Da ich viertel (oder achtel?) Gelber bin, habe ich natรผrlich das gรถttliche, von Linken zugesicherte Recht und die Fรคhigkeit mein Lieblingsvolk von auรen kritisch durch meine Schlitzaugen zu beobachten. Eine รkonomin beschwerte sich vergangene Woche, dass die Klimabewegung von weiรen Ariern durchsetzt sei – und sie nicht den Querschnitt der Gesellschaft abbilde.
https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2020/oekonomin-beklagt-weisse-dominanz-in-der-klimabewegung/
Dazu kann ich nur sagen: Danke, Blitzmerker! Seit sich die FFF-Kacke Bahn gebrochen hat, um jedem normalgeblieben Menschen wรถchentlich im realen Leben – tรคglich in den Medien – auf dem Sack herumzutrampeln, ist einem Blinden mit Krรผckstock aufgefallen, dass weder Rote, Braune, Schwarze, Gelbe oder Grรผne an diesem nervtรถtenden Weltverbesserungevent teilnehmen. Sie sind so weiร wie der Schnee, der auf Zedern fรคllt, so hell wie Hiters flinke Windhund-HJ und bleich, wie das Bleichgesicht, dass den Amerikaner Schnaps und Pocken verkaufte.
Lustigerweise ist den Beteiligten – also den linken Jungdeutschen – dieser Fakt รผberhaupt nicht klargeworden, da ihnen jeglicher Blick auf die โRasseโ aberzogen wurde. Bei mir – und ich weiร von vielen โHalbblรผternโ ist das eher anders: Opa konnte noch den Kambodschaner vom Vietnamen unterscheiden, den Ukrainer vom Russen, den Angolaner vom รthiopier, man selbst wird, zumindest am Rande, damit groร. Und weil man eben auch etwas anders aussieht, als die Mehrheitsgesellschaft, unterteilt man auch in Ethnien.
Volksdeutschen geht es da anders: Nach jahrzehntelanger Indoktrinierung glauben allen voran die Jugendlichen, dass es kaum oder keine ethnischen Differenzen mehr gibt: Alle sind Mensch! รbrigens eine Entwicklung, die bereits ihr Eltern und Groรeltern innerhalb Deutschlands durchgemacht haben: Alle sind Deutsche! Es ist noch gar nicht lange her, dass jedes Kind einen Sachsen vom Bayern vom Westfalen und vom Niederdeutschen unterscheiden konnte. Heute negiert und nivelliert man jeglichen Unterschiede, blendet sie einfach aus. Rasse sei ein Konstrukt, behaupten immer mehr. Denen kann ich nur empfehlen, eine Blutransfusion mit einem Schwarzen durchzufรผhren. โAlle Menschen bluten gleichโ oder โunter der Haut sind wir alle einsโ und solche Schwachsinnskalendersprรผche werden schnell ad absurdum gefรผhrt, wenn die Wissenschaft gefragt wird.
Umso absurder ist es jetzt, dass einem โExpertenโ – dem Einzigen dem der Deutsche traut -, auffรคllt, dass keine Auslรคnder fรผr das Klima demonstrieren. Das hat zwei Grรผnde: Zum einen lassen sich Auslรคnder generell weniger von staatlicher Meinungsmache indoktrinieren, schalten ihr Gehirn ein oder รคuรern sich kaum zu politischen Fragen – die, die es doch tun, sind sogar eher konservativ oder rechts.
Der andere Grund ist das deutsche Wesen, dass ein ziemlich einfรคltiges und zugleich sehr moralisches ist. Chefredakteur Mรผller sagte dazu bei seinem Vortrag auf dem Redaktionsbesรคufnis, dass es fรผr den Deutschen รผberhaubt nicht die Mรถglichkeit in Betracht kommt, dass die Fรผhrung sie betrรผgt. Und selbst wenn: Man hat sie gewรคhlt, also unterstรผtzt man sie. Mit dem Kopf durch die Wand eben.
Dazu kommt ein typischer Charakterzug der Deutschen: Das Streben zur Verbesserung, zur Optimierung. Und da es uns ja gut geht – eigentlich tut es das zwar nicht, aber als weiรes Einzelkind im Hamburger Vorort merkt man davon nichts – nimmt dieses Streben einen immer weiteren Umkreis ein und ist eben durch FFF bei โDer Weltโ angekommen.
Aus dem traditionellen Imperialismus wurde eine รbersteigerung des Nationalsozialismus. Den trieb man den Deutschen zwar gewaltsam aus – รคnderte aber nur das Softwareprogramm: Die Hardware blieb gleich, was gute und schlechte Seiten mit sich fรผhrt: Und so sind sich heute die Veganer sicher, dass sie den besten Weg gefunden haben, die Fleischesser sicher, dass dem ebenso ist, die Hausfrau ist sich sicher, dass ihr Putzmittel das beste ist, ihr Rezept das genialste, ihr Mann der tollste (was 2020 mit โunterwรผrfigโ gleichgesetzt ist) und dass eben auch die politische Meinung die einzig wahre ist. Leider haben die Deutschen vier Generation nach dem Krieg etwas anderes immer noch nicht gemerkt. Wir sind klein. So klein, schwach und bedeutungslos, dass sich niemand fรผr uns interessiert.
Dementsprechend gleicht unser neomoralischer Imperialismus einem wรผtenden Terrier, der zwischen islamischer รberzeugung, chinesischer Dominanz, indischem Wachstum und US-amerikanischen Flugzeugtrรคgern steht. Wir sind bedeutungslos. Und das ist schon beinahe gut soโฆMan stelle sich vor, Robert Habeck wรผrde unsere CO2-Gesetze auf die Welt รผbertragen kรถnnen, Angela Merkel erhielte die Macht รผber die Grenzen dieser Welt und Peter Altmaier leite die Geschicke der asiatischen Wirtschaftโฆ So bleibt der Schaden zumindest begrenztโฆ
Aus dieser Denkschule des moralischen Verfallsimperialismus heraus, etablierte sich FFF. Nicht vergessen: Auch Gretel ist Germanin. Vor zwanzig Generationen hat Gretels Vorfahr sein Kohlbeet so sauber geharkt, dass kein Unkraut mehr zu sehen war und die Effizienz des Kohlrรผbenbeetes um 15 Prozent gesteigert. Sein mediterranes Gegenstรผck hatte nicht den Antrieb dazu – was logisch ist, schlieรlich verzeihen kalte Winter keine Fehler und keine Ineffizienzen. Unkraut wurde nicht toleriert, es wurde ausgerrrrotet wieโฆ aber vielleicht sollten wir die Vergleiche jetzt besser lassen.
Und diese Nulltoleranz, das โNicht-Leben-lassenโ ist bei Linken besonders ausgeprรคgt, viel stรคrker als in einem sich reflektierenden, kritischen rechten Lager. Man ist durch die Antimainstreamhaltung dazu gezwungen, sich mit beiden Positionen auseinaderzusetzen. Der Linke รผbernimmt einfach die Herrschaftsmeinung. Trifft diese Einfรคltigkeit eben auf das โAm deutschen Umweltschutz soll die Welt genesenโ, ensteht so etwas wie FFF.
Falls also echte Nazis unter unseren Leser sind, die kein Bock mehr auf multikulturell versiffte Groรstรคdte haben: Ab auf die FFF-Demos, da kann man endlich wieder unter Weiรen abhรคngen. Aber auch das nicht mehr lange: Denn bald kommt dort die Quote: Egal ob Frau, behindert oder schwarz. Aber wie findet man eigentlich heraus, ob jemand auslรคndische Wurzeln hat? Da gab es doch mal so eine โclevereโ Idee vor ca. 90 Jahrenโฆ.
Noch ein Wort zum Abschluss: Dass ja angeblich alle Menschen gleich sind und Abstammung nicht interessiert, straft der aktuelle Hype um die Gentests Lรผgen. Mehrere aufstrebende Konzerne bieten Abstammungstests an, um die Region und die Rasse der eigenen Vorfahren herauszufinden und die Kunden schlagen zu. Das ist normal, das ist menschlich.
An der Uni habe ich รคhnliches erlebt. Die grรถรten Multikultis und Rassenverneiner banden jedem auf die Nase, dass sie zu 1/16 Italiener und zu 1/4 Pole sind. (Damit meinten sie Ostdeutschland, aber das verstanden sie nicht oder verweigerten die Realitรคt.) Rasse und Identitรคt sind zwei Dinge, die einfach zusammengehรถren. Ich bin stolz darauf asiatische Wurzeln zu haben – und ich bin stolz darauf deutsche Wurzeln zu haben. So kann ich mir aus beiden Sachen das beste rauspicken; wie es jeder Mensch mache sollte. Aber dazu muss man zuerst einmal wissen, wo man herkommt und wer man ist – und warum man eigentlich neben Luisa Neubauer marschiert und Parolen schreit, wie der eigene Urgroรvaterโฆ
