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Überlebenstricks für NRW-Abiturienten: Serverpanne und Ramadan

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Nordrhein-Westfalen gilt nicht zu Unrecht als buntestes Bundesland der Bundesrepublik. Außer den beiden Stadtstaaten Bremen und Berlin kann kaum einer dem bevölkerungsreichsten Bundesland in Sachen Bildung oder im Umgang mit Migration das Wasser reichen. Nirgends sonst könnte es chaotischer laufen. Das machten nicht zuletzt die Ereignisse der vergangenen Woche deutlich. 

Nachdem immer mehr deutsche Innenstädte, allen voran in NRW, zu Waffenverbotszonen erklärt wurden, trug sich vergangene Woche erneut eine Messerattacke zu, diesmal in der Duisburger Innenstadt. Allerdings nicht etwa auf offener Straße, nein. Dort wird schließlich besonders „streng“ kontrolliert, ob jemand ein Messer mit sich führt, im John-Reed-Sportstudio hingegen nicht. So kam es am vergangenen Dienstagnachmittag nicht unweit vom Duisburger Hauptbahnhof in einer Filiale jenes Fitnessstudios zu einem Übergriff mit der Tatwaffe Messer. Vier Personen wurden dabei schwer verletzt. Eines der Opfer schwebt noch immer in Lebensgefahr. Die Tat hatte sich laut Zeugenberichten gezielt gegen diesen 21-jährigen Mann gerichtet. Die anderen drei Opfer waren ihm lediglich zur Hilfe geeilt und durften dafür mit schweren Stichwunden bezahlen. Nach dem mutmaßlichen Täter wurde mehrere Tage lang gefahndet. Augenzeugen beschrieben ihn als jungen Mann mit Vollbart und „südländischem“ Aussehen. Ein Schelm, wer pauschalisiert und etwas Falsches denkt.

Gestern wurde ein 26-jähriger syrischer Staatsangehöriger festgenommen, der noch heute dem Haftrichter vorgeführt wird. Bei ihm fand die Polizei zwei Messer, die als Tatwaffe infrage kommen. Während sich die meisten Menschen im Fitnessstudio im Kampf mit den „gains“ befinden, wird dieser in Duisburg um den Kampf gegen die Messerklinge erweitert und kann auch hier nur als weiterer euphemisierter „Einzelfall“ von Tausenden gewertet werden. Doch das war bei Weitem nicht die einzige Sache, die letzte Woche mächtig schieflief. 


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Vergangenen Montag startete in Nordrhein-Westfalen die Schule nach den Osterferien, und wie sonst auch beginnt zeitgleich die Prüfungsphase im Zentralabitur, zumindest im Normalfall. Als erster Prüfungstermin in den Naturwissenschaften war der 19. April angesetzt. Allerdings konnte der Termin nicht eingehalten werden. Grund dafür war ein fehlerhaftes Update des Download-Servers aus dem Mai 2022, welches zu viele Zugriffe gleichzeitig unmöglich gemacht hatte, so die Aussage der NRW-Bildungsministerin Feller.

Offenbar reichte das knappe Jahr Vorlaufzeit dem Landesbildungsministerium nicht aus, um die Zugriffskapazitäten zu überprüfen, und so wurden die diesjährigen Abiturienten schon vor der ersten Prüfung im Zentralabitur, welches schon Monate zuvor terminiert wird, um zwei Tage vertröstet. 

Am Freitag sodann erfolgte die Prüfung. Jedoch mussten nicht alle Schüler verpflichtend daran teilnehmen. Denn zeitgleich fand zum Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan das Zuckerfest statt. Und so durften sich alle Schüler muslimischen Glaubens aus religiösen Gründen von der verschobenen Prüfung befreien lassen und schreiben am 9. Mai nach. Nicht-Muslime hingegen mussten die Panne und den neuen Termin ohne Alternative einfach hinnehmen. 

Diskriminierung fährt offenbar nur eingleisig. Schon jetzt wurden bereits weitere kleinere Pannen in Bezug auf die Prüfungsaufgaben gemeldet. Teils gebe es fehlerhafte Bilder oder Links. Es bleibt nur abzuwarten, was sonst noch folgt.

1 Comment

  1. Im Grunde sind das gute Nachrichten: Zeigen sie doch zumindest ein Stück weit daß die Agenda vor allem durch deren eigenes Unvermögen ausgebremst wird.

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