8 Dinge über das Mannsein, die ich gerne schon früher verstanden hätte

5 Min lesen

Ich bin im vergangenen Sommer 35 geworden. Meine erste Freundin hatte ich mit 14 und im Laufe der Jahre wurden es immer mehr – aber mit keiner habe ich eine Familie gegründet. Wahrscheinlich wäre mir das bereits gelungen, wenn ich folgende acht Punkte über Mann und Frau früher verstanden hätte:

1.) Körperliche Attribute wie z.B. Kraft und Ausdauer sind ein Aspekt von Männlichkeit, aber allein nicht genug. Dein Körper kann noch so männlich sein – wenn dein Geist schwach ist, bist du insgesamt auch schwach. Um dein volles Potential zu entfalten und deine Ziele zu erreichen, musst du sowohl deinen Körper als auch deinen Geist trainieren. Das ist eine nie endende Herausforderung für jeden Mann.

2.) Männlichkeit kann viele verschiedene Formen annehmen. Metaphorisch gefragt: Wer ist männlicher, Aragorn oder Gandalf? Elon Musk oder Mike Tyson? Jeder Mann kann sein volles Potential als Mann nur auf seine individuelle Weise entfalten, je nach Veranlagungen und Vorlieben. In der Praxis bedeutet das vor allem: Erkenne dich selbst und höre auf deine Intuition, statt auf dein Ego.

3.) Männlichkeit und Weiblichkeit sind zwei komplementäre Gegenpole. Das Denken und Fühlen der Massengesellschaft konzentriert derzeit zu sehr auf die weiblichen Seite des Spektrums – was sowohl für Männer als auch für Frauen schlecht ist. Den Männern fehlen gute Vorbilder und ein klares Rollenverständnis, den Frauen fehlen Männer, die es ihnen ermöglichen, ihre Weiblichkeit voll zu entfalten.

4.) Ein Mann kann seine gesellschaftliche Aufgabe nur erfüllen, wenn er in gewissem Maße gegen die Gesellschaft rebelliert. Das ist eins der fundamentalen Paradoxe im Leben als Mann. Wenn ein Mann brav das macht, was ihm die Mehrheit sagt, entwickelt er sich in der gegenwärtigen Gesellschaft zwangsläufig zu einem Fähnchen im Wind, mit dem keine gesunde Frau eine Familie gründen will.



5.) Die natürliche Rollenverteilung zwischen Mann und Frau lässt sich metaphorisch wie folgt zusammenfassen: Der Mann ist die Sonne, die Frau ist die Erde – und nur durch ihr Zusammenwirken ist Leben möglich. Viele Männer der Gegenwart verhalten sich aber nicht wie Sonnen, sondern wie Spiegel. Je nach Ausrichtung reflektieren sie die Sonne, aber sie scheinen nicht selbst.

6.) Die Erde kreist um die Sonne, nicht andersherum. Die Sonne scheint immer, in alle Richtungen, die Erde dreht sich um die eigene Achse und wendet ihr so stetig eine andere Seite zu. Würde die Sonne plötzlich anfangen, sich gleichzeitig um die Erde drehen zu wollen, gäbe es großes Chaos und das Leben auf der Erde würde sehr ungemütlich werden. Die Parallelen zu Mann und Frau immer besser zu verstehen und die Implikationen dieser Erkenntnisse zu leben, das ist eine weitere Daueraufgabe als Mann.

7.) Als grobe Faustregel haben sowohl Männer als auch Frauen rund 15 gute Jahre auf dem Partnermarkt – aber Frauen haben diese guten Jahre viel früher im Leben als Männer. Das hat für beide Geschlechter Vor- und Nachteile und es ist müßig, sich über darin empfundene Ungerechtigkeit zu ärgern. Stattdessen ist es wichtig, die jeweiligen Vor- und Nachteile der eigenen Situation zu verstehen und bestmöglich zu nutzen.

8.) Der Mensch will immer, was er nicht haben kann – Knappheit und Wert gehen Hand in Hand. Eine Frau in ihren guten Jahren kann praktisch so viel Sex haben wie sie nur will – und misst Sex genau deswegen einen relativ geringen Wert bei. Für den Mann ist es tendenziell genau andersherum. Gleichzeitig kann die Erde nie zur Sonne werden bzw. die Frau sich nie selbst geben, was der Mann ihr geben kann. Beide müssen ihre natürlichen Eigenschaften verstehen und konstruktiv damit umgehen, damit beide bekommen, was sie wirklich wollen.