Wie Hamas mit dem Terror in Israel?

10. Oktober 2023
in 3 min lesen

Seit diesem Wochenende haben sich ungewรถhnliche Fronten gebildet. Wรคhrend sich die groรŸen Staaten rund um die einzige Demokratie im Nahen Osten noch in Zurรผckhaltung รผben und die westliche Welt Solidaritรคtsbekundungen รคuรŸert, bekunden Muslime in Paris, Berlin und Wien bereits ihre Solidaritรคt mit der Hamas auf der StraรŸe. Wรคhrend Linke und Grรผne darรผber empรถrt sind, weiรŸ der Konservative schon lรคnger um die Gefahren des Kulturimports der letzten Jahre, der nicht nur in Sachen Antisemitismus dem europรคischen Selbstverstรคndnis des 21. Jahrhunderts widerspricht.

Was bedeutet die Situation im Gazastreifen aber nun fรผr Deutschland? Die Hamas-Attacke kostete mittlerweile schon Hunderte Leben, etliche sind verletzt. Gezielt wurden auch Zivilisten verschleppt und ermordet: Mit einem รผberfallรคhnlichen Angriff aus der Luft auf ein harmloses Festival mussten unschuldige junge Menschen auf teils grausame Weise ihr Leben lassen. Viral geht derzeit das Video einer wahrscheinlich getรถteten Besucherin aus Deutschland, die unter Allahu-akbar-Rufen auf einem Pick-up-Truck durch eine johlende Menschenmenge gefahren wird.

Wer denkt, dass Deutschland mit diesem Angriff nichts am Hut habe, unterschรคtzt die Tragweite des Konflikts, der mit dem demografischen Wandel auch bis nach Westeuropa reichen wird. Bereits jetzt spielen sich Szenen am Al-Quds-Tag, bei Partys und Events in Frankfurt oder Stuttgart oder natรผrlich rund um die รผberfรผllten Flรผchtlingsheime ab, die das ach so humanistische Europa recht befremdlich wirken lassen.

Im Nahen Osten mag der Kampf der Kulturen andere Voraussetzungen haben, in einigen Aspekten der Kriminalstatistik in Deutschland zeigt sich jedoch die Sozialisierung vieler junger Muslime, mit der auch Israel zu kรคmpfen hat.

Dieser Kulturkampf, der in Israel immer auch ein politischer war, wรคchst mit der Anzahl der in Europa lebenden Migranten aus den islamisch geprรคgten Teilen der Welt โ€“ diese Lektion musste Europa bei islamisch motivierten Attentaten von Paris bis Berlin, den heruntergekommenen Vierteln in Paris oder den eskalierenden Bandenkriegen in Schweden lรคngst lernen.

In Deutschland dominiert dennoch das Bild von unmenschlichen Flรผchtlingslagern und angeblichen Lebensrettern auf dem Mittelmeer. Bis 2026 wird die Bundesregierung noch die Schlepperei der linken NGOs finanzieren, danach wird รผber eine Verlรคngerung diskutiert werden.

Seit Jahren fordern konservative Krรคfte, bei der Seenotrettung รคhnlich wie Australien zu handeln: Dort lรคsst man Flรผchtlingsboote unter keinen Umstรคnden auf das australische Festland. Diese klare Botschaft fรผhrte dazu, dass quasi keine Tode auf dem beschwerlichen Weg zu der vergleichbar reichen Insel im Sรผden mehr verzeichnet werden. Das Wissen um den moralischen Anspruch und die Hilfe Deutschlands hingegen motiviert viele junge Mรคnner aus armen Lรคndern erst, die Reise nach Europa anzutreten.

Der moralische Konflikt bei der Seenotrettung und der Aufnahme von Flรผchtlingen aus Lagern lรคuft auf eine Frage hinaus: Sind die oft verzweifelten Migranten selbst verantwortlich, weil sie sich in eine lebensbedrohliche und aussichtslose Lage begeben, oder ist es doch unsere schier รผbermenschliche Aufgabe, all diejenigen aufzunehmen, die sich auf den Weg nach Europa machen? Letzterer Weg, da dรผrfte kaum ein Zweifel bestehen, verschรคrft den โ€žCulture Clashโ€œ in Europa.



Der gesamte Gazastreifen ist derweil nichts weiter als ein von der EU betriebenes groรŸes Flรผchtlingscamp: So sollten von 2021 bis 2024 1,2 Milliarden Euro an die Regierung der Palรคstinensergebiete flieรŸen, um Gehรคlter, Pensionen und Sozialhilfe zu bezahlen. Deutschland zahlt davon in der Regel mehr als ein Fรผnftel โ€“ unter anderem fรผr โ€žMรคrtyrer-Rentenโ€œ gefallener Terroristen und die Familienmitglieder des korrupten Prรคsidenten der Autonomiebehรถrde, Mahmud Abbas. In Gaza sind derzeit 59,3 Prozent der 15- bis 29-Jรคhrigen arbeitslos, das รผberbevรถlkerte Gebiet ist im Gegensatz zum jรผdisch geprรคgten Nachbarstaat vรถllig verarmt.

Auch hier stellt sich die Frage, ob die Palรคstinenser verantwortlich fรผr ihre sich nun verschรคrfende Lage sind oder ob sie mit einem Humanismus belohnt werden sollen, den sie den Israelis selbst verwehren und der der Grund dafรผr ist, dass sich die palรคstinensische Jugend frรผher oder spรคter nach Europa aufmachen wird.

Denn als Reaktion auf den Angriff sieht sich die israelische Regierung nun gezwungen, Teile des Gazastreifens anzugreifen, und zerstรถrt dabei wichtige Infrastruktur. Eine Abriegelung des Gebiets bedeutet fรผr die Bewohner Palรคstinas auรŸerdem keinen Strom und keine Lebensmittel auf unbestimmte Zeit. Nachdem Abbas den Terrorangriff der Hamas kรผrzlich รถffentlich rechtfertigte, wurden nun zusรคtzlich die Hilfsgelder der EU ausgesetzt.

Was als Nรคchstes folgen wird, sind Bilder, die noch von 2015 bekannt sein sollten. Wer in Sachen Mittelmeer auf die Eigenverantwortung der Migranten pocht, muss folgerichtig auch bei diesen Bildern hart bleiben. Aus Aktion folgt Reaktion, und absehbare Konsequenzen mรผssen immer bedacht werden. Umso schlimmer, wenn bei diesem Konflikt Unschuldige und Zivilisten ums Leben kommen.