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Humboldt-Uni: Woko Haram boykottiert TERF

7. Juli 2022

Interessante Ereignisse haben sich in der letzten Woche an der Humboldt-Universität abgespielt. Die Biologin und Feministin Marie-Luise Vollbrecht gedachte am Samstag, dem 2. Juli, einen Vortrag an besagter Universität zu halten, welcher sich mit der evolutionären Entwicklung der Zweigeschlechtlichkeit bei höher entwickelten Tieren beschäftigte. Wie nicht anders zu erwarten, bekam das Vorhaben Gegenwind seitens der „woken“ Linken und Trans-Demagogen, die die Zweigeschlechtlichkeit des Menschen leugnen und auflösen wollen. Die Humboldt-Universität reagierte ebenfalls auf eine nicht unerwartete Weise: Sie sagte den Vortrag ab – aus „Sicherheitsgründen“, wie es heißt. Vollbrecht ließ sich das nicht gefallen, veröffentlichte den Vorfall auf Twitter und ließ schließlich ihren Vortrag auf YouTube streamen – dieses Video wurde nun von bis zu 100.000 Leuten gesehen; das ist circa das Tausendfache derjenigen, die den Vortrag verfolgt hätten, hätte er wie geplant stattfinden können.

Was darauf folgte, war ein medialer Kleinkrieg zwischen sogenannten „TERFs“ (was ist das denn schon wieder?! „Transexclusive radical feminists“ – kurz gesagt: Feministen, meistens aus der zweiten Welle stammend, die das Transentum ablehnen) und den „Woken“, der nicht nur auf Twitter sein Schlachtfeld suchte, sondern auch in Zeitungen wie der „Zeit“ ausgetragen wurde. Damit geriet dieser Streit in einen nicht zu ignorierenden medialen Fokus. Und während die TERFs vehement auf den zwei Geschlechtern der menschlichen Spezies beharren, gelten eben jene für die Woken als altbacken, „konservativ“, ja gar als Steigbügelhalter der Rechten – zu meinem Ärgernis meine ich in diesem Zusammenhang auch das Wörtchen „reaktionär“ wieder gelesen zu haben. Jaja, so weit ist es gekommen: Die vollständige Emanzipation der Frau anzuerkennen, wobei nur Frauen Frauen sein können, gilt heute schon als „reaktionär“.

So weit, so amüsant, doch was bedeutet das für uns? In erster Linie stellt sich die Frage: Sind TERFs geeignete Verbündete? Wohl kaum. Erstens wollen viele von ihnen gar nichts mit Rechten zu tun haben, zweitens dürfen wir ja wohl nicht vergessen, dass wir es immer noch mit linksradikalen Feministen zu tun haben. Mit solchen Leuten verbrüdert man sich nicht, haben sie uns doch ebenso hart bekämpft, wie es die Woken nun mit ihnen tun. Eher sollten wir uns zurücklehnen und die Schlammschlacht genießen – ja, eher noch Öl ins Feuer gießen. Die TERFs ließen sich für die Schwächung des linken Lagers doch gut ausnutzen, oder nicht? Sie wären der ideale Keil, um zumindest einen kleinen Riss in die gegnerischen Reihen zu reißen. Ideales Kanonenfutter also.

Hinzu kommt, dass einige TERFs glauben, die Woken könnten mit Argumenten überzeugt werden. Das wollen sie nicht. Man kann noch so viele Vorträge über die Zweigeschlechtlichkeit oder über Geschlechtsdimorphismus halten, es wird sie nicht interessieren. Die TERFs stehen ihren machtpolitischen Zielen im Weg, deshalb gehören sie beseitigt. Wie in den letzten Kolumnen herausgestellt, arbeiten die Woken an der Auflösung der Geschlechter, da sind Vorträge dieser Art eher hinderlich. Deshalb – weg damit. Es geht hier um Macht, nicht um ehrlichen Austausch. Das sollten alle mal langsam begriffen haben…

Wie oben angedeutet, hält sich mein Mitleid mit den TERFs in Grenzen. Ihnen haben wir es zu verdanken, dass das geistige Nest, in dem der Wokismus ausgebrütet wurde, erbaut worden ist. Und das sollen sie ruhig zu spüren bekommen. Nur weil Stalin Trotzki bekämpft und besiegt hat, muss man noch lange kein Mitleid mit dem Eispickelschädel aufbringen, nicht wahr? Daher meine einzige Frage, die ich an die TERF-Fraktion zu richten habe: Wie fühlt es sich an, von der eigenen Revolution gefressen zu werden?

Fridericus Vesargo

Aufgewachsen in der heilen Welt der ostdeutschen Provinz, studiert Vesargo jetzt irgendwas mit Musik in einer der schönsten und kulturträchtigsten Städte des zu Asche verfallenen Reiches. Da er als Bewahrer einer traditionsreichen, aber in der Moderne brotlos gewordenen Kunst am finanziellen Hungertuch nagen muss, sieht er sich gezwungen, jede Woche Texte für die Ausbeuter von der Krautzone zu schreiben. Immerhin bleiben ihm noch die Liebesgrüße linker Mitstudenten erspart…

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