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Plagiatoren müssen zusammenhalten – Giffey springt Baerbock bei

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Während Italien sich gestern Abend im Elfmeterschießen mit 3:2 gegen die Engländer durchsetzte und somit die Fußball-Europameisterschaft 2020 für sich entschied, verloren die Grünen in den letzten Tagen weiter an Prozentpunkten in den Umfragen.

Falsche Angaben im Lebenslauf und Plagiatsvorwürfe wegen ihres jüngst veröffentlichten Buches “Jetzt” machen der Grünen Kanzlerkandidatin zu schaffen. Was im Mai bei Ankündigung der Kandidatur von Annalena Baerbock rosig begann und den Grünen und ihr viel Rückhalt in den Medien verschaffte, bröckelte in den letzten Tagen und Wochen enorm. 

Selbst das “ZDF” berichtet inzwischen nicht mehr positiv von Annalena und sogar der Autoverleiher Sixt verspottet die Grünen-Politikerin mit dem Werbeslogan “Sie verwenden ungern Eigenes?” auf einer Werbegrafik zum Carsharing.

Doch jetzt meldet sich eine Expertin zu Wort und nimmt Annalena Baerbock in Schutz vor öffentlichen Anfeindungen. Die SPD-Politikerin Franziska Giffey steht schon seit Längerem unter Verdacht Passagen ihrer Dissertation abgeschrieben zu haben.

Vor Kurzem, natürlich recht nah gelegen an der parlamentarischen Sommerpause und nicht weit entfernt von den Bundestagswahlen im September, legte sie ihr Amt als Bundesfamilienministerin nieder und reichte das Zepter weiter an die Justizministerin Christiane Lambrecht. 

In einem Interview mit “Der Tagesspiegel” kritisierte Franziska Giffey kürzlich den Umgang mit Plagiatsvorwürfen bei Politikern. Vor allem Frauen würden bei Plagiatsverdacht besonders scharf behandelt und zu “Freiwild […] für jede Form des Angriffs, der Diffamierung und der rücksichtslosen Hetze”.

Wieso sollte man auch kompetente Frauen wie Giffey und Baerbock, “die ihr Leben, ihre Kraft, ihre Nerven, ihre ganze Arbeit für ein politisches Amt zur Verfügung” stellten, kritisieren aufgrund ein paar ärgerlicher Abschreibefehler?! 

Doch es ist anzunehmen, dass weder der Grünen- noch der SPD-Politikerin die Inszenierung der Opferrolle dabei helfen, um die Umfragewerte für die Grünen oder gar für die SPD wieder ins Lot zu bringen. Zumindest vorerst. 

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