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Stellt euch kurz vor, sie würden uns nicht hassen

20. Juni 2024

Zwischen der US-amerikanischen Komödie „Weiße Jungs bringen‘s nicht“ und dem mittlerweile gelöschten Tweet der Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Katrin Göring-Eckardt liegen etwa drei Jahrzehnte. In diesen drei Jahrzehnten hat ein Kartell aus Medien-, Kultur- und Politindustrie die sowieso schon unterminierte Selbstgewissheit des weißen Westens völlig zum Einsturz gebracht.

Post hoc rationalisierend ist das vor allem anhand der Medienerzeugnisse gut nachzuvollziehen: Der „black guy“ trumpfte zunächst sachte und humorvoll auf, während dem „white guy“ noch weitestgehend die Rolle als Identifikationsfigur zugestanden wurde. Nach und nach änderte sich dieses Verhältnis aber – seit ungefähr dem Beginn der 2010er wandelt sich der „white guy“ darüber hinaus zum konturlosen Widerling, während dem „black guy“ vor allem mit auf ihn angepassten Geschichtsfilmen die Rolle des heroischen Gepeinigten angetragen wird.

Die Kulturindustrie hat diese Entwicklung stets flankiert, und archetypisch dafür steht eine Rolle, die für jemanden wie Göring-Eckardt auf den Leib geschneidert ist: die protestantische Kirchentagselster, die mit ausgestreckten Armen ihrer überalterten, weißen Schafsherde die Segnungen der Buntheit und Vielfalt verkündet. Weich und einfühlsam predigt sie über das Fremde, kalt und gleichgültig schreitet sie über das Eigene hinweg – vor allem dann, wenn es dem Fremden zum Opfer fällt. Dieser von liberalkonservativer Seite stets kritisierte „linke Doppelstandard“ wird durch einen kulturmarxistischen Forschungsbetrieb sozusagen pseudowissenschaftlich fundiert – Stichwort „Postkolonialismus“ oder „Critical Race Theory“.

Es ist aber schließlich die Politik, die um den unbedarften weißen Bürger die Zange schließt. Das Projekt der Ersetzungsmigration schreitet in so gut wie allen westlichen Ländern mit großen Schritten voran. Die etablierten Parteien lassen sich dabei von keiner Arbeitsmarkt- oder Bildungsstatistik vom Kurs abbringen. Allenfalls widerwärtige Gewalttaten nötigen ihnen Lippenbekenntnisse ab, die sich allerdings nach wenigen Wochen als Makulatur herausstellen. Hier zeigt sich der feine Unterschied zwischen Blödheit und Bösartigkeit – was genau hinderte denn den Bundeskanzler Ende letzten Jahres daran, seine Forderung, dass „wir“ im großen Stile abschieben müssen, in die Tat umzusetzen? Hätten sich seine Umfragewerte nicht schlagartig verbessert, wenn er medienwirksam ein paar Flugzeugen voller Betrügern, Vergewaltigern und Mördern die Starterlaubnis zurück nach Syrien oder Afghanistan gegeben hätte? Nein, das alles blieb aus – wie gesagt: Lippenbekenntnisse –, und das hat einen Grund, den Alice Weidel damals völlig zu Recht ausformulierte: „Diese Regierung hasst Deutschland.“ (Dass dieser immanent wichtige Satz dann vom unfähigen Co-Vorsitzenden der AfD zeredet wurde, steht auf einem anderen Blatt.)

So, damit ist eigentlich alles zu Göring-Eckardt gesagt, die beim Tempo der derzeitigen Entwicklung demnächst ihre antiweißen Tweets nicht mehr löschen muss. Es ist alles zum Kartell gesagt, das nicht nur in Deutschland, sondern im ganzen Westen die angestammten weißen Völker knechtet und deren weiße Kulturen zersetzt, und es ist letztendlich alles zum gestrigen Fußballspiel gesagt: Diverse Werbeträger für Gillette-Rasierer im pinken Trikot gegen die ungarische Nationalmannschaft, 2:0. Mit krähiger Stimme versicherte die Kommentatorin immerzu, wie toll die Pinken gespielt hätten, während der devote Co-Moderator zustimmte. Ja, schön, blabla. Nerv nicht. Glotze aus. Langsam ausatmen und sich vorstellen, da wären nur weiße deutsche Spieler.

1 Comment

  1. ALLES auf Den Punkt gebracht. Wer stopp Diese Mensch gewordene Inkommpetenz ?? Der haben sie doch in der DDR ins Gehirn geschissen. Da sind die synapsen ganz schön durch ein ander gebracht worden

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Autor

Friedrich Fechter

Fechter studiert im Herzen Deutschlands und muss sich an seiner linksversifften Universität den typischen Gängelungen aussetzen. Er interessiert sich für Kunst, Geschichte und ist Meister der Halbsätze. Als Fechter das erste Mal ein Cover der Krautzone sah, hielt er das pixelige Layout für eine durchtriebene Werbestrategie. "Bestimmt", dachte er sich beim Durchblättern, "hier sind verschlagene Profis am Werk."


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