Die Rechtswissenschaftlerin Frauke Brosius-Gersdorf hat in der Vergangenheit keinen leisen Zweifel an ihrer ideoligischen Einstellung gelassen. Mit ihrer Einschรคtzung zur Vereinbarkeit des Kopftuchs mit dem Neutralitรคtsgebot des Staates leistete sie der Islamisierung der Beamtenschaft juristischen Vorschub. Wรคhrend Corona setzte sie sich fรผr eine rรผcksichtslose Impfpflicht ein. Wenig รผberraschend sprach sie sich auch nachdrรผcklich fรผr ein Verbot der grรถรten Oppositionspartei in Deutschland aus. Schlieรlich aber war und ist es ihre Haltung zur Abtreibung, die polarisiert. Brosius-Gersdorf hat nรคmlich im โBericht der Kommission zur reproduktiven Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizinโ klargestellt:
โOb dem Embryo/Fetus der Schutz der Menschenwรผrdegarantie (Art. 1 Abs. 1 GG) zugutekommt, ist fraglich. Es gibt gute Grรผnde dafรผr, dass die Menschenwรผrdegarantie erst ab Geburt gilt.โ
Es lag fรผr die SPD also auf der Hand, mit der Personalie Brosius-Gersdorf die CDU โ und damit stellvertretend den gesamten liberalkonservativen Komplex der Spรคt-BRD โ zu demรผtigen. Und diese Rechnung ging auf, wie die Ereignisse des gestrigen Tages beweisen! Die CDU hรคtte auf Grund jeder einzelnen der oben aufgefรผhrten Positionen die Wahl von Brosius-Gersdorf zur Bundesverfassungsrichterin ablehnen kรถnnen. Eine tiefhรคngende Frucht, der brรคsigen Wรคhlerschaft hรคtte es gefallen. Stattdessen signalisierte Merz auch noch dem letzten altbundesrepublikanischem Trรคumer, dass auf die CDU als „christlich-konservative Marke“ kein Verlass ist.
Auf die Frage von Beatrix von Storch, ob er es mit seinem Gewissen vereinbaren kรถnne, eine Personalie mit einer solch menschenverachtenden Einstellung zur Wรผrde des ungeborenen Lebens zu wรคhlen, antwortete CDU-Kanzler Merz mit einem lapidaren โJaโ.
Er hรคtte ja wenigstens so tun kรถnnen, als ob sich die CDU um konservative Werte schert. Stattdessen war der Kanzler und Parteivorsitzende mit dieser Antwort รผberraschend ehrlich, was das Profil seiner Partei angeht. Jรผngeren Rechten ist lรคngst klar, dass die CDU einfach nur eine weitere sozialdemokratische Partei ist. Aber selbst das klingt noch zu harmlos. Tatsรคchlich hat die Partei alle groรen linken Reformen vorangetrieben: Unter ihrer Regide hat Deutschland seine Souverรคnitรคt an den korrupten, demokratisch nicht legitimierten EU-Apparat รผbertragen, sein Staatsgebiet zum multikulturellen Siedlungsgebiet deklariert, das Deutsche Volk als staatlichen Souverรคn entrechtet, die sichere Energieversorgung gekappt und den Deindustrialisierungsprozess eingeleitet. Es gab Zeiten, da hรคtte man die CDU wegen Hochverrat verboten. Doch die Spรคt-BRD zeigt sich gnรคdig.
Die Empรถrung von Birgit Kelle รผber Friedrich Merz steht sinnbildlich fรผr die vรถllige Ohnmacht des liberalkonservativen Lagers, zumal Kelle weiterhin der CDU die Treue hรคlt. Sie ist damit bei Weitem nicht die Einzige! Es gibt in Deutschland eine ganze Reihe von gut vernetzten, beruflich erfolgreichen und hoch angesehenen Liberalkonservativen, die einerseits ihren Honig aus der Empรถrungsbewirtschaftung ziehen, welche sich maรgeblich am โLinksschwenk der CDUโ abarbeitet, aber aus einem regelrecht masochistischen Affekt heraus nicht von dieser Partei lassen will.
Aus der selbstverschuldeten Affรคre konnte sich die CDU letztendlich nur herauswinden, indem sie plรถtzlich auf angebliche Plagiate von Brosius-Gersdorf verwies und die Wahl deswegen verschieben lieร. Eine schรคbige Posse! Die SPD wird jetzt umso mehr an der linksideologischen Kandidatin festhalten und die CDU wird sich am Wahltag nicht nochmal in Ausflรผchte retten kรถnnen.
Aber das sind die schmutzigen Gewรคsser der spรคtbundesrepublikanischen Tagespolitik. Mein Kollege Felix Cassel hat bereits den Fokus seiner Kritik auf den wesentlichen Punkt gerichtet und die Konstruktion des Bundesverfassungsgerichts an sich infrage gestellt. Allein die Bestallung der Richter zeigt, an welchen strukturellen Problemen die Bundesrepublik vor aller Augen dahinsiecht: fehlende Gewaltenteilung, die Fรถrderung einer gesellschaftszersetzenden Ideologie von oben herab und eine Machtstellung der etablierten Parteien, die das Grundgesetz so nie vorgesehen hat.
Ich mรถchte im Rahmen meiner Kolumne hingegen einen anderen Aspekt aufgreifen: Die juristische Rabulistik, mit der Brosius-Gersdorf die antinatalistische Agenda der Progressiven zu fundieren sucht und die lapidare Zustimmung von Merz sind der passende, wenig รผberraschende Ausdruck dessen, was ich den „Todeskult der Spรคt-BRD“ nennen mรถchte. Ja, das klingt etwas drรผber. Aber in der Tat ist dieses Land inhรคrent kinder- und familienfeindlich. Es ist fatal, dass dieser Umstand gerade von jungen Reaktionรคren, Rechten und Konservativen nicht genug gewรผrdigt wird. Das liegt einerseits daran, dass die entsprechende Lebenserfahrung (noch) fehlt, andererseits mag das auch mit der internetbedingten Marotte zu tun haben, sich in destruktive Ideologien zu verrennen, deren tatsรคchliche oder zurechtgebogene Glaubenssรคtze allein dazu dienen, sich um den nรคchsten, den entscheidenden Schritt im Leben herumzudrรผcken – den der Familiengrรผndung.
Als Eltern sieht man Dinge anders, selbst solche vorgeblich banalen, eigentlich staubtrockenen Sachverhalte wie die ideologische Einfรคrbung des Bundesverfassungsgerichts. Man sieht dieses Land nicht aus der Perspektive eines 20- oder 30-jรคhrigen Deutschen zerfallen, sondern auch und vor allem aus der Perspektive eines Kleinkinds. Die alltรคglichen Erfahrungen, die man als junge Familie in der Spรคt-BRD macht, kรถnnten Bรคnde fรผllen. Im Folgenden nur zwei Szenen:
1.) Die Stadtverwaltung hat einen โSeniorenbeiratโ, der seine Arbeit fรผr eine โseniorengerechte Stadtโ selbstbewusst bewirbt. Auf dem Plakat posiert eine Gruppe wackerer Greise, ein Sinnbild fรผr den Zustand der autochthonen Bevรถlkerung. Einen โFamilienbeiratโ, der sich fรผr die Belange von Eltern und Kindern einsetzt, den gibt es hingegen nicht. Stattdessen bietet die Stadtverwaltung vergรผnstigte Mรผllsรคcke fรผr Windeln an โ das aber auch nur auf Nachfrage, die Stรผckzahl ist begrenzt. Ein Begrรผรungsschreiben fรผr den Nachwuchs, vielleicht sogar ein paar beiliegende Mรผllsรคcke als Willkommensgeschenk โ Fehlanzeige.
2.) Abendlicher Spaziergang รผber die Felder und durch den Park. Auf dem Bolzplatz zehn (!) migrantische Kinder, โbeaufsichtigtโ von zwei Kopftuchtrรคgerinnen. Ein paar Meter weiter dann der Spielplatz. Ein einzelner deutscher Vater schaut seinem kleinen Kind beim Rutschen zu. Einzelkind? Statistisch gesehen sehr wahrscheinlich. Man grรผรt sich freundlich, aber flรผchtig. Hinter der nรคchsten Hecke steht ein Tisch, auf dem sich Wasserpfeifen und Fressalien tรผrmen. Kopftuchfrauen, ihre Mรคnner, mehr Kinder.
Man nimmt so etwas auf und grรผbelt daran herum: Das Kind als Fremdling im eigenen Land. Eines von wenigen Muttersprachlern im Kindergarten und in der Schulklasse. Wo das Deutsche noch in einer erschรถpfenden Masse vorhanden ist, da ist es alt, greis, aber auf eine unertrรคglich penetrante Art und Weise juvenil. E-Bikes, grelle Kunststoffkleidung, 70-jรคhrige Omas mit blauen Haarstrรคhnen, Camp-David-Shirts, die sich รผber aufgeblรคhte Bรคuche spannen. โSeniorenbeiratโ, das รคrgert besonders. Was soll denn eine โseniorengerechte Stadtโ รผberhaupt sein? Was wollt ihr alten Sรคcke denn noch von uns Jungen?
Sehe ich keine Auslรคnder, sehe ich Rentner. Vor der Supermarktkasse, vor der Metzgertheke, vor mir auf dem Parkplatz, neben mir im Stau, hinter mir im Rรผckspiegel. Allein oder zu zweit im VW Tiguan oder BMW X5, weil man auf die alten Tage noch mal mit einer richtig fetten Karre die Straรe verstopfen muss. Alte waren fรผr mich von Kindesbeinen an Respektspersonen, und ich hatte noch das groรe Glรผck, jene โStille Generationโ kennenzulernen, die hier explizit von der Kritik ausgenommen ist. Vor Boomern und รคlteren Zoomern habe ich hingegen lรคngst alle Achtung verloren. Sie saugen diesem Land โ unserem Land โ das Mark aus den Knochen.
Das zeigt sich eben auch an der Causa Brosius-Gersdorf: Wie schon bei der ehemaligen Vorsitzenden des Deutschen Ethikrats, Alena Buyx, reicht ein Blick, es genรผgt der natรผrliche Instinkt, um zu wissen, mit wem man es zu tun hat. Aber da sich die Moderne vor allem dadurch auszeichnet, den natรผrlichen Instinkt zu unterdrรผcken, wird uns jetzt die SPD-Personalie als ernst zu nehmende Option fรผr das Amt eines Verfassungsrichters prรคsentiert. Im sozialdemokratischen Konsens zwischen den beiden Gerontokratie-Parteien SPD und CDU gehรถren solche Positionsabsteckungen genau so zum Grundrauschen, wie die รberzeugung, dass sich รผber den Wert des ungeborenen Lebens verhandeln lรคsst, wie รผber ein Schuldenpaket.
Man muss sich das wirklich vor Augen fรผhren: Die als โAbtreibungโ euphemisierte Kindstรถtung hat sich unter dem maรgeblichen Einsatz des โZweite-Welle-Feminismusโ โ des schillernden Jugenderlebnisses der Boomergeneration โ lรคngst als Instrument der Geburtenregulation etabliert. 100.000 Ungeborene fallen jรคhrlich dieser โOptionโ zum Opfer โ die wenigsten รผbrigens aus den vorgeschobenen Grรผnden โVergewaltigungโ oder โKrankheit/Behinderungโ. Dieser Massenmord wird von denselben Gestalten propagiert, die mit dem Strohmann der „Flรผchtlingsfamilie“ die Alt- und Restdeutschen dazu bewegen wollen, „Platz zu schaffen“. Wenn schon auf brรคsige Libkons kein Verlass ist, so muss gerade dieses Thema fรผr junge Dissidenten eine einzige rote Linie sein. Deutschlands Zukunft sind unsere Kinder. Ihr Wert und ihre Wรผrde dรผrfen nicht zur Verhandlungsmasse einer schmallippigen BRD-Technokratie verkommen, die anhand des Formblatts A38 darรผber bestimmt, wo Leben beginnt.
Es ist keine leichte Einsicht, aber Deutschland lรคsst sich nicht mit kantigen Memes oder ein paar Prozentpunkten mehr fรผr die AfD retten. Das Einzige, was der spรคtbundesrepublikanischen Gerontokratie entgegengesetzt werden kann, ist die konsequente und unbedingte Fรถrderung des Familiengedankens. Nicht trotz, sondern wegen der gesellschaftlichen Umwรคlzungen der Massenmigration, der Entfremdung von den รคlteren Generationen und der Herausforderungen der digitalen Welt muss die Familie im Mittelpunkt jeder politischen und weltanschaulichen Erwรคgung stehen. Wer Kinder hat, setzt diese Prioritรคt bereits von ganz allein.


Danke, Friedrich. Es ist tatsรคchlich Massenmord, und im Fall von einer dem Baby zugeschriebenen Behinderung (welche sich frappierend oft als Ultraschallartefakt herausstellt!) steht ja sogar ein Euthanasiegedanke dahinter.
Mรผllsรคcke als Begrรผรungsgeschenk fรผr Babys ist dagegen schon symptomatisch fรผr die verkommene BRD-Einstellung. Welche Leistungen und Angebote bekommen Senioren vielerorts: Ehrenamtliche Gesellschaft und Fahrdienste, oder auch Einkaufsdienste fรผr kleines Geld. Pflegebedรผrftige kรถnnen sich per Stundenweiser Pflege, Tagespflege, stationรคrer oder ambulanter Pflege versorgen lassen. รber die Pflegekasse rechnen beispielsweise „Alltagsengel“ ab, die Gesellschaft bei Einsamkeit leisten, Hilfe in Haus und Garten, Wohnung putzen, zum Einkaufen gehen, Wรคsche waschen, Kรผhlschrank putzen und so weiter. Die Sozialstation kommt, sofern gewรผnscht, morgens und abends zu Pflegebedรผrftigen beispielsweise zum Kompressionsstrรผmpfe anziehen, Tabletten stellen, Duschen.
Fรผr Familien gibt es das alles nicht. Man findet nicht mal eine Hebamme, und nach Kaiserschnitt mit schwerer Genesung beim 3. Kind bekommt man keine Haushaltshilfe, weil die Krankenkasse meint, der Mann kรถnne sich doch allein um Baby, Geschwister, Haushalt und Mutter kรผmmern. Hebamme hat man eh schon keine gefunden, von Hausgeburtshebammen ganz zu schweigen. Darรผber hinaus sollten manche Hebammen dringend ihr Fachwissen aufbessern oder auf dem Laufenden halten, aber davon kann man nur trรคumen, weil die eh schon รผberlastet sind und zudem der Beruf anscheinend ausstirbt. Von der Lage in den Krankenhรคusern ganz zu schweigen, wo eine Hebamme 3 Geburten gleichzeitig betreuen soll (restliches Personal genauso รผberlastet) und Konzepte zur entspannenden Geburt (Hypnosetechniken) meist nicht bekannt sind oder vermittelt werden.
Familien brauchen รคquivalente Dienste wie Pflegebedรผrftige, weil Kinderaufzucht die Aufgabe der ganzen Gruppe ist, die nicht unzulรคssigerweise auf 1 Person delegiert werden kann. Wir brauchen keine Mรผllsรคcke, sondern Haushaltshilfen, Mรผtterpflegerinnen, Familienpflegerinnen, Hilfe fรผr Vรคter, Kinderbetreuung DIREKT IN der Familie anstatt abschieben in die Fremdbetreuung, und so weiter. Natรผrlich alles gekoppelt an den Erhalt der ethnokulturellen Identitรคt, vielleicht dialektbasierte Angebote. Das kรถnnte auch die preuรische Sprachvernebelung wieder etwas zurรผckdrรคngen.
@Hilde: Es lรคuft vieles falsch in diesem Land. Aber es greift zu kurz hier die Unterstรผtzung von Senioren, รผbrigens grรถรtenteils von deren Ersparnissen und Kindern bezahlt, gegen die fรผr Familien gegenzurechnen.
Denn andernorts, fรผr unsinnige Prestigeprojekte, entartete Kunstzumutungen und die immer weiter wuchernde Unterstรผtzung angeblicher „zivilgesellschaftlicher“ (Tarn-)Organisationen ist genug da. Die รberlastung des Sozial- und Gesundheitssystems durch Massenzuwanderung kommt noch obendrauf, und nun noch horrende Verteidigungsausgaben die unsere Sicherheit mehr gefรคhrden als festigen.
Hier eine Jung-gegen-Alt-Neiddebatte aufzukochen ist nur im Sinne jener die beide gegeneinander ausspielen und somit ungestรถrt weiter das eigentliche Problem weiter ihr Unwesen treiben kรถnnen.
Fragt sich ob die Massenzuwanderung wirklich so schlecht ist, denn in den Fremdkulturen hรคlt man die รlteren in Ehren und die Kleinen fรผr selbstverstรคndlich – beide in Ganztagsverwahranstalten zu entsorgen um sich dann selbst Doppelvollzeitbeschรคftigt sich fรผr horrende Teuergelder ausnehmen zu lassen ist dort nicht der Normalfall.
Zum Nachdenken: Wie kann es sein daร, obwohl die Zahl insbesondere der Frรผhkindganztagsbetreuungsplรคtze deutlich zugenommen hat, diese trotz gesunkener Geburtanzahl knapper sind denn je?
Zu den Mรผllsรคcken: Klingt auf den ersten Blick bizarr, ist aber angesichts der ganzen Windeln, Wichtรผchern und รคhnlichem Mรผll der da anfรคllt gar nicht so doof – Verwendung dafรผr hats allemal, und angesichts heutiger Mรผllpreise sind ein paar Gratissรคcke obendrauf geradezu Gold wert.
Zur preuรischen Sprachvernebelung: Diese zu bereinigen wรคre wรผnschenswert. Aber wir sollten froh sein wenigstens die Sprache von Goethe & Schiller noch halbwegs bewahren zu kรถnnen angesichts der schon gut 100 Jahre wรคhrenden weitreichenden Binnenmigrationsvermischung und der Konkurren von Soziolekten zwischen Denglish-Kanaksprak der Jugend und gendersternkonformistischen Landfrauenden bei den Omas gegen Recht(s).
Hallo und guten Tag Friedrich Fechter, Hallo und guten Tag Allgemein,
es folgt ein langer und drister Aufsatz, ein langer und drister Monolog.
Beim Lesen des Artikels schwang meine innere Stimme, das Generationsthema betreffend, zwischen „Stimme zu“ und „Stimme nicht zu“, „Ja, Nein, Aber“.
Bin Baujahr 1989 und kann nur รผber Ostdeutschland, Sachsen reden. Und auch dies subjektiv, nicht fรผr alle, nicht verallgemeinert.
Auf Demonstrationen gegen die willkรผrlichen Coronamaรnahmen, auf Demonstrationen gegen die Islamisierung Europas, auch auf weiteren Demonstrationen in die Richtung gehend, bei Grรผndungen von Bรผrgerbewegungen und Vereinen in die Richtung gehend, sehe ich รผberwiegend „Boomer“, wenige meiner Generation und so gut wie nie die jรผngere Generation. Auch im Umfeld habe ich รผberwiegend den Eindruck von Desinteresse seitens meiner Generation oder jรผnger.
Wรคhrend alte Leute, kaum mehr des Gehens mรคchtig, bei Schneeregen auf dem Platz standen und mit liefen, saร die meine Generation und jรผnger im Cafรฉ und hat im besten Fall alles ignoriert, andernfalls die Leute die auch fรผr deren Leben und Zukunft demonstrierten, ausgelacht.
Jetzt sind Demonstrationen nicht das einzige Mittel, aber wo sind den diejenigen meiner Generation oder jรผnger, die wie im Artikel gefordert, einen Famillienbeirat grรผnden. Oder anders aktiv werden. Mit Familie, mit Kindern bleibt sicherlich nicht viel Zeit, allerdings haben viele „Boomer“ hier nach der Wende wieder ein komplettes Leben aufbauen mรผssen, ohne Unterstรผtzung. Sie haben gearbeitet, sie haben die Kinder betreut, ein Heim aufgebaut, haben Urlaube ermรถglicht. Meine Generation und jรผnger muss nicht von Null anfangen, man kann darauf aufbauen. Aber man muss es selbst tun.
Ich will mich auch nicht weiter in die Generationsdebatte einmischen, sondern nur meinen subjektiven Blick darauf, ungefragt, kund tun. Und ja, es ist nicht zu verallgemeinern, es gibt „kaputte“ und absolut desinteressierte „Boomer“, und es gibt „kaputte“ und absolut desinteressierte „Millennials“ / „Zoomer“.
Ich bin kein Freund dieser Generationsdebatte, man muss arbeiten mit dem was man hat und was einem zur Verfรผgung steht.
Mein Blick darauf: Alle Generationen werden gebraucht um den Niedergang zu beenden und einen Wiederaufbau zu starten.
Viele Grรผรe
Frank
Vielen Dank fรผr deine Eindrรผcke, Frank.
Die Zurรผckhaltung der Jungen bei den Corona-Demos lรคsst sich recht gut erklรคren: Zunรคchst einmal gibt es wesentlich weniger Junge als Alte – das erdrรผckende Gewicht letzterer macht sich fast รผberall dort bemerkbar, wo Menschen zusammenkommen. Auch bei staatstragenden Demos (zB Anti-Remigration) รผberwiegen „Weiรhaarige“. Ein anderer Grund liegt im Mentalitรคtenwandel: Junge Menschen hรคngen keiner Demokultur an. Selbst die FfF-Aufmรคrsche mussten mit groรem Aufwand aufgezogen werden (und fielen dann rasch in sich zusammen). Widerstand formiert sich heute eher im Netz, wenig bis kaum auf der Straรe. Das mag auch mit der mangelhaften Auรendarstellung vieler Demos zusammenhรคngen. Wir haben das damals hรคufiger thematisiert, viele (รคltere) Demonstranten haben sich aufgefรผhrt, wie in einem Zirkus. Das mag in den 70ern/80ern noch cool gewesen sein, heute schreckt das ab. Die hohe Quote von Impfverweigerungen unter den Jungen spricht hingegen fรผr das kritische Bewusstsein dieser Generation.
Schon wieder disqualifiziert sich die Krautzone mit einer Pauschalpolemik gegen รltere als auch gegen Jรผngere die sich nicht um den Karnickelorden verdient gemacht haben.
Was die ร60-Riege angeht hat Frank schon gut beschrieben wie es wirklich ist.
Zu einheimischen kinderreicheren Familien ist zu ergรคnzen daร diese vielfach der steuerzahlenden Bevรถlkerung ebenso auf der Tasche liegen, denn mit Kindergeld, hochsubventionierten Kitas und einer Vielzahl anderen Vergรผnstigungen hofiert leisten diese vielfach nicht entsprechende Erziehungsarbeit als Gegenwert sondern duseln die so vermiedene Erwerbs- und Betreuungszeit stattdessen beim MuKi-Macchiato, Serienkonsum und anderen flachgeistigen Vergnรผgungen ab. Passenderweise ist dort auch die Zustimmung zu rotgrรผnen Ideen besonders hoch, und entsprechend verwundert es dann auch nicht daร der Widerstand gegen die Verbuntung von Kindergรคrten und Schulen kaum nennenswert ist.
Gibt auch lobenswerte Gegenbeispiele – aber die sind in der Minderheit und werden von der heutigen Sozialsystempamperung benachteiligt statt belohnt.
@.TS.
Wenn Sie stellvertretend fรผr die ร60er stehen, dann kann ich gar nicht genug pauschalisieren.
Ach Herr Fechter,
wenn Sie denn wenigstens treffsicher gewesen wรคren. So aber ist ihr substanzloser Konter nur ein Eigentor geworden.
Gegen die mediale Altersdiskriminierung habe ich schon vor 30 Jahren gewettert, damals in einem Alter in dem man heute angehende potentielle Krautzone-Kernzielgruppe wรคre, und werde es auch in 30 Jahren noch tun wenn ich dann zu den ihnen so lรคstigen wenn auch weiterhin rรผstigen „Greisen“ gehรถre.
Offensichtlich hatten Sie noch nicht viel Kontakt mit der heutigen Durchschnittselternblase, denn sonst wรคre Ihnen bewuรt daร diese ihre Kinder zwar eher selten Malte und Sรถren nennen, dafรผr aber der Propaganda der letzten 20 Jahre besonders hรถrig auf den Leim gehen. Ein Besuch im Freibad kรถnnte da als Bildungsausflug gelten, abseits von den Talahonks am groรen Becken gibts in der Planschlandschaft ganz andere alptraumatische Erlebnisse. Nicht wegen den Kleinen, die kรถnnen schlieรlich nix fรผr ihre Eltern.
Hallo und guten Tag Friedrich Fechter,
Hallo und guten Tag Allgemein,
Ich kann die angebrachten Punkte nachvollziehen, auch wenn ich zum Teil einen anderen Blick darauf habe.
Aber das soll Vorkommen und das Passt auch so.
Ich selbst pauschalisiere und รผbertreibe regelmรครig. Nichts ist nervender als das: „Aber es sind nicht alle so“, was einem wieder und wieder darauf entgegnet wird.
Das „Nichts ist nervender“ meinerseits, ist ein gutes Beispiel fรผr die von mir gerne verwendete รbertreibung.
Ich bin also der letzte der sich beschwert, beschweren sollte. Ich kann auch Formulierungen รผberlesen.
Bei der Generationsdebatte bin ich persรถnlich zurรผckhaltender.
Kurzes Bewerben des Krautzone Abonnements meinerseits noch und dann ist gut.
Sollte es ein Leser noch nicht abgeschlossen haben, dann nur zu, schlieรt ein Abonnement ab. Man wird nicht dรผmmer. Auch wenn dem Ein oder Anderen bei meinem Kommentar, das in den Sinn kommen sollte. Es liegt nicht an der Krautzone.
Genug der Blumen.
Viele Grรผรe und danke fรผr die Arbeit und euer Angebot.
Frank