Für Gender Studies latzt der Staat 200 Millionen Euro

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In Deutschland (Stand: 2019) existieren 217 Professuren die sich Vollzeit oder in Kombination mit einem anderen Fachbereich mit „Gender Studies“ befassen. Die Förderquoten sind vergleichbar mit anderen Fächern, was ein Grund dafür ist, warum die Genderwissenschaften in der „Wissenschaftslandschaft verankert seien“, so die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen.

Nach einem älteren Bericht des Magazins „Forschung und Lehre“ existieren in Deutschland noch lediglich 113 Professuren für Altphilologie und damit weniger als halb so viele Lehrstühle im Bereich Latein und Altgriechisch. Auch ist die Zahl der Genderprofessoren etwas größer als die der Pharmazieprofessoren, die deutschlandweit mit 191 Lehrstühlen vertreten sind.

Die Zahl der Genderprofessoren stieg innerhalb der letzten zehn Jahre aufgrund massiver staatlicher Förderung rasant an: Das sogenannte „Professorinnenprogramm“ läuft beispielsweise seit 2018 und wird bis mindestens 2022 fortgesetzt. Damit soll insbesondere die Zahl der Professorinnen auch im Bereich der Geschlechterforschung angehoben werden.

In der aktuellen Programmphase stehen Mittel des Bundes in Höhe von 200 Millionen zur Verfügung, wie die “Epoch Times” berichtet. Das Ziel der Programmförderung: Eine „stärkere Fokussierung auf die Personalentwicklung und –gewinnung, insbesondere des weiblichen Wissenschaftsnachwuchses auf dem Weg zur Professur.“ Speziell an die “Genderstudies” flossen allein 2017 knapp eine Million Euro.

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Um diese Zahlen einzuordnen: 200 Millionen Euro ist die Summe, die der Bund aktuell für die zerstörten Existenzen der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westphalen bereitgestellt hat. Die Länder steuern ebenfalls 200 Millionen Euro bei. Der konkrete Schaden, den die Wassermassen verursachten, ist derzeit noch nicht zu beziffern.

Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft, geht allerdings davon aus, dass der Gesamtschaden höher liegt als bei der Katastrophe im Jahr 2002. Damals kam es zu Schäden in Höhe von fast 5 Milliarden Euro.

Ein anderer Vergleich: 2019 zahlte ein Deutscher im Pro-Kopf-Durchschnitt 3.724 Euro Steuern. Demnach benötigt man 53.705 Deutsche, um das Programm der Bundesregierung zu finanzieren.

Anmerkung: In der ersten Fassung des Artikels wurde nicht explizit betont, dass die 200 Millionen Euro auch für mehr weibliche Professoren in anderen Fachbereichen ausgegeben werden. Das haben wir jetzt berichtigt.

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