Vorschub: Kurz nachdem ich meine heutige Kolumne fertiggestellt habe, fiel der bekannte Islamkritiker Michael Stรผrzenberger einem viehisch brutalen Terroranschlag zum Opfer. Mit schweren Stichverletzungen wird er derzeit notoperiert. Der migrantische Terrorist verletzte auรerdem einen Polizisten und mutmaรlich einen weiteren Passanten. Ich hoffe, dass Michael Stรผrzenberger die Tat รผberlebt und alle Opfer dieser niedertrรคchtigen Attacke rasch genesen.
Die Kombination von Nancy Faeser und Thomas Haldenwang ist nicht nur in physiognomischer Hinsicht eine ausdrucksstarke, sich perfekt ergรคnzende Zusammenstellung. Es ist auch bezeichnend, dass sich mit der burschikosen Innenministerin und dem ihr treu ergebenen Verfassungsschutzchef die โMรฉlange horribleโ aus SPD und CDU personifiziert โ einerseits maternalistisch dominant, andererseits unterwรผrfig und mit einem gewissen Grad an Verschlagenheit versehen. Faeser und Haldenwang, SPD und CDU, die Anklรคgerin und ihr Vollstrecker โ dieses Duo steht wie keine andere Personalie direkt und unmissverstรคndlich fรผr den Verfall unseres Staatsapparats. Ihre Symbolkraft รผbersteigt selbst die von Baerbock und Habeck, spiegelt sich doch schon allein in ihrer Parteizugehรถrigkeit die vergiftete Selbstgerechtigkeit der alten BRD.
Besonders anschaulich zeigt sich das im nun wieder aufkochenden Doppelskandal rund um Faeser und Haldenwang. Wรคhrend dem Innenministerium immer fundierter zur Last gelegt werden kann, dass es direkt in die Affรคre Schรถnbohm (wir berichteten) verwickelt war, kristalliert sich mehr oder weniger zeitgleich heraus, dass der Verfassungsschutz bei der Affรคre Potsdam maรgebliche Schรผtzenhilfe geleistet hat. Heiรt: Beide Institutionen involvieren sich nicht nur aktiv in die schmutzige, mit Lรผgen und verdrehten Darstellungen gepflasterte Entfernung von mehr oder weniger prominenten Zielpersonen. Sie beeinflussen damit natรผrlich auch aktiv die politische Willensbildung โ ausgerechnet das aber in einer regelrecht autokannibalistischen Manier, denn keiner wird bestreiten, dass sowohl die Bรถhmermann-Kampagnen als auch die synthetischen Correctiv-Skandale eine zersetzende Wirkung auf unser Gemeinwesen ausรผben.
Weil sich die Trias aus Politik, Medien und Kultur nur noch รผber Widersprรผche mitteilen kann, erlebt der Bรผrger der spรคten Bundesrepublik ein merkwรผrdiges Schauspiel. Da wird staatstragend und weihevoll der 75. Geburtstag des Grundgesetzes gefeiert, so als ob Moses vom Berg Sinai neben den Steintafeln auch eines dieser kleinen Bรผcher mitgeschleppt hรคtte, die unsereins irgendwann im Sozialkundeunterricht in die Hand gedrรผckt bekommen hat. Yeah, Grundrechte, toll! Was genau sind die noch mal wert, wenn sich Parteifunktionรคre den Staat zur Beute gemacht haben und mir jetzt ans Leder wollen, hm? Wie war das noch mal wรคhrend Corona? Und wie ist es generell um die Meinungsfreiheit bestellt? Nein danke, ich bin nicht Teil einer partikularisierten Minderheit, die sich aufgrund ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Neigung oder ihres Migrationshintergrunds definiert. Ich bin Deutscher. Wo sind meine Grundrechte?
Und es ist ja nicht nur dieses scheinheilige Theater. Genau genommen ist es das ausbleibende Theater, die ausbleibende Entfernung von Faeser, Haldenwang und den vielen, vielen anderen Machtmissbrauchern aus ihren รmtern, die den Bรผrgern der spรคten Bundesrepublik ein fatales Signal sendet, nรคmlich: Das hier ist ein Witz. Frรผher, in der alten BRD, da gehรถrten zu einem Skandal dicke Schlagzeilen und schmutzige Enthรผllungen โ heute wird das ja nur noch von den dissidenten Medien bewirtschaftet. Damals folgte auf so einen Skandal in der Regel der Rรผcktritt des entsprechenden Funktionรคrs, und genau das signalisierte dem Bรผrger, dass es so etwas wie Recht und Gerechtigkeit gab. Klar, die Steuern waren immer noch zu hoch, und die Hรคlfte der Politiker blieb Knallkรถpfe, aber man kam nicht mit allem davon. Und genau das gibt es in der spรคten Republik nicht mehr, ja, es ist geradezu ihr Merkmal. Das System fรผhlt sich so sicher, dass es รผberhaupt nicht mehr diese Ablรคufe unter Einbeziehung der Medien durchexerzieren muss, um so etwas wie Selbstreinigung zu suggerieren. Man macht einfach weiter und opfert vielleicht mal irgendjemanden wie Anne Spiegel oder Christine Lambrecht, nur um diese Stellen dann mit noch systemkonformeren Personalien zu besetzen.
Und das bringt mich dann zu der Frage, die gerne in der Kommentarspalte erรถrtert werden darf: Was bringt dissidenter Skandaljournalismus eigentlich? Wir wissen doch sowieso alle, mit wem wir es da oben zu tun haben.

