Die Echokammer des Verfalls: Abgründe auf Instagram

in 5 min lesen

Wer sich als durchschnittlicher Instagram-Nutzer einmal längere Zeit durch den Algorithmus dieser Plattform hangelt, wird einen skurrilen Kosmos entdecken, der zu großen Teilen als Sittenbild des Verfalls bezeichnet werden muss. Und man erkennt rasch, dass das gesamte Netzwerk Instagram zu einer Schleudermaschine des Gegeneinanderaufhetzens geworden ist: Frauen gegen Männer, Alt gegen Jung, Links gegen Rechts, Hetero gegen „LGBTQIA+“. Auffallend ist allerdings, dass diejenigen, die dieses dreckige Geschäft der Spaltung am besten beherrschen, ausgerechnet jene sind, die alles Schlechte, Böse und Verachtenswerte ausschließlich dem „Rechten“, dem Weißen und hier insbesondere dem Deutschen zuschreiben.

Nichts ist zu billig, nichts zu dürftig, als dass es auf Instagram nicht zu Markte getragen werden könnte. Ein neuer Hype scheint es seit Neuestem geworden zu sein, dass sich überwiegend jüngere Schwarze oder „People of Color“ (PoC) in ihren Storys larmoyant darüber beklagen, wie sehr sie doch früher von ihren weißen Lehrern und Mitschülern gemobbt und somit am beruflichen und sonstigen Fortkommen gehindert worden seien. Das sieht dann in etwa wie folgt aus: „Nein, Herr Wagner, dass Sie mich vor der ganzen Klasse an der Bertha-von-Suttner-Schule in Darmstadt wegen meiner Sechs in Deutsch bloßstellten, ging gar nicht und zeigt Ihren ganzen Rassismus. Sie sagten immer: ‚Du wirst noch mal Straßen kehren‘ – heute bin ich Digital Creator. Shame on you!“ Solche und ähnliche denunziatorischen Posts findet man inzwischen hundert- bis tausendfach, oft mit dem Klarnamen, manchmal sogar mit Wohnorten der so heimtückisch Angeprangerten. Den Rest – also die physische Dreckarbeit – kann (und soll?) dann die kriminelle Antifa übernehmen. All das wird meist in kurzen Reels ins Plenum geworfen, oft von jungen Frauen mit gehetzter und tränenerstickter Stimme, als sei der Leibhaftige hinter ihnen her, mit Rächergehabe und den einstudierten, infantilen Gesten schwarzer Rapper. Katastrophale Rechtschreibung, Deutschlandhetze und ausgeprägter Männerhass sind die ständigen Begleiter dieser Klientel, die selbst allerdings gebetsmühlenartig „Safe Spaces“ (vor wem oder was eigentlich?) einfordert und sich wie selbstverständlich von denen, die sie am meisten verachtet, alimentieren lässt. Zwar hätten sie allen Grund, sich diesem Land gegenüber dankbar zu erweisen, doch viele von ihnen tun sich stattdessen ganz besonders mit Hass und Hetze hervor und stellen als klägliche Fußtruppe und nützliche Idioten das Reservoir eines geradezu konstitutiv gewordenen, eliminatorischen Rassismus gegen Weiße dar.

Dieser Artikel geht weiter.
Für PLUS-Abonnenten.

Krautzone PLUS

✔ Schon ab monatlich 4 Euro
✔ Jederzeit kündbar (je nach Plan)
✔ Mit der Digitalausgabe kombinieren

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.