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Ein anderes Verständnis von Fitness

28. Februar 2021

Der folgende Text ist ein Auszug aus dem 7. Kapitel von Odin, Nietzsche und der Pfad zur linken Hand.

Nach getaner Arbeit folgt die zweite körperliche Trainingseinheit des Tages. Je nach aktuellem Trainingsplan geht es ins Gym, auf die Laufstrecke, ins Dojo, auf den Schießstand oder ins Schwimmbad. Oder was immer sonst erforderlich ist, um deinen Trainingszielen näherzukommen.

Grundsätzlich ist der Sonnenwolf ein Allround-Athlet, der Kraft & Ausdauer vereint und kämpfen kann. Wenn er sich in einen spezifischen Sport vertieft, dann behält er dennoch seine allgemeine körperliche Leistungsfähigkeit im Auge.

Für dich gibt es keinen Feierabend

Jeder hat seine individuellen Vorlieben und Talente, der Sonnenwolf ist sich jedoch bewusst, dass der Ernstfall keine Rücksicht darauf nimmt. Training kann entweder bedeuten, Schwächen zu beseitigen oder Stärken zu forcieren.

Alle Spezialisierung geht zu Lasten des Allgemeinen, gleichzeitig erfordern Leistung und Erfolg die Spezialisierung. Der Sonnenwolf findet und hält seine individuelle Balance. Im Leben wie im Training.

Falls er besonders gerne bei mäßiger Geschwindigkeit lange Waldläufe genießt, wird er sich trotzdem noch etwas Zeit für die Arbeit an Kraft und Wehrhaftigkeit nehmen.

Ist er hingegen vor allem im Dojo oder auf dem Schießstand zuhause, so wird er dennoch ein paar Stunden pro Woche in Kraft- und Ausdauertraining investieren und so das Fundament seiner Wehrhaftigkeit stärken.

Genauso wird derjenige Sonnenwolf, der sich vor allem im Kraftraum wohlfühlt, sich auch jede Woche etwas Zeit nehmen, um an mehr als an Kraft und Muskelmasse zu arbeiten.

Phasenweise bestimmte Qualitäten im Training zu Lasten anderer Qualitäten zu fokussieren ist gut und richtig, insgesamt achtet der Sonnenwolf jedoch immer auf den Ausgleich und das große Ganze.

Nur die Harten komm’ in den Garten

Das große Ganze im Kontext von körperlichem Training ist letztlich der Überlebenskampf. Es heißt nicht umsonst Survival of the Fittest.

Gleichzeitig sind einseitige Vorstellungen von „Fitness“ verbreitet. Manche Menschen denken bei „Fitness“ an Bodybuilding, andere an Yoga und Pilates, andere wieder an Langstreckenläufe. Laut Duden bedeutet das Wort Fitness „gute körperliche Verfassung, Leistungsfähigkeit“.

In seinem englischen Ursprung hat das Wort Fitness jedoch noch eine zweite Bedeutung, nämlich „how suitable someone or something is“ (Cambridge Dictionary).

Hier geht es also ganz allgemein darum, ob Person oder Ding X für Anforderung Y geeignet ist, ihr gerecht werden bzw. sie erfüllen kann. So ist auch Survival of the Fittest zu verstehen.

Bereit sein für alle Lebenslagen

Das Überleben der Fittesten bedeutet im Sinne der Darwin’schen Evolutionstheorie das Überleben der am besten angepassten Individuen. Nur angepasst an was? An die Herausforderungen des Lebens! Wir haben hier also einen viel allgemeineren Fitness-Begriff als bloß ‚gute körperliche Verfassung und Leistungsfähigkeit‘.

Es liegt ja auch auf der Hand, dass selbst herausragende körperliche Leistungsfähigkeit im Sinne von Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit etc. in manchen Situation nicht das Überleben sicherstellen kann.

Natürlich ist Fitness in diesem Sinne wichtig und entsprechend essentieller Bestandteil des Sonnenwolf-Curriculums, gleichzeitig fasst der Sonnenwolf seinen Fitness-Begriff jedoch weiter und eignet sich auch Skills an, die außerhalb der körperlichen Leistungsfähigkeit zu seinem Survival of the Fittest beitragen.

Multitalent

Das ist dann zum Beispiel das Training mit Pistole, Armbrust oder Jagdbogen – oder das Anlegen eines Selbstversorgergartens oder der Angeltrip, der auch tatsächlich Fisch auf den Tisch bringt.

Dieser weit gefassten Definition von Fitness entsprechend kommt für die große Trainingseinheit des Tages grundsätzlich alles in Frage, was mit Bewegung und Erhöhung deiner Überlebenswahrscheinlichkeit verbunden ist.

Hier gilt es sich von Stereotypen zu lösen und das eigene Denken zu öffnen. Sowohl mehrere Stunden Gartenarbeit als auch eine harte Trainingseinheit im Kraftraum als auch eine Stunde Training mit dem Jagdbogen erfüllen die Kriterien körperliche Bewegung und Erhöhung der Überlebenswahrscheinlichkeit.

Für manche mag „Überlebenswahrscheinlichkeit“ nach Weltuntergang und Zombiekalypse klingen – der Sonnenwolf ist sich jedoch der Tatsache bewusst, dass einer der oben bereits angesprochenen und auf Deutschlands Straßen alltäglichen Messerangriffen heute genauso tödlich sein kann wie eh und je und dass Hungersnöte auch im 21. Jahrhundert noch existieren.

So meldete beispielsweise domradio.de am 9. Juli 2020:

„In Folge der Corona-Pandemie könnten bis zum Jahresende täglich weltweit bis zu 12.000 Menschen an Hunger sterben […]. Laut dem Oxfam-Bericht „The Hunger Virus“ könnten in diesem Jahr 121 Millionen Menschen infolge der sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie wie Massenarbeitslosigkeit, Unterbrechung der Nahrungsmittelversorgung und rückläufigen Hilfsgeldern an den Rand des Verhungerns getrieben werden.“

Also wie paranoid ist es wirklich, sich vorsorglich mit der eigenen Nahrungsmittelversorgung zu beschäftigen?

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Max Reinhardt

Max Reinhardt arbeitet in Hyperborea an einem geheimen Forschungsprojekt zur Entwicklung einer Zeitmaschine, um die Geburt von Karl Marx, Karl Lauterbach und weiterer Sozialisten zu verhindern. Nebenbei schreibt und trainiert er und ruft entgegen behördlichen Anordnungen zu gemeinschaftlichen Wanderungen auf.


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