Noch ehe sie ab dem 16. Juli die internationalen Kinosäle füllte, sorgte Christopher Nolans Verfilmung der Odyssee bereits Monate vor ihrer Premiere insbesondere unter rechten und konservativen Zuschauern für Kontroversen: Vermag es der Batman-Regisseur, dem antiken Epos gerecht zu werden? Angesichts der von Nolan gecasteten Schauspieler wie der Kenianerin Lupita Nyong’o als Helena von Troja oder der bereits im Trailer absehbaren historischen Fehler – von den Eisenrüstungen der Laistrygonen, den menschenfressenden Riesen, bis hin zum Wikingerschiff, auf dem die Mannschaft von Odysseus herumsegelt – war für viele bereits klar: Das wird nichts. Auch ich war entsprechend skeptisch, sodass ich mir sowohl den Film angesehen als auch, da ich dem Altgriechischen leider nicht mächtig bin, die von Johann Heinrich Voß verfasste Odyssee aus dem Jahre 1781 – die erste deutschsprachige Übersetzung überhaupt – einverleibt habe, um mir ein Urteil erlauben zu dürfen. Und was soll ich sagen? Die Skeptiker hatten recht. Und zwar mit so gut wie allen Kritikpunkten...
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