Klimagipfel in Glasgow

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Vom 31. Oktober bis zum 13. November tagte die Klimakonferenz „COP26“ der Vereinten Nationen in Glasgow. Rund 200 verschiedene Staaten debattierten zwei Wochen lang über die Klimaziele der Zukunft. Mit von der Partie war auch die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die gleich zu Beginn der Konferenz für Spott und Kritik sorgte.
Während sie einerseits auf dem Klimagipfel mahnte: „Das ist unsere Chance, Geschichte zu schreiben. Mehr noch: Es ist unsere Pflicht, zu handeln“, schrieb sie kurz zuvor vermutlich Geschichte in Sachen unnötige Kurzstreckenflüge. Um die Strecke von Wien nach Bratislava hinter sich zu bringen, nutzt sie am liebsten einen Privatjet. Doch in Glasgow ließ sie nichts unversucht, an die anderen Teilnehmer zu appellieren, für das 1,5-Grad-Klimaziel zu kämpfen. Da kann man auch mal über die kleinen feinen ökologischen Sünden hinwegsehen, wenn es um ein großes Ganzes geht. Immerhin war ihre Crew coronasicher.

Die Klimakonferenz ist vorbei. Am Samstagabend wurde nach vielen hitzigen Diskussionen der „Klimapakt von Glasgow“ verabschiedet. Neben dem Aufruf zum Kohleausstieg enthält der Pakt auch die Forderung, „ineffiziente“ Subventionen für Öl, Gas und Kohle zu streichen. In der Abschlusserklärung bekannten sich die Länder zum gemeinsamen Ziel, die Erderwärmung bei 1,5 Grad stoppen zu wollen. Bis Ende 2022 sollen die Teilnehmerstaaten dazu ihre Klimaschutzpläne verschärfen.

Bis 2025 sollen die Finanzhilfen für arme Staaten, die von Hitzewellen, Dürren, Stürmen und Überflutungen betroffen sind, von 20 Milliarden auf 40 Milliarden US-Dollar verdoppelt werden. Zusätzlich soll ein Geldtopf für arme Staaten eingerichtet werden, auf den zur Beseitigung von Klimaschäden zugegriffen werden kann.

Bis 2030 sollen außerdem die Treibhausgase um 40 Prozent reduziert werden.

Während Greta Thunberg den Inhalt des Klimagipfels auf Twitter mit „Bla bla bla“ kommentierte, kann sich jeder nicht-lastenradfahrende Bürger schon einmal warm anziehen. Schon jetzt gehen die Strom‑, Öl‑, Gas‑ und Benzinpreise durch die Decke, und anstatt in sinnvolle Alternativen zu investieren, werden nur noch mehr Länder zum Kohleausstieg genötigt. Lustigerweise war vom Atomausstieg keine Rede.

Während für die immer noch schwer verwüsteten Überflutungsgebiete in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gerade mal ein Bruchteil an Geld lockergemacht wurde, sollen demnächst noch mehr Gelder in arme Staaten zur Klimarettung fließen.

Elfenbeinturm-Politiker wie von der Leyen können weiterhin mit dem Privatjet jede Distanz fliegen, und der einfache Bürger aus dem ländlichen Raum kann schauen, wo er bleibt, wenn ein voller Tank über 100 Euro kostet.

1 Comment

  1. Das sind allerdings richtige Aspekte. Und ohne den Einsatz der Kernenergie wird D es sowieso nicht schaffen. Das haben andere Indutrieländer längst erkannt. Account № 7 (Twitter @s57174707)

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