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Politik verschließt Augen: Gewalt gegen Frauen nimmt weiter zu

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Der internationale Tag zur Beseitigung der Gewalt an Frauen wurde 1960 zum ersten Mal von den Vereinten Nationen ausgerufen, nachdem in der Dominikanischen Republik drei Frauen ermordet worden waren. Seitdem ist der 25. November ein Aktionstag, der vor allem staatliche Akteure an ihre Verantwortung für den Schutz von Frauen und Mädchen erinnern soll.

Doch wo sind diese staatlichen Akteure, wenn man sie braucht?

Sechzig Jahre später und angekommen im 21. Jahrhundert, sind es nicht mal mehr nur die Morde in der fernen Karibik, die einem aufzeigen sollten, dass Gewalt an Frauen noch immer ein aktuelles Thema ist. Es reicht allein ein Blick in die BKA-Statistik aus dem Jahr:

In Deutschland wurden im vergangenen Jahr etwa 69.881 Sexualdelikte angezeigt, davon wurden allein 15174 in Nordrhein-Westfalen erfasst. Damit stiegen die Fallzahlen um fast 6.000 Fälle gegenüber 2018.

Die häusliche Gewalt nahm in den vergangenen Jahren rasant zu. 2019 wurden mehr als 140.000 gewalttätige Übergriffe in Partnerschaften angezeigt. Achtzig Prozent der Opfer waren weiblich. 33 Prozent der Täter waren Migranten. Diese wiederum machen gerade einmal zwölf Prozent der Gesamtbevölkerung aus, wodurch sie fast dreifach überrepräsentiert sind.

Auch die Frauenhäuser in Deutschland sind überfüllt. Siebzig Prozent ihrer Bewohnerinnen haben einen Migrationshintergrund.

Laut Angaben des Bundesgesundheitsministeriums leben in Deutschland inzwischen über 68.000 Frauen und Mädchen, die Opfer von Genitalverstümmelung wurden.

Alle 72 Stunden wird eine Frau getötet

In Deutschland wird alle 72 Stunden eine Frau ermordet. Femizide sind in der Bundesrepublik gang und gäbe. Im vergangenen Jahr sind 135 Frauen und 15 Kinder von ihren Ex-Partnern aus dem Leben gerissen worden. 63 Frauen wurden bei Mordversuchen zum Teil schwer verletzt.

Um am heutigen Tag ein klares Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen, kündigten etliche Städte an, sich an der Kampagne „Orange your city“ zu beteiligen. Dabei sollen im Dämmerlicht etliche Gebäude orange leuchten, um auf Gewalt an Frauen aufmerksam zu machen.

Leere Worte, hohle Gesten

Als Antwort auf all das Leid, dem Frauen tagtäglich ausgesetzt sind, folgt wieder einmal nur eine Präventionskampagne, um den westlichen Wohlfühlmoment hervorzurufen.

Und was machen Politiker und Feministinnen alternativ? Anstatt über die realen und alltäglichen Probleme und Gefahren für Frauen und Mädchen zu sprechen, debattierten die Altparteien in der vergangenen Woche erneut über die Frauenquote in Unternehmen und Feministinnen und selbsternannte Frauenrechtler diskutierten über das für und wider von heterosexuellen Cis-Männern in Frauenkleidern auf dem amerikanischen Vogue-Cover.

Auf Nebenschauplätzen geht es heiß her, während wahrhaftige Themen unter den Tisch gekehrt werden. Wir brauchen keine pseudobetroffenen Lichterspiele, sondern einen veränderten politischen Kurs. Lasst uns am heutigen Tag die Stimme erheben für jene Frauen, die sonst nicht gehört werden!

6 Comments

  1. „Rechtsextremismus und Rassismus, Antisemitismus, Muslimfeindlichkeit und alle anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit haben keinen Platz in Deutschland.“ so der Text eines Regierungsmitglieds zur gestrigen Genehmigung von einer Milliarde Euro für den "Kampf gegen rechts" – auch hier ist die Wortwahl entlarvend: es heißt gegen "rechts" – nicht gegen "rechtsextrem". Obwohl die Anzahl der linksextremistischen Taten überwiegt, wird dieser komplett außen vor gelassen. So ähnlich läuft es auch bei der Gewalt gegen Frauen, hier wird auch nicht analysiert, welche Ideologien und patriarchalischen Strukturen dafür verantwortlich sein könnten.

  2. „Rechtsextremismus und Rassismus, Antisemitismus, Muslimfeindlichkeit und alle anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit haben keinen Platz in Deutschland.“ so der Text eines Regierungsmitglieds zur gestrigen Genehmigung von einer Milliarde Euro für den "Kampf gegen rechts" – auch hier ist die Wortwahl entlarvend: es heißt gegen "rechts" – nicht gegen "rechtsextrem". Obwohl die Anzahl der linksextremistischen Taten überwiegt, wird dieser komplett außen vor gelassen. So ähnlich läuft es auch bei der Gewalt gegen Frauen, hier wird auch nicht analysiert, welche Ideologien und patriarchalischen Strukturen dafür verantwortlich sein könnten.

  3. Man importiert Menschen aus einer mittelalterlichen Kultur die zum Großteil die Sharia für wichtigen halten als das Grundgesetz und deren Frauenbild entsprechend ist und die ggü. Minderheiten auch wenig Toleranz zeigen. Statt diese Thematik klipp klar anzusprechen verschließt man einfach die Augen denkt man könnte durch Integrationskurse das Problem lösen, das ist naiv und gefährlich.

  4. Man importiert Menschen aus einer mittelalterlichen Kultur die zum Großteil die Sharia für wichtigen halten als das Grundgesetz und deren Frauenbild entsprechend ist und die ggü. Minderheiten auch wenig Toleranz zeigen. Statt diese Thematik klipp klar anzusprechen verschließt man einfach die Augen denkt man könnte durch Integrationskurse das Problem lösen, das ist naiv und gefährlich.

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