“Gruppendynamische Prozesse” in Heide

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Aus der schleswig-holsteinischen 21.000-Einwohner-Stadt Heide kursiert ein Video in den sozialen Medien, in welchem eine 13-Jährige von einer schätzungsweise zehnköpfigen Gruppe gequält wird. Ob wir bei den Tätern von erlebnis- oder lediglich spaßorientierten Jugendlichen sprechen, konnte noch nicht abschließend geklärt werden. Das Kind wird von seinen Peinigern der Reihe nach geschlagen, wobei es angewiesen wird, die Augen geschlossen zu halten, und aggressiv bezichtigt wird, dem zuwiderzuhandeln; das Mädchen wird bespuckt, ihre Haare werden angezündet und Zigaretten auf ihrem Körper ausgedrückt.

Das Video zeigt lediglich einen kurzen Ausschnitt ihres über Stunden andauernden Martyriums. Gegen Ende des Videos kommt ein Passant vorbei, woraufhin die vorwiegend weiblichen Täterinnen so tun wollen, als würden sie das „wegen Liebeskummer“ aufgelöste Kind trösten. Sie drohen ihm dabei, es „behindert zu schlagen, sollte es nicht mitspielen.

Die Behörden fordern, wie man sich denken mag, das Video keinesfalls weiterzuverbreiten. Polizeisprecherin Astrid Heidorn spricht übrigens unironisch von „gruppendynamischen Prozessen“, die zu der Foltersession geführt haben. Manchmal vergisst man in seiner Blase, dass der Scheiß, über den man sich bei uns nur lustig macht, in der Normie-Welt ernsthaft aufgetischt wird. Ob sich, wie in Linz, weshalb man dort Silvester absagen musste, „das Freizeitverhalten“ der Heider Jugendlichen „geändert“ hat, teilte man uns noch nicht mit.

Der Tätermob bestand aus einem bunten Mix aus Migrantenkindern sowie deutschen Mädchen, die sich jedoch wie Migrantenkinder kleiden, bewegen und artikulieren. Ansonsten, so vermute ich, könnte man wohl selbst bald an der Reihe sein. Die einzige Person, die in ihrer Ausdrucksweise nördlich eines Sprachniveaus von B1 angesiedelt ist, ist das Opfer.


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Ich bin in Krefeld und Köln groß geworden, zwei Dreckslöchern vor dem Herrn. Stand 2019 hatten in ersterer Stadt 37,5 Prozent einen Migrationshintergrund. Gruppendynamische Vorgänge dieser Art sind mir also von Kindesbeinen an nicht gerade fremd, es kam durchaus vor, dass man sich unprovoziert ein blaues Auge fing, und willkürliche Boxer auf den Oberkörper waren vor allem für sogenannte Scheiß-Kartoffeln schon damals Alltag. Mein persönliches Highlight war eine Spuckattacke, deren (für mich) ungünstige Flugbahn den Weg in meinen Mund fand. Mein Ketzerkirchen-Kollege Clownie weiß aus seiner Kindheit von einer Mädchengruppe der üblichen Couleur zu berichten, die ihn als kleines Kind verfolgt und erbarmungslos zusammengeschlagen hat. Die Mädchen in Krefeld waren in meiner Erinnerung damals noch nicht so brutal drauf, und auch Kopftücher waren trotz hohen Migrantenanteils im Vergleich zu heute vor 15 Jahren noch verhätlnismäßig selten.

Inzwischen haben die Migranten eine Dominanz entwickelt, die dazu führt, dass deutsche Kinder zunehmend versuchen, als einer von ihnen durchzugehen. Ali ehrenhalber oder Opfer, das scheinen vielerorts die einzigen Auswahlmöglichkeiten zu sein. In sozialen Medien wird daher verständlicherweise viel darüber diskutiert, wie man seinen eigenen Kindern dieses Schicksal ersparen kann. Kampfsport ist ein häufiger und sicherlich sinnvoller Vorschlag.

Aber meine erste Devise lautet: Halt sie verdammt nochmal fern von Gebieten mit einem hohen „Gruppendynamikhintergrundanteil“. Der Osten, vor allem die ländlichen Regionen dort, sind verlockend wie nie, zumal man mit einer Konzentration Konservativer dort gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt: die Landtagswahlen eintüten, was auf kurz oder lang einen Dammbruch herbeiführen könnte, und dem Nachwuchs das eine oder andere Trauma ersparen. Nur wunderbar nach Gewürzen duftet es dann nicht mehr. Denn die 13-Jährige aus dem Video kann jetzt immerhin lecker Falafel-Sandwich essen gehen. Was tatsächlich relativ geil ist.

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