ist.
Kleiner Zeitsprung: Knapp ein Jahrzehnt spรคter, zu Beginn der 2000er waren Jugendbanden schon stark migrantifiziert. Wer die Zeit erlebt hat, dem sind Floskeln wie „รhre“ oder „รsch fรผcke dรผsch!“ noch wohlvertraut…
Jedenfalls, egal ob Deutsche oder Auslรคnder, fรผr uns waren das damals unter dem Strich alles „Asis“, weil sie sich eben verhielten wie Asis: Sie lรผmmelten in der Gegend herum, mรผllten alles voll โ Zigarettenstummel im Sandkasten, Glasscherben auf dem Bolzplatz โ und vor allem suchten sie โStressโ.
Stress finden, ohne ihn zu suchen โ eine รผberaus unschรถne Erfahrung, die nicht wenige aus meiner Generation frรผher oder spรคter machen mussten. Hier รผbrigens unterschieden sich deutsche von auslรคndischen Asis grundsรคtzlich: Wenn es โStressโ gab, dann wusste sich der auslรคndische Asi grundsรคtzlich umringt und unterstรผtzt von einer Horde von โBrรผdarnโ oder โKusรคngsโ. Der demografische Schwung war schon vor 20 Jahren auf seiner Seite.
Es gab Schulen und Gegenden mit weniger Asis und solche mit sehr, sehr vielen Asis, aber eigentlich reichten schon zwei oder drei von ihnen, um den Schulunterricht oder den Nachmittag im Jugendzentrum unertrรคglich zu machen. Die 1990er und viel mehr noch die 2000er waren die Zeit des Hip-Hops, des Gangster-Raps, der Verwahrlosung und Verrohung. Man kรถnnte diese asoziale und vรถllig degenerierte Antikultur, die da aus Amerika (natรผrlich, woher auch sonst) รผber Europa hereinbrach, im Nachhinein fรผr eine โPsyopโ halten. Eine ganze Generation wurde von Gewalttรคtern und Drogenabhรคngigen regelrecht gehirngewaschen.
Es gab auch schon damals die Tendenz, die โAsisโ zu pampern und sie zu den wahren Opfern der Gesellschaft zu erklรคren. Aber immerhin schafften es Filme wie โWutโ (2005) oder โKnallhartโ (2006) noch, ein einigermaรen realistisches Bild der importierten Gewalt und Verwahrlosung zu zeichnen. Man schaute solche Streifen dann und wann mit der Schulklasse, aber es hรคtte die trostlose Filmkulisse der Betonwรผste Berlin nicht gebraucht: In jedem mittelmรครigen Provinznest gab es die Spielplรคtze oder Busbahnhรถfe, die fรผr junge Deutsche regelrechte No-go-Areas waren. Man kann nicht sagen, dass das damals totgeschwiegen wurde. Eigentlich war es noch schlimmer: Es wurde „zerlabert“. Ein paar Wochen schlugen die Zustรคnde an der Berliner Rรผtli-Schule hohe Wellen, dann jagten die Medien die nรคchste Sau durch’s Dorf. Auch Basta-Typen wie der Hamburger Innensenator Ronald Schill brachten nicht die Wende.
Man wuchs irgendwann da raus, besuchte eine weiterfรผhrende Schule und bekam vielleicht noch am Rande irgendwelcher Disco-Abende mit, dass am Eingang irgendwelche โAsisโ mal wieder Stress schoben. Aber irgendwie geriet diese vormals tagtรคgliche Erfahrung aus dem Fokus, was natรผrlich mit dem Wandel der eigenen Lebenssituation zusammenhing.
Dann kam 2015: Wรคhrend der deutsche Asi (irgendwie hieรen sie alle Marvin, Kevin, Dean oder Pascal) nur noch eine blasse Erinnerung aus der fernen Schulzeit war, gesellten sich zu den Tรผrken und Libanesen nun Syrer, Afghanen, Pakistaner und Nordafrikaner. Wรคhrend in den 2000ern das gruppenhafte Tottreten an irgendwelchen Bahnhรถfen noch ein mediales Groรwetterereigniss darstellte, gehรถren heutzutage durch auslรคndische Rudel begangene Morde, Vergewaltigungen und รberfรคlle zur Tagesordnung. Wenige Tage vor der Verรถffentlichung der โSchock-Zahlenโ zur Kriminalitรคt stach ein Syrer in einem Supermarkt auf eine Vierjรคhrige ein.
Projiziert man die Zahlen der PKS 2023 unverรคndert auf das laufende Jahr, so wurde statistisch gesehen am 3. April nicht nur das kleine Mรคdchen in der Wangener Norma-Filiale Opfer eines Messerangriffs, sondern 23 weitere Personen in ganz Deutschland. Wie viele der Tรคter waren Migranten? Also nicht einfach nur Auslรคnder, sondern auch solche, denen die Macht des deutschen Passes eine Zugehรถrigkeit zum deutschen Staatsvolk verleiht? Neben 24 schweren oder gefรคhrlichen Kรถrperverletzungen unter Einwirkung von Messern fallen statistisch gesehen zwei Mรคdchen oder Frauen pro Tag einer Gruppenvergewaltigung zum Opfer – ein Delikt, dass vor einigen Jahrzehnten in Deutschland noch praktisch unbekannt war.
Man darf, wie schon bei Messerdelikten, auch hier einen Anstieg vermuten โ die Masseneinwanderung setzt sich ja ungehemmt fort, รผbrigens nicht nur 2015 angestoรen von der CDU-Schwarmkรถnigin, sondern auch weiterhin tatkrรคftig unterstรผtzt durch CDU-Apparatschiks, etwa den Chef des Verfassungsschutzes, Thomas Haldenwang, dem die ehrenvolle Aufgabe zukommt, den Widerstand gegen die gewaltsam vollzogene Ersetzungsmigration zu kriminalisieren.
Die verlinkten Dokus zeigen ganz eindrucksvoll, dass Deutschland schon lange vor 2015 kaputt war. Die Altparteien hatten schon damals keine adรคquate Antwort auf Straรenkriminalitรคt, Problemviertel und zerrรผttete Familien. Die SPD nahm diese Erscheinung allenfalls zum Anlass die von ihr dominierte Sozialindustrie aufzublรคhen, der phlegmatischen CDU war das alles einfach egal. Jetzt gehรถren solche Szenen hier…
… zum Alltag der spรคten Bundesrepublik. Der Asi ist keine Randerscheinung mehr, er ist allgegenwรคrtig.

