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„Femizid“ statt Ehrenmord – ZDF löst im Handstreich das Problem der importierten Gewalt

30. August 2021

In den letzten Jahren hat sich die Diskussions- und Debattenkultur über das Thema „Rassismus“ immer weiter zugespitzt. Der politische Diskurs wurde fortlaufend emotional aufgeladen.

Dass das Zigeunerschnitzel fast nur noch ohne die Zigeuner serviert wird und sämtliche „Mohren“- Apotheken zur Anbiederung an die #blacklivesmatter-Bewegung umbenannt wurden, liegt schon länger im Trend. Auch dass dunkelhäutige Menschen von couragierten Mutbürgern lieber als „People of colour“ bezeichnet werden, ist inzwischen Gang und Gäbe.

Doch der Kampf gegen Diskriminierung hat längst neue Züge angenommen. Nicht nur Bezeichnungen vermeintlicher Personengruppen können rassistisch sein, jeder Begriff, der kulturell konnotiert ist, trägt einen Beitrag zur Benachteiligung von Minderheitengruppen bei. 

Ein Wort, das zuletzt auf der Abschussliste stand, war „Curry“. Grund dafür war der Einwand einer Foodbloggerin, die beklagte, dass dieses immer als Sammelbegriff für die indische Küche benutzt werde, dabei ändere sich das Essen in Indien etwa alle hundert Kilometer. Der weiße Mensch sei einfach nur zu faul sich intensiv mit nicht-westlicher Kultur auseinander zu setzen.

Doch nicht nur in Sachen Kultur, besonders im Hinblick auf Straftaten wird von couragierten Menschen in die Tasten gehauen, sobald eine Täter-Fahndung wieder zu detailliert ist. Es folgt die Empörungswelle bei einschlägigen Phantombildern oder der Namensnennung von Tätern ausländischer Herkunft.

In Wien stürmte Anfang Juli eine Gruppe radikaler Feministen die Redaktion von „OE24“. Grund dafür war die angeblich sexistisch und vor allem rassistische Berichterstattung über den Mord an der 13 jährigen Leonie in der Donaustadt.

Wird ein Migrant im Zuge einer Straftat zum Opfer oder zum rettenden Helden, kann die Herkunft in den Medien nicht oft genug betont werden. Ist der Migrant jedoch der mutmaßliche Täter, wird gerne verschleiert und beschwichtigt, was das Zeug hält. Es handelt sich dann um einen „Mann mit deutschem Pass“ oder gerne einen psychisch Verwirrten. Dabei hatten im vergangenen Jahr 33,7 Prozent aller erfassten Straftäter in der Bundesrepublik nicht einmal die deutsche Staatsangehörigkeit.

Nun schaltet sich das ZDF erneut in die Debatte ein. „Ehrenmorde“, „Familiendrama“ oder „Sex-Attacke“, all diese Begriffe seien nicht nur problematisch, sondern auch noch rassistisch. Man solle, um rassistischen Ressentiments entgegen zu wirken, besser von heimtückischer und vorsätzlicher Tötung sprechen oder von „Femiziden“.

Erst kürzlich wurde eine Afghanin in Berlin von ihren beiden Brüdern umgebracht, weil sie sich für ein Leben ohne Kopftuch entschieden und ihren Ehemann verlassen hatte. „Das mit den Frauen ist bei uns anders als bei euch. Eine Frau ist wie eine Mitarbeiterin, die macht den Haushalt, kocht und kümmert sich um die Kinder.“ – dies soll einer der Beschuldigten bei der polizeilichen Vernehmung geäußert haben.

Ein Mord, der sich aufgrund der kulturell unterschiedlichen Auslegung des Ehebegriffs ereignete, wird zur „vorsätzlichen Tötung“, um keinen Rassismus zu fördern. Geht es aber um den Muezzin-Ruf am Morgen oder das Zuckerfest, so wird aus Kultursensibilität für Akzeptanz geworben. Und dank ZDF all das auf Kosten des ungebeten Rundfunkbeitrag-Zahlers.

Autor

Reinhild Boßdorf

Reinhild ist bei der Fraueninitiative "Lukreta" aktiv und betreibt einen eigenen YouTube-Kanal. Ihre Themen sind moderner Feminismus, importierte sexuelle Gewalt und Weiblichkeit. Sie bewegt sich meist in heteronormativ-sexistischen Kreisen, backt gerne Kuchen und wird von linken Steuergeldprofiteuren als “unauffällig, aber zentral für das rechte Netzwerk” beschrieben.


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