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Klimagipfel in Glasgow

16. November 2021
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Vom 31. Oktober bis zum 13. November tagte die Klimakonferenz โ€žCOP26โ€œ der Vereinten Nationen in Glasgow. Rund 200 verschiedene Staaten debattierten zwei Wochen lang รผber die Klimaziele der Zukunft. Mit von der Partie war auch die EU-Kommissionsprรคsidentin Ursula von der Leyen, die gleich zu Beginn der Konferenz fรผr Spott und Kritik sorgte.
Wรคhrend sie einerseits auf dem Klimagipfel mahnte: โ€žDas ist unsere Chance, Geschichte zu schreiben. Mehr noch: Es ist unsere Pflicht, zu handelnโ€œ, schrieb sie kurz zuvor vermutlich Geschichte in Sachen unnรถtige Kurzstreckenflรผge. Um die Strecke von Wien nach Bratislava hinter sich zu bringen, nutzt sie am liebsten einen Privatjet. Doch in Glasgow lieรŸ sie nichts unversucht, an die anderen Teilnehmer zu appellieren, fรผr das 1,5-Grad-Klimaziel zu kรคmpfen. Da kann man auch mal รผber die kleinen feinen รถkologischen Sรผnden hinwegsehen, wenn es um ein groรŸes Ganzes geht. Immerhin war ihre Crew coronasicher.

Die Klimakonferenz ist vorbei. Am Samstagabend wurde nach vielen hitzigen Diskussionen der โ€žKlimapakt von Glasgowโ€œ verabschiedet. Neben dem Aufruf zum Kohleausstieg enthรคlt der Pakt auch die Forderung, โ€žineffizienteโ€œ Subventionen fรผr ร–l, Gas und Kohle zu streichen. In der Abschlusserklรคrung bekannten sich die Lรคnder zum gemeinsamen Ziel, die Erderwรคrmung bei 1,5 Grad stoppen zu wollen. Bis Ende 2022 sollen die Teilnehmerstaaten dazu ihre Klimaschutzplรคne verschรคrfen.

Bis 2025 sollen die Finanzhilfen fรผr arme Staaten, die von Hitzewellen, Dรผrren, Stรผrmen und รœberflutungen betroffen sind, von 20 Milliarden auf 40 Milliarden US-Dollar verdoppelt werden. Zusรคtzlich soll ein Geldtopf fรผr arme Staaten eingerichtet werden, auf den zur Beseitigung von Klimaschรคden zugegriffen werden kann.

Bis 2030 sollen auรŸerdem die Treibhausgase um 40 Prozent reduziert werden.

Wรคhrend Greta Thunberg den Inhalt des Klimagipfels auf Twitter mit โ€žBla bla blaโ€œ kommentierte, kann sich jeder nicht-lastenradfahrende Bรผrger schon einmal warm anziehen. Schon jetzt gehen die Stromโ€‘, ร–lโ€‘, Gasโ€‘ und Benzinpreise durch die Decke, und anstatt in sinnvolle Alternativen zu investieren, werden nur noch mehr Lรคnder zum Kohleausstieg genรถtigt. Lustigerweise war vom Atomausstieg keine Rede.

Wรคhrend fรผr die immer noch schwer verwรผsteten รœberflutungsgebiete in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gerade mal ein Bruchteil an Geld lockergemacht wurde, sollen demnรคchst noch mehr Gelder in arme Staaten zur Klimarettung flieรŸen.

Elfenbeinturm-Politiker wie von der Leyen kรถnnen weiterhin mit dem Privatjet jede Distanz fliegen, und der einfache Bรผrger aus dem lรคndlichen Raum kann schauen, wo er bleibt, wenn ein voller Tank รผber 100 Euro kostet.

ABOS

Bรผcher

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