Upahl – “Die AfD ist der falsche Weg”

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Am Sonntag veröffentlichte der Kanal „Achtung, Reichelt!“ eine 17-minütige Reportage über das kleine Dörflein Upahl im Nordwesten Mecklenburgs. Das Nest mit seinen circa 500 Einwohnern wurde nämlich dazu auserkoren, neuer Standort eines Containerdorfs für sogenannte Asylbewerber zu werden. Nun, die Gefahr der raschen Überfremdung wohl ahnend, regt sich Widerstand im Dorfe, der von Julian Reichelt und seinem Kamerateam dokumentiert wurde. Natürlich wollen die Bewohner keine Flüchtlingsunterkunft in ihrer Nachbarschaft haben – die allerwenigsten wollen dies, nur sind viele nicht bereit oder ehrlich genug, dies auch zuzugeben –, schon gar nicht, wenn dies die Verdopplung der Einwohnerzahl ihres Heimatortes bedeuten würde. Von der Mainstreampresse werden die Dorfbewohner laut Reichelt mit den üblichen Diffamierungen übergossen: Rassisten seien sie, fremdenfeindlich. Man kennt’s.

Die ganze Sache ist an sich im besten Deutschland aller Zeiten leider keine Besonderheit mehr. Die Politik auf Landesebene setzt sich gerne mal über lokale Befindlichkeiten hinweg, um irgendwohin ihre Asylbewerberunterkünfte zu pflanzen, damit man sich vor den Augen der alles durchsetzenden Gutmenschenkaste vorbildlich präsentieren kann. Der Fall Upahl wird nur deshalb so groß in den Medien präsentiert, da er einerseits von Reichelt dokumentiert wurde, andererseits eine bis dato noch nicht bekannte Änderung mit sich zieht: die Radikalität des Austauschs durch die im Verhältnis zur indigenen Bevölkerung sehr hohe Zahl an Neuankömmlingen.

Besonders frustrierend ist dabei die Reaktion der meisten Ureinwohner Upahls. Als eine Anwohnerin erwähnt, dass die Politik mit ihren Maßnahmen die Leute in die Hände der AfD treibe, entgegnet eine weitere: „Das ist der falsche Weg.“ Sie erfährt Zustimmung von den meisten. Und da frage ich mich dasselbe, was sie sich auch fragt: „Welcher Weg ist dann der richtige?“ Tja, gute Frage. Die restlichen Parteien haben die Anwohner verraten, allen voran – und das mag überraschen – die CDU und die FDP. Die noch linkeren Parteien von den Grünen und den Linken haben, wider Erwarten, zum Teil gegen die Errichtung der Asylunterkunft in Upahl gestimmt. Vermutlich, weil unter ihnen noch ein Teil realitätsnäherer Politiker sitzt? Wer weiß.

Die einzige Partei, die geschlossen gegen das Containerdorf und damit im Interesse der Anwohner gestimmt hat, ist jene, die man meiden soll wie der Teufel das Weihwasser: die AfD. Was also hält die Upahler davon ab, sich zu dieser Partei zu bekennen? Der soziale Druck? Die Medien? Was soll denn noch groß schlimmer werden? Allein der Akt des Widerstands ohne ein Bekenntnis zur bösen Partei reicht offenbar schon aus, um diffamiert zu werden. Warum also nicht den Sprung wagen?



In unserem Lager besteht ja seit jeher die Hoffnung, dass eine Verschlimmerung der Lebensumstände zu einem Umdenken bei den „Normies“ führen müsse, doch der Fall Upahl gibt dieser Theorie einen ordentlichen Dämpfer: Nun soll dein eigenes Dorf mit einer Anzahl an Ausländern geschwemmt werden, du hast sogar Angst, dass eine Tochter Opfer einer Vergewaltigung werden könnte, und dir ist trotzdem die AfD noch zu rechts – ja, deine Tochter hat in der Schule sogar eine Gruppe gegen rechte Gewalt und Rassismus gegründet, so gut bist du eigentlich. Es ist Wahnsinn, wie tief die Gehirnwäsche in den Leuten festsitzt – nicht mal die Bedrohung der eigenen Kinder kann das eingepflanzte Weltbild zertrümmern. Wie soll man da groß eine Chance haben?

Der Frust im rechten Lager sitzt daher entsprechend tief. Ein Teil in mir wünscht den Dorfbewohnern vor lauter Wut den Verlust der Heimat. Wenn nicht mal das sie dazu bewegen kann, von dem bisherigen Weg abzukehren, dann sollen sie eben ausgetauscht werden. Auf der anderen Seite denke ich mir: Die allermeisten Menschen sind eben doch keine vernunftbegabten Wesen, sie wollen geführt werden, und sie werden die meisten politischen Zusammenhänge nie begreifen. Es ist ähnlich wie bei den Corona-Jüngern: Die meisten sind schlicht gefolgt, weil sie nicht anders konnten. Frustriert hat man ihnen unschöne Sachen gewünscht, aber am Ende war stets klar: Sie können ja nichts dafür. Ein Schaf folgt eben seinen Hirten. Von daher heißt es Geduld üben.

Die momentane Politik jedenfalls kennt nur Verlierer: Die Anwohner verlieren ihr Heimat- und Sicherheitsgefühl, das rechte Lager stagniert, da es die Betroffenen nicht zur Loyalität gegenüber der einzigen Partei überzeugen kann, die an den Umständen zumindest ein wenig etwas ändern kann, und selbst die Migranten dürften über ihre Einpferchung in ein enges Containerdorf mitten im Nirgendwo alles andere als glücklich sein – da helfen auch die besten Sozialleistungen nichts. Lange kann das alles nicht mehr gut gehen. Andererseits: Das sagen wir ja bereits seit acht Jahren. Wer weiß, wie lange das Schauspiel noch anhält. Wenn der Vorhang fällt, müssen wir uns für den Applaus bereithalten, doch bis dahin kann es noch ein Weilchen dauern. Tja, schauen wir mal. Meyn Geduld hat Ursach.

4 Comments

  1. Die werden erst wach, wenn die eigene Tochter gruppenvergewaltigt und / oder gemessert wurde. Und selbst das ist noch ein unwahrscheinliches Szenario. Jeden Abend bei ARD und ZDF in der ersten Reihe zu sitzen und sich morgens Hayali und die anderen Pfeifen anzutun, hält nur ein(e) blinde(r) Taubstumme(r) auf Dauer ohne geistigen Schäden aus.

    • Ich glaube hier einen massiven geistigen Schaden bei dir zu erkennen, wenn du schon in solchen Dimensionen denkst, dass die Gruppenvergewaltigung der eigenen Tochter eine künftige Tatsache ist. So schreibt jemand der geistig bereits über den Bock gebrochen wurde. Deswegen sind ARD und ZDF auch weiterhin Bestandteile deiner Weltsicht.

  2. ist das wirklich die Haltung der lokalen Bevölkerung?
    Oder nur das was uns die Büttelmedien als Haltung der lokalen Bevölkerung präsentieren?
    Oder das was die lokale Bevölkerung (bzw. Teile davon) glaubt gegenüber den Büttelmedien überhaupt sagen zu dürfen?

    Halte ja selber nicht viel von der AfD (Distanziereritis sei Dank), aber unter Blinden ist derjenige König der wenigtens als Einzigster Hell und Dunkel unterscheiden kann.

  3. Es ist hierzulande nicht möglich, das Thema zu besprechen, ohne daß man von der einen oder anderen Seite beschimpft wird. Wird gesagt, daß man zu viele Fremde nicht haben möchte, wird man als Nazi bezeichnet, sagt man, daß Fremde angesiedelt werden sollten, wird man als linker Globalist eingetütet. Im Grunde genommen, sind alle Argumente seit Jahr und Tag bekannt und eine ergebnisoffene Unterhaltung wird doch nicht mal mehr gewünscht. Jeder lauert beim Gegenüber auf ein bestimmtes Wort oder einen bestimmten Satz, um die gewohnten und tausendmal vorgebrachten Einwände ein weiteres mal loszuwerden. Das ist keine Diskussion, sondern nur noch eine Art Kampfritual.

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