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Repression gegen Schweizer Aktivisten

8. September 2025
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Die Repressionswelle gegen dissidente Aktivisten in Europa geht weiter. Nach Dries Van Langenhove von โ€žSchild & Vriendenโ€œ aus Flandern werden nun die nรคchsten identitรคren Aktivisten vor Gericht gezerrt. Diesmal trifft es Tobias Lingg und Manuel Corchia von der โ€žJungen Tatโ€œ aus der Schweiz. 

Ihnen zur Last gelegt wird unter anderem Landfriedensbruch, Diskriminierung und Aufruf zu Hass sowie Stรถrung der Glaubens- und Kunstfreiheit. Die Vorwรผrfe beziehen sich dabei auf mehrere politische Interventionen, beispielsweise auf eine Aktion im Herbst 2022. Damals hatte ein Teil der Jungen Tat gegen eine Lesung der sogenannten โ€žDrag Queen Story Hoursโ€œ im Tanzhaus Zรผrich demonstriert. Drei Aktivisten besuchten die Veranstaltung, bei der sogenannte Dragqueens kleinen Kindern Geschichten vorlasen.

Wรคhrend der Veranstaltung entrollten zwei der Aktivisten ein Banner mit der Aufschrift โ€žEs gibt nur zwei Geschlechterโ€œ, der dritte filmte die kurze Intervention. Nach einer Auseinandersetzung mit der Veranstalterin der โ€žDrag Queen Story Hoursโ€œ, bei der diese auch handgreiflich wurde, verlieรŸen die Aktivisten schlieรŸlich das Tanzhaus. Wรคhrenddessen hatten sich vor dem Gebรคude mehrere Aktivisten der Jungen Tat mit einem Banner mit der Aufschrift โ€žFamilie statt Gender-Ideologieโ€œ platziert. In einem beigefรผgten Flugblatt klรคrten die Mitglieder der Jungen Tat รผber das dekadente Treiben im Inneren des Gebรคudes auf. Weil die Schweizer Aktivisten in ihrem Flyer angeblich suggeriert hatten, dass eine โ€žnicht-heteronormativeโ€œ Weltanschauung unnatรผrlich sei, wird ihnen jetzt der Prozess gemacht.ย Auch eine weitere Aktion, bei der die Aktivisten den Hashtag โ€ž#NoPridemonthโ€œ genutzt hatten, wird ihnen zur Last gelegt. Hier lautet der Vorwurf ebenfalls Diskriminierung und Aufruf zu Hass.ย 

Wegen der oben aufgefรผhrten Aktionen und der daraus resultierenden Vorwรผrfe drohen den beiden nun hohe Haft- und Geldstrafen. Die Staatsanwaltschaft Zรผrich fordert fรผr Manuel Corchia beispielsweise eine Freiheitsstrafe von 15 Monaten sowie eine Geldstrafe zu 140 Tagessรคtzen ร  100 Schweizer Franken, sprich eine Gesamtstrafe in Hรถhe von 14.000 Schweizer Franken. 

โ€žDie Anklageschrift ist das Resultat eines politisch motivierten Strafverfahrens gegen junge Aktivisten und wird seitens der Verteidigung sowohl hinsichtlich des aufgefรผhrten Sachverhalts als auch bezรผglich dessen rechtlicher Wรผrdigung bestritten. Darรผber hinaus erscheint die von der Staatsanwaltschaft geforderte Strafe fรผr den Beschuldigten als klar รผberhรถht und offensichtlich ebenfalls politisch motiviertโ€œ, so รคuรŸert sich der Rechtsanwalt von Manuel Corchia zur Lage. 

Es zeigt sich: Mal wieder soll an jungen Aktivisten ein politisches Exempel statuiert werden, und das alles nur, weil sie es gewagt haben, ihre eigene politische Meinung zu รคuรŸern, die dem Establishment wiederum nicht in den Kram passt. Wรคhrend Gewalttรคter oftmals mit lapidaren Strafen davonkommen, wird das gesprochene Wort, die geรคuรŸerte Meinung, schwer kriminalisiert und mit Anklagen wie diesen im Keim erstickt.

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