Familie o Muerte!

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Die Rechtswissenschaftlerin Frauke Brosius-Gersdorf hat in der Vergangenheit keinen leisen Zweifel an ihrer ideoligischen Einstellung gelassen. Mit ihrer Einschätzung zur Vereinbarkeit des Kopftuchs mit dem Neutralitätsgebot des Staates leistete sie der Islamisierung der Beamtenschaft juristischen Vorschub. Während Corona setzte sie sich für eine rücksichtslose Impfpflicht ein. Wenig überraschend sprach sie sich auch nachdrücklich für ein Verbot der größten Oppositionspartei in Deutschland aus. Schließlich aber war und ist es ihre Haltung zur Abtreibung, die polarisiert. Brosius-Gersdorf hat nämlich im „Bericht der Kommission zur reproduktiven Selbstbestimmung und Fortpflanzungsmedizin“ klargestellt:

„Ob dem Embryo/Fetus der Schutz der Menschenwürdegarantie (Art. 1 Abs. 1 GG) zugutekommt, ist fraglich. Es gibt gute Gründe dafür, dass die Menschenwürdegarantie erst ab Geburt gilt.“

Es lag für die SPD also auf der Hand, mit der Personalie Brosius-Gersdorf die CDU – und damit stellvertretend den gesamten liberalkonservativen Komplex der Spät-BRD – zu demütigen. Und diese Rechnung ging auf, wie die Ereignisse des gestrigen Tages beweisen! Die CDU hätte auf Grund jeder einzelnen der oben aufgeführten Positionen die Wahl von Brosius-Gersdorf zur Bundesverfassungsrichterin ablehnen können. Eine tiefhängende Frucht, der bräsigen Wählerschaft hätte es gefallen. Stattdessen signalisierte Merz auch noch dem letzten altbundesrepublikanischem Träumer, dass auf die CDU als „christlich-konservative Marke“ kein Verlass ist.

Auf die Frage von Beatrix von Storch, ob er es mit seinem Gewissen vereinbaren könne, eine Personalie mit einer solch menschenverachtenden Einstellung zur Würde des ungeborenen Lebens zu wählen, antwortete CDU-Kanzler Merz mit einem lapidaren „Ja“.

Er hätte ja wenigstens so tun können, als ob sich die CDU um konservative Werte schert. Stattdessen war der Kanzler und Parteivorsitzende mit dieser Antwort überraschend ehrlich, was das Profil seiner Partei angeht. Jüngeren Rechten ist längst klar, dass die CDU einfach nur eine weitere sozialdemokratische Partei ist. Aber selbst das klingt noch zu harmlos. Tatsächlich hat die Partei alle großen linken Reformen vorangetrieben: Unter ihrer Regide hat Deutschland seine Souveränität an den korrupten, demokratisch nicht legitimierten EU-Apparat übertragen, sein Staatsgebiet zum multikulturellen Siedlungsgebiet deklariert, das Deutsche Volk als staatlichen Souverän entrechtet, die sichere Energieversorgung gekappt und den Deindustrialisierungsprozess eingeleitet. Es gab Zeiten, da hätte man die CDU wegen Hochverrat verboten. Doch die Spät-BRD zeigt sich gnädig.

Die Empörung von Birgit Kelle über Friedrich Merz steht sinnbildlich für die völlige Ohnmacht des liberalkonservativen Lagers, zumal Kelle weiterhin der CDU die Treue hält. Sie ist damit bei Weitem nicht die Einzige! Es gibt in Deutschland eine ganze Reihe von gut vernetzten, beruflich erfolgreichen und hoch angesehenen Liberalkonservativen, die einerseits ihren Honig aus der Empörungsbewirtschaftung ziehen, welche sich maßgeblich am „Linksschwenk der CDU“ abarbeitet, aber aus einem regelrecht masochistischen Affekt heraus nicht von dieser Partei lassen will.

Aus der selbstverschuldeten Affäre konnte sich die CDU letztendlich nur herauswinden, indem sie plötzlich auf angebliche Plagiate von Brosius-Gersdorf verwies und die Wahl deswegen verschieben ließ. Eine schäbige Posse! Die SPD wird jetzt umso mehr an der linksideologischen Kandidatin festhalten und die CDU wird sich am Wahltag nicht nochmal in Ausflüchte retten können.

Aber das sind die schmutzigen Gewässer der spätbundesrepublikanischen Tagespolitik. Mein Kollege Felix Cassel hat bereits den Fokus seiner Kritik auf den wesentlichen Punkt gerichtet und die Konstruktion des Bundesverfassungsgerichts an sich infrage gestellt. Allein die Bestallung der Richter zeigt, an welchen strukturellen Problemen die Bundesrepublik vor aller Augen dahinsiecht: fehlende Gewaltenteilung, die Förderung einer gesellschaftszersetzenden Ideologie von oben herab und eine Machtstellung der etablierten Parteien, die das Grundgesetz so nie vorgesehen hat.

Ich möchte im Rahmen meiner Kolumne hingegen einen anderen Aspekt aufgreifen: Die juristische Rabulistik, mit der Brosius-Gersdorf die antinatalistische Agenda der Progressiven zu fundieren sucht und die lapidare Zustimmung von Merz sind der passende, wenig überraschende Ausdruck dessen, was ich den „Todeskult der Spät-BRD“ nennen möchte. Ja, das klingt etwas drüber. Aber in der Tat ist dieses Land inhärent kinder- und familienfeindlich. Es ist fatal, dass dieser Umstand gerade von jungen Reaktionären, Rechten und Konservativen nicht genug gewürdigt wird. Das liegt einerseits daran, dass die entsprechende Lebenserfahrung (noch) fehlt, andererseits mag das auch mit der internetbedingten Marotte zu tun haben, sich in destruktive Ideologien zu verrennen, deren tatsächliche oder zurechtgebogene Glaubenssätze allein dazu dienen, sich um den nächsten, den entscheidenden Schritt im Leben herumzudrücken – den der Familiengründung.

Als Eltern sieht man Dinge anders, selbst solche vorgeblich banalen, eigentlich staubtrockenen Sachverhalte wie die ideologische Einfärbung des Bundesverfassungsgerichts. Man sieht dieses Land nicht aus der Perspektive eines 20- oder 30-jährigen Deutschen zerfallen, sondern auch und vor allem aus der Perspektive eines Kleinkinds. Die alltäglichen Erfahrungen, die man als junge Familie in der Spät-BRD macht, könnten Bände füllen. Im Folgenden nur zwei Szenen:

1.) Die Stadtverwaltung hat einen „Seniorenbeirat“, der seine Arbeit für eine „seniorengerechte Stadt“ selbstbewusst bewirbt. Auf dem Plakat posiert eine Gruppe wackerer Greise, ein Sinnbild für den Zustand der autochthonen Bevölkerung. Einen „Familienbeirat“, der sich für die Belange von Eltern und Kindern einsetzt, den gibt es hingegen nicht. Stattdessen bietet die Stadtverwaltung vergünstigte Müllsäcke für Windeln an – das aber auch nur auf Nachfrage, die Stückzahl ist begrenzt. Ein Begrüßungsschreiben für den Nachwuchs, vielleicht sogar ein paar beiliegende Müllsäcke als Willkommensgeschenk – Fehlanzeige.

2.) Abendlicher Spaziergang über die Felder und durch den Park. Auf dem Bolzplatz zehn (!) migrantische Kinder, „beaufsichtigt“ von zwei Kopftuchträgerinnen. Ein paar Meter weiter dann der Spielplatz. Ein einzelner deutscher Vater schaut seinem kleinen Kind beim Rutschen zu. Einzelkind? Statistisch gesehen sehr wahrscheinlich. Man grüßt sich freundlich, aber flüchtig. Hinter der nächsten Hecke steht ein Tisch, auf dem sich Wasserpfeifen und Fressalien türmen. Kopftuchfrauen, ihre Männer, mehr Kinder.

Man nimmt so etwas auf und grübelt daran herum: Das Kind als Fremdling im eigenen Land. Eines von wenigen Muttersprachlern im Kindergarten und in der Schulklasse. Wo das Deutsche noch in einer erschöpfenden Masse vorhanden ist, da ist es alt, greis, aber auf eine unerträglich penetrante Art und Weise juvenil. E-Bikes, grelle Kunststoffkleidung, 70-jährige Omas mit blauen Haarsträhnen, Camp-David-Shirts, die sich über aufgeblähte Bäuche spannen. „Seniorenbeirat“, das ärgert besonders. Was soll denn eine „seniorengerechte Stadt“ überhaupt sein? Was wollt ihr alten Säcke denn noch von uns Jungen?

Sehe ich keine Ausländer, sehe ich Rentner. Vor der Supermarktkasse, vor der Metzgertheke, vor mir auf dem Parkplatz, neben mir im Stau, hinter mir im Rückspiegel. Allein oder zu zweit im VW Tiguan oder BMW X5, weil man auf die alten Tage noch mal mit einer richtig fetten Karre die Straße verstopfen muss. Alte waren für mich von Kindesbeinen an Respektspersonen, und ich hatte noch das große Glück, jene „Stille Generation“ kennenzulernen, die hier explizit von der Kritik ausgenommen ist. Vor Boomern und älteren Zoomern habe ich hingegen längst alle Achtung verloren. Sie saugen diesem Land – unserem Land – das Mark aus den Knochen.

Das zeigt sich eben auch an der Causa Brosius-Gersdorf: Wie schon bei der ehemaligen Vorsitzenden des Deutschen Ethikrats, Alena Buyx, reicht ein Blick, es genügt der natürliche Instinkt, um zu wissen, mit wem man es zu tun hat. Aber da sich die Moderne vor allem dadurch auszeichnet, den natürlichen Instinkt zu unterdrücken, wird uns jetzt die SPD-Personalie als ernst zu nehmende Option für das Amt eines Verfassungsrichters präsentiert. Im sozialdemokratischen Konsens zwischen den beiden Gerontokratie-Parteien SPD und CDU gehören solche Positionsabsteckungen genau so zum Grundrauschen, wie die Überzeugung, dass sich über den Wert des ungeborenen Lebens verhandeln lässt, wie über ein Schuldenpaket.

Man muss sich das wirklich vor Augen führen: Die als „Abtreibung“ euphemisierte Kindstötung hat sich unter dem maßgeblichen Einsatz des „Zweite-Welle-Feminismus“ – des schillernden Jugenderlebnisses der Boomergeneration – längst als Instrument der Geburtenregulation etabliert. 100.000 Ungeborene fallen jährlich dieser „Option“ zum Opfer – die wenigsten übrigens aus den vorgeschobenen Gründen „Vergewaltigung“ oder „Krankheit/Behinderung“. Dieser Massenmord wird von denselben Gestalten propagiert, die mit dem Strohmann der „Flüchtlingsfamilie“ die Alt- und Restdeutschen dazu bewegen wollen, „Platz zu schaffen“. Wenn schon auf bräsige Libkons kein Verlass ist, so muss gerade dieses Thema für junge Dissidenten eine einzige rote Linie sein. Deutschlands Zukunft sind unsere Kinder. Ihr Wert und ihre Würde dürfen nicht zur Verhandlungsmasse einer schmallippigen BRD-Technokratie verkommen, die anhand des Formblatts A38 darüber bestimmt, wo Leben beginnt.

Es ist keine leichte Einsicht, aber Deutschland lässt sich nicht mit kantigen Memes oder ein paar Prozentpunkten mehr für die AfD retten. Das Einzige, was der spätbundesrepublikanischen Gerontokratie entgegengesetzt werden kann, ist die konsequente und unbedingte Förderung des Familiengedankens. Nicht trotz, sondern wegen der gesellschaftlichen Umwälzungen der Massenmigration, der Entfremdung von den älteren Generationen und der Herausforderungen der digitalen Welt muss die Familie im Mittelpunkt jeder politischen und weltanschaulichen Erwägung stehen. Wer Kinder hat, setzt diese Priorität bereits von ganz allein.

8 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Danke, Friedrich. Es ist tatsächlich Massenmord, und im Fall von einer dem Baby zugeschriebenen Behinderung (welche sich frappierend oft als Ultraschallartefakt herausstellt!) steht ja sogar ein Euthanasiegedanke dahinter.

    Müllsäcke als Begrüßungsgeschenk für Babys ist dagegen schon symptomatisch für die verkommene BRD-Einstellung. Welche Leistungen und Angebote bekommen Senioren vielerorts: Ehrenamtliche Gesellschaft und Fahrdienste, oder auch Einkaufsdienste für kleines Geld. Pflegebedürftige können sich per Stundenweiser Pflege, Tagespflege, stationärer oder ambulanter Pflege versorgen lassen. Über die Pflegekasse rechnen beispielsweise „Alltagsengel“ ab, die Gesellschaft bei Einsamkeit leisten, Hilfe in Haus und Garten, Wohnung putzen, zum Einkaufen gehen, Wäsche waschen, Kühlschrank putzen und so weiter. Die Sozialstation kommt, sofern gewünscht, morgens und abends zu Pflegebedürftigen beispielsweise zum Kompressionsstrümpfe anziehen, Tabletten stellen, Duschen.

    Für Familien gibt es das alles nicht. Man findet nicht mal eine Hebamme, und nach Kaiserschnitt mit schwerer Genesung beim 3. Kind bekommt man keine Haushaltshilfe, weil die Krankenkasse meint, der Mann könne sich doch allein um Baby, Geschwister, Haushalt und Mutter kümmern. Hebamme hat man eh schon keine gefunden, von Hausgeburtshebammen ganz zu schweigen. Darüber hinaus sollten manche Hebammen dringend ihr Fachwissen aufbessern oder auf dem Laufenden halten, aber davon kann man nur träumen, weil die eh schon überlastet sind und zudem der Beruf anscheinend ausstirbt. Von der Lage in den Krankenhäusern ganz zu schweigen, wo eine Hebamme 3 Geburten gleichzeitig betreuen soll (restliches Personal genauso überlastet) und Konzepte zur entspannenden Geburt (Hypnosetechniken) meist nicht bekannt sind oder vermittelt werden.

    Familien brauchen äquivalente Dienste wie Pflegebedürftige, weil Kinderaufzucht die Aufgabe der ganzen Gruppe ist, die nicht unzulässigerweise auf 1 Person delegiert werden kann. Wir brauchen keine Müllsäcke, sondern Haushaltshilfen, Mütterpflegerinnen, Familienpflegerinnen, Hilfe für Väter, Kinderbetreuung DIREKT IN der Familie anstatt abschieben in die Fremdbetreuung, und so weiter. Natürlich alles gekoppelt an den Erhalt der ethnokulturellen Identität, vielleicht dialektbasierte Angebote. Das könnte auch die preußische Sprachvernebelung wieder etwas zurückdrängen.

    • @Hilde: Es läuft vieles falsch in diesem Land. Aber es greift zu kurz hier die Unterstützung von Senioren, übrigens größtenteils von deren Ersparnissen und Kindern bezahlt, gegen die für Familien gegenzurechnen.
      Denn andernorts, für unsinnige Prestigeprojekte, entartete Kunstzumutungen und die immer weiter wuchernde Unterstützung angeblicher „zivilgesellschaftlicher“ (Tarn-)Organisationen ist genug da. Die Überlastung des Sozial- und Gesundheitssystems durch Massenzuwanderung kommt noch obendrauf, und nun noch horrende Verteidigungsausgaben die unsere Sicherheit mehr gefährden als festigen.
      Hier eine Jung-gegen-Alt-Neiddebatte aufzukochen ist nur im Sinne jener die beide gegeneinander ausspielen und somit ungestört weiter das eigentliche Problem weiter ihr Unwesen treiben können.

      Fragt sich ob die Massenzuwanderung wirklich so schlecht ist, denn in den Fremdkulturen hält man die Älteren in Ehren und die Kleinen für selbstverständlich – beide in Ganztagsverwahranstalten zu entsorgen um sich dann selbst Doppelvollzeitbeschäftigt sich für horrende Teuergelder ausnehmen zu lassen ist dort nicht der Normalfall.

      Zum Nachdenken: Wie kann es sein daß, obwohl die Zahl insbesondere der Frühkindganztagsbetreuungsplätze deutlich zugenommen hat, diese trotz gesunkener Geburtanzahl knapper sind denn je?

      Zu den Müllsäcken: Klingt auf den ersten Blick bizarr, ist aber angesichts der ganzen Windeln, Wichtüchern und ähnlichem Müll der da anfällt gar nicht so doof – Verwendung dafür hats allemal, und angesichts heutiger Müllpreise sind ein paar Gratissäcke obendrauf geradezu Gold wert.

      Zur preußischen Sprachvernebelung: Diese zu bereinigen wäre wünschenswert. Aber wir sollten froh sein wenigstens die Sprache von Goethe & Schiller noch halbwegs bewahren zu können angesichts der schon gut 100 Jahre währenden weitreichenden Binnenmigrationsvermischung und der Konkurren von Soziolekten zwischen Denglish-Kanaksprak der Jugend und gendersternkonformistischen Landfrauenden bei den Omas gegen Recht(s).

  2. Hallo und guten Tag Friedrich Fechter, Hallo und guten Tag Allgemein,

    es folgt ein langer und drister Aufsatz, ein langer und drister Monolog.

    Beim Lesen des Artikels schwang meine innere Stimme, das Generationsthema betreffend, zwischen „Stimme zu“ und „Stimme nicht zu“, „Ja, Nein, Aber“.

    Bin Baujahr 1989 und kann nur über Ostdeutschland, Sachsen reden. Und auch dies subjektiv, nicht für alle, nicht verallgemeinert.

    Auf Demonstrationen gegen die willkürlichen Coronamaßnahmen, auf Demonstrationen gegen die Islamisierung Europas, auch auf weiteren Demonstrationen in die Richtung gehend, bei Gründungen von Bürgerbewegungen und Vereinen in die Richtung gehend, sehe ich überwiegend „Boomer“, wenige meiner Generation und so gut wie nie die jüngere Generation. Auch im Umfeld habe ich überwiegend den Eindruck von Desinteresse seitens meiner Generation oder jünger.

    Während alte Leute, kaum mehr des Gehens mächtig, bei Schneeregen auf dem Platz standen und mit liefen, saß die meine Generation und jünger im Café und hat im besten Fall alles ignoriert, andernfalls die Leute die auch für deren Leben und Zukunft demonstrierten, ausgelacht.

    Jetzt sind Demonstrationen nicht das einzige Mittel, aber wo sind den diejenigen meiner Generation oder jünger, die wie im Artikel gefordert, einen Famillienbeirat gründen. Oder anders aktiv werden. Mit Familie, mit Kindern bleibt sicherlich nicht viel Zeit, allerdings haben viele „Boomer“ hier nach der Wende wieder ein komplettes Leben aufbauen müssen, ohne Unterstützung. Sie haben gearbeitet, sie haben die Kinder betreut, ein Heim aufgebaut, haben Urlaube ermöglicht. Meine Generation und jünger muss nicht von Null anfangen, man kann darauf aufbauen. Aber man muss es selbst tun.

    Ich will mich auch nicht weiter in die Generationsdebatte einmischen, sondern nur meinen subjektiven Blick darauf, ungefragt, kund tun. Und ja, es ist nicht zu verallgemeinern, es gibt „kaputte“ und absolut desinteressierte „Boomer“, und es gibt „kaputte“ und absolut desinteressierte „Millennials“ / „Zoomer“.

    Ich bin kein Freund dieser Generationsdebatte, man muss arbeiten mit dem was man hat und was einem zur Verfügung steht.

    Mein Blick darauf: Alle Generationen werden gebraucht um den Niedergang zu beenden und einen Wiederaufbau zu starten.

    Viele Grüße

    Frank

    • Vielen Dank für deine Eindrücke, Frank.

      Die Zurückhaltung der Jungen bei den Corona-Demos lässt sich recht gut erklären: Zunächst einmal gibt es wesentlich weniger Junge als Alte – das erdrückende Gewicht letzterer macht sich fast überall dort bemerkbar, wo Menschen zusammenkommen. Auch bei staatstragenden Demos (zB Anti-Remigration) überwiegen „Weißhaarige“. Ein anderer Grund liegt im Mentalitätenwandel: Junge Menschen hängen keiner Demokultur an. Selbst die FfF-Aufmärsche mussten mit großem Aufwand aufgezogen werden (und fielen dann rasch in sich zusammen). Widerstand formiert sich heute eher im Netz, wenig bis kaum auf der Straße. Das mag auch mit der mangelhaften Außendarstellung vieler Demos zusammenhängen. Wir haben das damals häufiger thematisiert, viele (ältere) Demonstranten haben sich aufgeführt, wie in einem Zirkus. Das mag in den 70ern/80ern noch cool gewesen sein, heute schreckt das ab. Die hohe Quote von Impfverweigerungen unter den Jungen spricht hingegen für das kritische Bewusstsein dieser Generation.

  3. Schon wieder disqualifiziert sich die Krautzone mit einer Pauschalpolemik gegen Ältere als auch gegen Jüngere die sich nicht um den Karnickelorden verdient gemacht haben.

    Was die Ü60-Riege angeht hat Frank schon gut beschrieben wie es wirklich ist.

    Zu einheimischen kinderreicheren Familien ist zu ergänzen daß diese vielfach der steuerzahlenden Bevölkerung ebenso auf der Tasche liegen, denn mit Kindergeld, hochsubventionierten Kitas und einer Vielzahl anderen Vergünstigungen hofiert leisten diese vielfach nicht entsprechende Erziehungsarbeit als Gegenwert sondern duseln die so vermiedene Erwerbs- und Betreuungszeit stattdessen beim MuKi-Macchiato, Serienkonsum und anderen flachgeistigen Vergnügungen ab. Passenderweise ist dort auch die Zustimmung zu rotgrünen Ideen besonders hoch, und entsprechend verwundert es dann auch nicht daß der Widerstand gegen die Verbuntung von Kindergärten und Schulen kaum nennenswert ist.

    Gibt auch lobenswerte Gegenbeispiele – aber die sind in der Minderheit und werden von der heutigen Sozialsystempamperung benachteiligt statt belohnt.

    • @.TS.
      Wenn Sie stellvertretend für die Ü60er stehen, dann kann ich gar nicht genug pauschalisieren.

    • Ach Herr Fechter,

      wenn Sie denn wenigstens treffsicher gewesen wären. So aber ist ihr substanzloser Konter nur ein Eigentor geworden.

      Gegen die mediale Altersdiskriminierung habe ich schon vor 30 Jahren gewettert, damals in einem Alter in dem man heute angehende potentielle Krautzone-Kernzielgruppe wäre, und werde es auch in 30 Jahren noch tun wenn ich dann zu den ihnen so lästigen wenn auch weiterhin rüstigen „Greisen“ gehöre.

      Offensichtlich hatten Sie noch nicht viel Kontakt mit der heutigen Durchschnittselternblase, denn sonst wäre Ihnen bewußt daß diese ihre Kinder zwar eher selten Malte und Sören nennen, dafür aber der Propaganda der letzten 20 Jahre besonders hörig auf den Leim gehen. Ein Besuch im Freibad könnte da als Bildungsausflug gelten, abseits von den Talahonks am großen Becken gibts in der Planschlandschaft ganz andere alptraumatische Erlebnisse. Nicht wegen den Kleinen, die können schließlich nix für ihre Eltern.

  4. Hallo und guten Tag Friedrich Fechter,
    Hallo und guten Tag Allgemein,

    Ich kann die angebrachten Punkte nachvollziehen, auch wenn ich zum Teil einen anderen Blick darauf habe.

    Aber das soll Vorkommen und das Passt auch so.

    Ich selbst pauschalisiere und übertreibe regelmäßig. Nichts ist nervender als das: „Aber es sind nicht alle so“, was einem wieder und wieder darauf entgegnet wird.

    Das „Nichts ist nervender“ meinerseits, ist ein gutes Beispiel für die von mir gerne verwendete Übertreibung.

    Ich bin also der letzte der sich beschwert, beschweren sollte. Ich kann auch Formulierungen überlesen.

    Bei der Generationsdebatte bin ich persönlich zurückhaltender.

    Kurzes Bewerben des Krautzone Abonnements meinerseits noch und dann ist gut.

    Sollte es ein Leser noch nicht abgeschlossen haben, dann nur zu, schließt ein Abonnement ab. Man wird nicht dümmer. Auch wenn dem Ein oder Anderen bei meinem Kommentar, das in den Sinn kommen sollte. Es liegt nicht an der Krautzone.

    Genug der Blumen.

    Viele Grüße und danke für die Arbeit und euer Angebot.

    Frank

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