In den Morgenstunden fand eine Razzia in den Redaktionsrรคumen von โCompactโ statt. Das Magazin, das laut Verfassungsschutz bereits โgesichert rechtsextremโ ist, wurde vom Innenministerium unter der Feder von Nancy Faeser verboten. Dazu gehรถren auch jegliche Seiten, Social-Media-Portale, verwandte Unternehmen und natรผrlich das Herzstรผck, das โCompact-Magazinโ von Elsรคsser. Aus Sicht von Faeser habe das Magazin eine Rolle als โdas zentrale Sprachrohr der rechtextremistischen Szeneโ. Es verfolge „eine klare Agenda, Rechtsextremisten zu vernetzen und antisemitische Verschwรถrungsideologien zu verbreiten.โ Das selbsterklรคrte Ziel von Compact sei die Zerstรถrung unserer freiheitlichen Gesellschaft, so Faeser weiter. Wie weitreichend das Vereinsverbot gegen โCompactโ ist, liest sich in der mittlerweile verรถffentlichen Antragsschrift. Das Vermรถgen, und sogar das Vermรถgen Dritter, wird durch den Bund beschlagnahmt und eingezogen.
Zuletzt wurde das โInstitut fรผr Staatspolitikโ als โgesichert rechtsextremโ eingestuft, woraufhin die Verantwortlichen das Institut einfach auflรถsten und sofort in anderer Form neugrรผndeten, um dem VS ein Schnippchen zu schlagen. Davor war es die vor allem die โJunge Alternativeโ und mit ihr immer mehr AfD-Landesverbรคnde, die ohne sachlich ernstzunehmende Kriterien als โrechtsextremistischen Verdachtsfallโ klassifiziert wurden. Jetzt hat Faeser es zu weit getrieben. Dass sie und der ihr hรถrige Verfassungsschutz wie wild Rechtsextremismus-Siegel verteilen, das ist eine Sache. Nun aber eine massive Razzia wie damals bei den โSchlรคgenโ gegen die Reichsbรผrger? Dazu noch gegen ein Pressemedium, die in Deutschland eigentlich mit den hรถchsten Schutzstatus genieรenโฆ
Das Credo im oppositionellen Lager ist eindeutig: vom liberalkonservativsten Zentristen bis zum rechten Hardliner sehen alle โ unabhรคngig von der politischen Ausrichtung โ in Faesers Vorgehen einen katastrophalen Einschnitt in die Freiheitsrechte in Deutschland. Selbst der ein oder andere Linke kritisiert das Verbot, auch weil er vielleicht ahnt, dass jede politische Coleur Opfer eines repressiven Staats werden kann, wie hier von Benedikt Kaiser treffend zusammengefasst:
Daneben gibt es natรผrlich zahlreiche Linke, die das Verbot gutheiรen, wenngleich sie mit ihrer vorhanden Logik einen eher abschreckenden Eindruck machen; hier zum Beispiel Erik Marquardt:
Diese Argumentation lieรe sich 1 zu1 auf jeden autoritรคren Staat รผbertragen, das โrechtmรครigeโ Vorgehen โ formaljuristisch โ legitimierte dann rรผckwirkend die Existenz eines Rechtsstaates. Nicht sehr intelligent.
Nicht nur wegen Faesers unverhรคltnismรครigen Eingriffs in die Pressefreiheit steht die Mehrheit der Opposition hinter Elsรคsser und „Compact“, auch weil die Sorge umgeht, dass die Einschlรคge bald nรคher kommen werden, und weitere unliebsame Medien verboten werden kรถnnten. Die Sorge ist berechtigt, und gewissermaรen sitzen ja auch wir von der KRAUTZONE auf einem Schleudersitz. Allerdings wรผrde ich die Rechnung nicht vorschnell und ohne den Wirt – oder besser gesagt: ohne den Rechtsstaat – machen. Denn so groร die Ablehnung gegenรผber Faeser und dem ungerechtfertigten Vorgehen des Staates sein mag, in den allermeisten Fรคllen funktioniert der Rechtsstaat dann doch noch rudimentรคr. Der Rechtsstaat ist รผbrigens nicht das Vorgehen einer wildgewordenen Exekutive per richterlichem Beschluss, sondern das, was hinten rauskommt.
Denn wer die Berichterstattung aufmerksam verfolgt hat, wird gemerkt haben, dass erstens, das Anschuldigen von Faeser jeglicher sachlichen Grundlage entbehren. „Compact“ mag als rechtes Magazin gelten, vielleicht auch als russlandtreu, und sicherlich als verschwรถrungstheoretisch, aber definitiv ist das โselbsterklรคrte Zielโ nicht die โZerstรถrung der freiheitlichen Gesellschaftโ. Was aber viel schwerer wiegt, ist der Weg des Innenministeriums รผber das Vereinsverbot. Denn โCompactโ ist kein Verein, sondern eine GmbH, dazu ein Medium, dass sich unter den Schutz des Presserechts stellen kann. Zwar ermรถglicht das Vereinsverbot auch, Vereinigungen zu verbieten, die formal gar kein Verein sind, allerdings muss die Organisation โvereinsรคhnliche Strukturenโ aufweisen.
Das ist bei Compact โ so weit wie von auรen einsehbar โ nicht der Fall. Es handelt sich um eine Redaktion, die fรผr Leser/Zuschauer ein Produkt erstellt. Selbst wenn man Elsรคsser und โCompactโ tatsรคchlich den Kampf gegen die staatlichen Strukturen nachweisen kann, wird es sehr schwierig werden, das Vereinsverbot รผberhaupt greifen zu lassen. Zwar wurde mittels des Vereinsrecht das linksextreme Medienportal โlinksunten.indymediaโ verboten, aber das damalige Verbot stand schon auf sehr wackeligen Fรผรen. Der Unterschied ist jedoch deutlich: โlinksunten.indymediaโ war wirklich als Verein organisiert, hatte gleichberechtige Mitglieder, das Ziel war nicht das Erwirtschaften von Gewinnen. So konnte man das Vereinsverbot, an das rechtlich sehr hohe Hรผrden geknรผpft sind, auch auf โindymediaโ anwenden. Bei โCompactโ wird diese Strategie jedoch vermutlich scheitern.
Elsรคsser mag vielleicht die radikaleren unter den unerwรผnschten Positionen vertreten, aber gleichzeitig ist er auch gemessen an der Auflage der erfolgreichste Verleger im rechten Spektrum, der zugleich am lรคngsten im Medienbereich aktiv ist, und damit das schlechteste Ziel, dass sich Faeser wรคhlen konnte. Er ist vermutlich der Ausgebuffteste innerhalb der alternativen Medien, hat wenig zu verlieren, ist bestens vernetzt und sollte (noch) รผber genรผgend Kleingeld verfรผgen, einen Prozess durch mehrere Instanzen zu fรผhren. Das Hauptproblem wird sein, dass Compact fรผr geraume Zeit aus dem Verkehr gezogen wird, bis ein Gericht tatsรคchlich das unrechtmรครige Vorgehen des Innenministeriums bestรคtigt haben wird.
Gewinnt Elsรคsser den anstehenden Prozessmarathon, wird โ รคhnlich wie beim โJunge Freiheitโ-Urteil in den 1990er Jahren โ ein Prรคzedenzfall geschaffen, der uns alternativen Medien endlich Rechtssicherheit bei unserer Arbeit gewรคhrleisten wird. Auรerdem bekommt der Staat in Sachen Kompetenzรผberschreitung eine Schelle, die er so schnell nicht vergessen wird. Elsรคsser zumindest klingt optimistisch. In seinem ersten Interview nach der Razzia sagt er:
โDas Regime handelt auch aus einer gewissen Schwรคche heraus, und das macht mich optimistisch, dass am Ende wir die Sieger sein werden.โ
Wer die juristische Verfolgung oppositioneller Krรคfte in den letzten Monaten aufmerksam verfolgt hat, der kann Elsรคsser eigentlich nur zustimmen. Zum einen wird ein Klima der Angst geschaffen, hauptsรคchlich durch zahlreiche Abmahnungen, die direkt oder indirekt gegen Dissidenten formuliert werden, dazu eben diverse Drohgebรคrden der Verfassungsschutzรคmter. Doch in den meisten Fรคllen sind die Angriffe recht zahnlos und werden von der Staatsanwaltschaft gar nicht erst verfolgt. Die Ampel wird nervรถser und schlรคgt wilder um sich. Retten wird sie das freilich nicht, aber sie wird im kommenden Jahr noch alle Hebel in Bewegung setzen, um mรถglichst groรen Schaden zu verursachen โ bevor sie dann krachend abgewรคhlt wird.

In naรผrlich „rein zeitlichen und keinesfalls kausalem Zusammenhang“ sind in wenigen Monaten Landtagswahlen in Gebieten in denen das so ausgebremste Medium nicht nur รผber die Berichterstattung die von RotzGrรผn besonders gefรผrchtete Konkurrenz unterstรผtzen wollte. Zufรคlle gibts!
Hello! I’m from Russia, i’m never kissed russian girl, for 32 years.
If you want stop war in Ukraine, block Russia users on all foreign adult web-sites. And stop host Russia adult projects.
All „adult“ in Russia, it’s foreign 18+ sites and video.
Be careful, Russia girl it’s scam.
krachend abgewรคhlt…? Und dann? Dann kommt Merz mit Habeck und alles lรคuft weiter wie zuvor.
So haben sich die Sozis gefรผhlt als der Vorwรคrts verboten wurde.
Hier die Kopie meines Kommentars dazu bei „eigentรผmlich frei“:
Eine sinnvolle Forderung wรคre jede Art von „Meinungsdelikten“ abzuschaffen, da diese nicht objektivierbar sind und der Beurteilung der jeweiligen Machthaber samt ihres Justizapparats unterliegen. Bestraft werden sollten nur Eigentumdelikte sowie Kรถrperverletzungen und damit zusammenhรคngende Untaten wie Erpressung, Nรถtigungen und รคhnliche Bedrohungen. Da hรคtte dieser Staat – wofรผr er primรคr zustรคndig ist – heutzutage genug zu tun. Das Schlimme ist nรคmlich, daร Faeser genau weiร was sie tut. Sie geht keinerlei persรถnliches Risiko ein – vรถllig unabhรคngig wie irgendein Gericht entscheidet. Die Chose zahlt der Steuerzahler und sie bleibt weiterhin im Amt. Ein „bรผrgerlicher“ Innenminister und ehemaliger „Spitzen“-Richter hier in Hessen hat ja laut NZZ zu diesem „Vorgang“ bereits offen sein Wohlwollen geรคuรert. Welche etablierte Partei sollte dann noch den Rรผcktritt dieser machtgeilen
Frau bewirken? An dieser Ampel hรคngen zuviele gutbezahlte Jobs.