Auch eine Form der Abtreibung, allerdings postnatal. Aztekische Variante.

Abtreibung

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Es herrscht Aufruhr jenseits des Atlantiks: Offenbar droht der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten von Amerika, die gesetzlichen Grundlagen für legale Abtreibungen zu kippen. Das käme einem Abtreibungsverbot gleich, welches seit einem Urteil des Obersten Gerichtshofs von 1973 aufgehoben ist. Der Richterspruch untersagte es den Bundesstaaten, Frauen „das Recht auf Abtreibung“ zu verwehren. Die seit Trumps Präsidentschaft bestehende konservative Mehrheit im Gerichtshof plant also, diesen Status quo auszuhebeln.

Dass die Linken sich das nicht gefallen lassen würden, war ja abzusehen. Aber mit welchem Eifer – tollwütigem Eifer wohlgemerkt – und welcher Perfidie sie sich wehren, überrascht mich immer wieder (und gleichzeitig auch nicht). Zumal spätestens seit dem exzentrischen Unternehmer-Präsidenten jedem Rechten klar sein sollte, dass die Konservativen in den USA, nicht anders als hier, eher an Schoßhündchen als an Bluthunde erinnern.

Die Progressiven versuchen mit allen Mitteln, den drohenden Richterspruch zu verhindern. Tausende demonstrierten vor dem Supreme Court in Washington, D. C. (wohl dasselbe Klientel, welches man von den Klimastreiks und BLM-Protesten kennt), die linksliberalen Medien in der ganzen westlichen Hemisphäre machen mobil, und progressive Politiker drücken ihre Empörung aus. Und mit welcher Geisteskrankheit sie das tun! Manche Frauen schreien und kreischen wie von Dämonen besessen.

In der „Süddeutschen“ heißt es: „‚Ich bin echt sauer‘, sagt eine 14-jährige [Anmerkung Vesargo: in Worten: vierzehnjährige (!!!)] Schülerin aus Washington auf der Straße vor dem Gericht. ‚Wir haben so viel Fortschritt gemacht, und jetzt gehen wir wieder rückwärts. Das ist unfair, und dagegen will ich protestieren.‘“ Das ist vermutlich das Ergebnis öffentlicher Schulbildung und/oder linksliberaler Eltern. Der Progressivismus ist eine Ideologie, die sowohl die Geborenen als auch die Ungeborenen gierig zu verschlingen droht, und viele Eltern opfern ihre Sprösslinge regelrecht vor dem Altar Baals.

Abtreibungen sind schon die niederträchtigste und widerwärtigste Art des Dahinmetzelns. Kaum eine aktuelle Debatte erfüllt mich mit mehr Ekel als diese armselige Abtreibungsfrage. Das liegt unter anderem daran, mit welcher Arroganz und Ignoranz das Töten von Feten gerechtfertigt wird. Ein einfacher Zellhaufen werde da entfernt, na dann. Warum nicht einfach morden, wie man will? Schließlich sind wir ja alle nur Zellhaufen. Immerhin, Feten sind wehrlos. Echten Kampf hat man vergessen. Dem Gegner auf dem Schlachtfeld war es wenigstens möglich, einem ebenfalls den Schädel zu spalten. Diese Chance des Wehrens hat das Kind im Mutterleib nicht. Auf mich wirkt es, als seien Abtreibungen aus hedonistischen Gründen (das sind die meisten, dazu gleich mehr) selbst ein Akt des Vergnügens, zumindest ein bisschen; sozusagen ein weiteres Ventil für die Gewaltauslebung neben Actionfilmen und Pornografie. Aber das ist eher eine steile These meinerseits.

Ein weiterer Grund für meine tiefe Abneigung gegenüber Abtreibung ist schlicht und ergreifend das Klientel, welches das Recht darauf einfordert. Schaut es euch einfach an. Emanzen à la Jutta Ditfurth, Soja-Sören und Klima-Luisa. Da werde ich aus Trotz zum Abtreibungsgegner.

Und drittens: Die Gründe, die für Abtreibungen genannt werden. Zwar bin ich des Glaubens wegen grundsätzlich gegen Abtreibungen, dennoch kann ich es auf emotionaler Ebene verstehen, wenn eine Frau nicht das Kind ihres Vergewaltigers austragen möchte oder einem schwerbehinderten Kind ein qualvolles Leben ersparen möchte. Doch das sind eben nicht die Gründe, aus denen die meisten Frauen abtreiben lassen. Die meisten gehen aus hedonistischer Motivation oder aus anderen niederen Trieben zur Klinik, die wenigsten aus den eben genannten Gründen.

Aus Vergnügungssucht und Verantwortungslosigkeit heraus ein Menschenleben zu beenden, ist widerwärtig und gehört zu Recht bestraft. Wenn ich daran denke, wie eine Jutta Ditfurth dann auf Twitter beschreibt, wie „schön“ doch ihre Abtreibungen waren, wird mir wieder schlecht. Also dann: Fallt nicht auf die Narrative der Linken herein, die die Ausnahmefälle als Regel darstellen wollen. Es geht ihnen nur um niedere Triebe. Und wenn ihr keine Kinder haben wollt, hurt halt nicht herum. Es kann so einfach sein…

5 Comments

  1. Übrigens ist das tote embryo älter als 3 Monate.
    Ein alter Trick d abteibungsgegner : sie zeigen bilder von zu alten embryos und wie ich hier lese ist das Gerücht dass bei einer Abtreibung Babys zerschnitten werden auch noch stabil.
    Frage wie geht dann chemische Abtreibung???
    Informiert euch über den Eingriff bevor ihr losschreibt .lasst euch nicht billig emotionalisieren !! Das ist teil der woken !
    Abtreibung, als Frau sage ich: es gibt Verhütungsmittel und es gibt die Pille danach …bis zu 7 Tage mittlerweile und dann gibt’s schon den 1.schwangerschaftstest ab 10 Tagen.
    Wer also 3 Monate braucht um seine Schwangerschaft zu bemerken sollte sich ohnehin nicht Fortpflanzen.
    Ja ! Ich habe es in USA gesehen .
    In metathonkliniken : voll drauf die Frauen.
    Schwanger. An einer brust ein Kind und an der Hand noch 2 Kinder.
    Aber über Abtreibung darf man nicht sprechen.
    Was soll aus diesen kids werden ?
    Die kommen auf entzug zur Welt.
    Still sind sie .Sehr ruhig. Auch id Schule….

    Ach ja , und wo sind denn die Väter ?
    Wieviele alleinerziehende gibt es in Afrika und USA ?
    Ist dies nicht auch hedonistisch ?
    Wenn statt party Verantwortung ruft ?
    Wie oft ist der stolze vater in 9 monaten …bis die Realität da ist und es Geld anschaffen heißt?
    Eben.

    Das Thema ist vielschichtiger als die empörungskultur.

    • Was die Männer angeht… sind es nicht die gleichen abtreibungs Fans die auch wehement für eine Zerstörung von traditioneller, treuer und liebenden Ehe zwischen Mann und Frau sind? Und hätte man die Kinder im Arm der Mutter einfach die Toilette runterspüleb sollen, wenn es doch auch so hilfreiche chemische Mittel gibt? Ja sie haben vollkommen Recht das Thema ist viel vielschichtiger und je tiefer man in die Schichten durchdringt umso teuflischer, abartig und abscheulich wird das ganze. Die Ukraine beispielsweise, hätte jetzt il Krieg die 2 Millionen Menschen gebraucht die über die Zeit abgetrieben wurden… Jaja, sehr vielschichtig, wenn die Protagonistin der Abtreibungsbewegung, Margreth Sanger, damals laut und deutlich gesagt hatte es sei das Ziel die schwarze Bevölkerung zu kontrollieren und v.a. zu dezimieren. Und wer profitiert denn am meisten davon? Ekelhaft schwache feige Männer, die in der abtreibung ja das perfekte Mittel sehen, sich jeder Verantwortung zu entziehen

  2. Ich finde das schwer. Bei besagten Fällen wie schwerer, zu erwartender körperlicher Behinderung oder Abtreibung sollte es auf jeden Fall möglich sein.
    Und klar, natürlich entziehen sich verschiedene Leute hiermit ihren Pflichten, aber diesen würden sie dann wohl sowieso nicht gerecht werden. Am Ende ist es dann wohl die Entscheidung der Person selbst, so fatal das dann auch sein mag.
    Abgesehen davon, dass es bei Abtreibungen ja ernsthafte psychische, in den meisten Fällen einige Jahre später auftretende Folgen gibt – das nimmt die Personen am Ende doch mehr mit, als man vielleicht zuerst meint – und das gönne ich niemandem. So eine Abtreibung ist nun mal kein “natürlicher” Prozess, die Mutter bindet sich ja auch unbewusst an das Kind. Trotzdem mag es aber eben Fälle gehen, wo eine Abtreibung auch abseits von oben genanntem “sinnvoll” sein mag.

    Wichtiger finde ich, dass diese verpflichtenden Gespräche darüber stattfinden und man über mögliche Folgen einer Abtreibung spricht – man ist ja aktuell daran, diese Beschränkungen aufbrechen zu wollen. Ich tue mich mit dem Thema schwer, aber wer diesen Weg wählt, sollte das auch sehr, sehr gut informiert und beraten tun. Aktuell wird, zumindest gefühlt und das wird ja auch gut widergespielt, teilweise einfach zu leichtfertig damit umgegangen und man hat den Eindruck, die Personen, die darüber sprechen, wissen gar nicht, um was für eine doch wichtige Frage es hier geht.

  3. Auch im Buddhismus ist Abtreibung ein schlimmes karmisches Vergehen, das Höllenqualen zur Folge haben wird. Nur wissen das die leider meist linksgrünen Buddhisten im Westen nicht.

  4. Vielen Dank für den starken Artikel! Die Argumentation mit den Vergewaltigungsopfern ist aus drei Gründen schwierig: 1. Es handelt sich um eine absolute Ausnahme von 0,002 Prozent. Von 100 000 Frauen die pro Jahr in Deutschland ihr ungeborenes Kind töten lassen, geben nur 20 einen kriminologischen Hintergrund an. Aufgrund dieser 20 die 100 000 Kindstötungen faktisch zu legalisieren ist eine Pharse. Das ist immerhin jedes achte oder neunte Baby, wenn man die Dunkelziffer mitrechnet noch mehr. Auch die medizinisch problematischen Fälle sind nicht wesentlich mehr (4%). 2. Es bring auch psychisch diesen Frauen nicht viel das Kind zu töten. Während das Austragen des Kindes interessanter Weise oft eine therapeutische Wirkung hat fügt man mit der Kindstötung einer traumatisch belasteten Frau in einer schwierigen Sitaution ein zweites Trauma zu. 3. An der Wertigkeit des menschlichen Lebens ändert die Entstehung des Kindes auch nichts. Selbstjustiz, vor allem eine tödliche, ist in Deutschland verboten. Wenn sogar das Leben des Vergewaltigers gegenüber der Mutter geschützt sein muss, wieviel mehr das Leben eines zufälliger Weise durch ein schreckliches Verbrechen entstandener Mensch, der aber für dasselbe nichts kann. Jedem der sich näher damit auseinadersetzen will, besonders übrigens Frauen in Konfliktsituationen empfehle ich die website der Beratungsorganisation profemina. http://www.profemina.de

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