Multikulturalismus als Waffe

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Erzwungener Multikulturalismus ist keine Gesellschaftsform, die erst seit einigen Jahren existiert. Gezielte Umsiedlungen, Deportationen und auch das Einsetzen ethnisch fremder Eliten sind seit mehreren Jahrtausenden eine Strategie zur Sicherung der eigenen Herrschaft.

Historische Strategien zur Herrschaftssicherung

Nach der Eroberung eines Gebietes bestand grundsätzlich die Gefahr, dass die lokale Bevölkerung gegen die neuen Machthaber rebelliert. Die Unterdrückung von Völkern war üblicherweise eine sehr instabile Angelegenheit: Völker wollten keine Tribute zahlen, wehrten sich gegen fremde Gesetzgebungen und wollten sich auch nicht den Interessen von Großmächten unterwerfen. Um das aufwieglerische Potenzial einer ethnisch relativ homogenen Bevölkerung zu mindern, deportierten beispielsweise die Assyrer oder die Babylonier nach der Eroberung von Gebieten lokale Eliten, Handwerker, Krieger und Priester. Sie siedelten diese verstreut in ihrem bestehenden Reich an. Das Ziel: lokale Identitäten und gesellschaftliche Organisationsstrukturen zu schwächen, Wissen in den eigenen Städten nutzbar zu machen, Arbeitskräfte umzuverteilen.

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