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Krautzone-Fan und doch Zweifel?

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 Sie kennen unsere Seite und lesen unsere Beiträge? Am Wochenende, wenn die Redaktion fleißig gearbeitet hat, stürzen Sie sich auf die Podcasts und genießen jede Minute feinster heteronormativer Hetze gegen alles was da kreucht und fleucht und von unseren Steuergeldern lebt?

Aber dann, irgendwann, liegen Sie grübelnd im Bett, und fragen sich: „Haben die Jungs vielleicht doch unrecht? Ist soziale Gerechtigkeit etwas Gutes? Sollte Annalena Baerbock Kanzlerin werden?“ Fassen wir zusammen: Sie sind Krautzone-Fan und haben Zweifel…

Dann hat unsere Bundesregierung jetzt eine Lösung für Sie. Es gibt ein Aussteiger-Programm für Krautzone-Fans, gefördert vom Bundesministerium für Familie und Gedöns und anderen staatlichen oder quasistaatlichen Akteuren. Also Akteuren, die anderer Leute Geld ausgeben, und davon leben können.

Das Aussteiger-Programm mit dem Namen „Nordverbund Ausstieg Rechts“ wird mittlerweile jedem maßgeschneidert vorgeschlagen, der „Krautzone“ googelt. Das ist recht merkwürdig, da wir auf der Seite mit keinem Wort erwähnt werden.

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Die Verantwortlichen haben eine Google-Anzeige geschaltet, die auf Platz 1 kommt. Ein Glück. Denn da wir als Menschenfischer für unsere krakenhafte Propaganda bekannt sind, werden die Nicht-100-Prozentigen statt Rosipals rechter Hetze und Fechters fachmännischer Propaganda als erstes auf den „Nordverbund“ klicken und sich Hilfe holen. Puhh, gerade noch rechtzeitig abgebogen.

Hinter dem „Nordverbund“ steht das „Christliche Jugenddorfwerk Deutschland“, ein gemeinnütziger Verein in Berlin (welcher Verein ist das eigentlich nicht?). Der wiederum wird nicht nur vom Bundesfamilienministerium gefördert, sondern von ziemlich vielen „Akteuren“. Sage und schreibe zehn Förderer sind offen auf der Seite gelistet, die beim Krautzone-Ausstieg mit Krautzone-Steuergeldern helfen.

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Wie groß der Verein ist und wie er sich genau finanziert, ist schleierhaft. Auch weiß man nicht, wie viele „Aussteiger“ er betreut und ihnen seelischen Beistand leistet. Oder womöglich Tipps gibt, wie man sich endgültig aus unserer „extrem rechten Szene“ loslösen kann.

Kleiner Tipp: Auf dem Social-Media-Portal deiner Wahl auf „gefällt mir nicht mehr“ oder „deabonnieren“ klicken. Hannes kommt auch nicht mit einem Baseballschläger zu Ihnen nach Hause. Versprochen. Auch unser Abo kann man ganz einfach kündigen und Sie werden auch nicht hinter Gitter kommen, wie beim Streit mit anderen medialen Anbietern.

Wer trotzdem professionelle Staatshilfe braucht, kann sich über anonyme Chat- oder Telefontermine beim „Nordverbund“ melden. Achtung: Wenn Sie aus der extrem rechten Krautzone aussteigen möchten und nicht mehr beim paramilitärischen Terroristencamp oder den rechtsextremen Aufnahmeritualen mitmachen wollen, könnten Sie vielleicht doch an der falschen Adresse sein.

Da wir unseren Sitz in Nordrhein-Westfalen haben, gehören wir nicht zum Einzugsgebiet des „Nordverbund Ausstieg rechts“. Dementsprechend empfehlen wir Ihnen „Spurwechsel“, der zwar nicht auf Krautzone-Ausstiege maßgeschneidert ist, dafür aber in NRW zuständig.

Sollten Sie es doch beim „Nordverbund“ versuchen: Aufgepasst! Denn der Nordverbund macht gar keine Beratung, sondern ist nur der Verbund der Beratungsstellen. Zuständig sind die Partnerprogramme der einzelnen Bundesländer. Was also der „Nordverbund“ überhaupt arbeitet? Keine Ahnung.

Da aber auch der „Nordverbund“ und seine Partnerprogramme von „keiner Ahnung“ ziemlich viel haben, brauchen Sie dringend Verstärkung. Auf 30-Stunden-Basis suchen Sie einen Mitarbeiter, der beim Projekt „RAUSzeit –Zivilgesellschaftliche Ausstiegsberatung im Feld Rechts-extremismus“ mitmischen soll.

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Auch ist der Erfolg des „Nordverbundes“ für jeden erkennbar. Der supertolle Imagefilm mit einer guten Minute Länge hat 141 Aufrufe, mindestens 20 davon sind von uns. Der „Nordverbund“ selbst hat auf YouTube ganze 5 Abonnenten.

0 Comments

  1. Der Nordverbund ist für mich persönlich wirklich eine große Hilfe gewesen. Als Krautzone Leser hatte ich tatsächlich Zweifel, denn das Print-Magazin strotzt nur so von Hetze. Und es wurde immer mehr gepöbelt und gegen Minderheiten geschossen. Dank des tollen Engagements des Nordverbundes konnte ich diesem Teufelskreis entkommen. Die Mitarbeiter des Nordverbundes sind Vollprofis und konnten mich auch über die rechten Machenschaften in den Neuen Medien aufklären. Unglaublich, was dort alles von der Krautzone im Internet verbreitet wird! Durch das Fördergeldprogramm konnte ich mir endlich einen Breitband Internetanschluß zulegen, von der "RAUSzeit Ausstiegsberatung" gab es dazu noch ein gratis Tablet und ein kostenloses Smartphone (zumindest ein refurbished Modell aus dem Vorjahr). Von nun an kann ich die wertvollen und absolut sehens- bzw. hörenswerten Beiträge der Krautzone immer und überall geniessen. Vielen Dank lieber Nordverbund, nun kann ich mich auch digital von der Krautone verführen lassen. Toll dass es euch gibt. Bitte weiter so! Man kann die Jugend gar nicht genug über die tolle Qualität dieses auftrebenden Magazines und deren Wurlitzerpreis-verdächtigen Redakteure aufklären. Mein Selbstwertgefühl ist enorm gestiegen, seit dem ich mich als Abonnent auf youtube, telegramm und odysee endlich dazugehörig fühle und mich als Teil dieser neuen Bewegung sehe. Vom Arbeitsamt gab es sogar grünes Licht für die Anschaffung von Kaiser Chillhelm Produkten, schliesslich muss mein Weg zurück in die Gesellschaft wohlwollend unterstützt werden. Mein Bewährungshelfer stand der Sache anfangs etwas kritisch gegenüber – doch ein Wüstenfuchs Abo der Krautzone hat bisher JEDEN überzeugen können. Derzeit plane ich mein abgebrochenes Studium der Arabistik wieder aufzunehmen. Ein tolles Gefühl. Mein großes Vorbild ist nämlich Sawsan Chebli. Die hat es auch geschafft, sich von dieser ganzen linksradikalen Sache zu lösen und macht heute konservative Politik für echte Bio-Deutsche. Seit ein paar Monaten bin ich in der AfD vollwertiges Mitglied. Ich wurde sogar schon in den Kreisverband Olpe-Süd gewählt, wo ich als Schriftführer meine Arabistik Kenntnisse sofort umsetzen kann. Nächste Woche gründe ich den Flügel "Moslems in der AfD". Eine ganz heiße Sache. Ich hoffe der Nordverbund unterstütz dieses Anliegen auch weiterhin. Zum Schluss noch ein ganz persönlicher Gruß an einen Mitarbeiter dieser Hilfsorganisation: Haukke-Thorben, die nächtlichen Gespräche mit Dir in Yussef’s Teebar waren sehr berührend. Natürlich werde ich zur Hochzeit deiner 14-jährigen Schwester mit Yussef kommen. Darf ich meinen neuen Lebenspartner Adolf auch mitbringen? Er kommt aus der rechten Gay Community und möchte sein Fascho-Ding endlich auch mal abschütteln.

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