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Fernandes und Ulmen – Bühne frei für die Klarnamenpflicht

23. März 2026
in 2 min lesen

Seit Mitte letzter Woche dominiert das Thema „sexuelle Gewalt im Internet“ die Schlagzeilen deutscher Medienhäuser. Auslöser ist die Debatte rund um die Schauspielerin Collien Fernandes und ihren Ex-Mann Christian Ulmen. Im Zuge einer „Spiegel“-Reportage berichtete Fernandes erneut darüber, wie sie Opfer von Identitätsbetrug und „virtueller, sexueller Gewalt“ wurde und dass es sich bei ihrem Peiniger um niemand Geringeren handeln soll als ihren Ex-Mann. In einem Statement auf Instagram fasste Collien Fernandes zusammen, dass ein vorerst Unbekannter über mehr als zehn Jahre Fake-Profile von ihr erstellt haben soll, mithilfe derer er andere Schauspieler kontaktierte, ihnen pornografische Inhalte und Sexnachrichten schickte und per gefakter KI-Stimme sogar Sextelefonate mit diesen geführt habe. Nun soll Christian Ulmen ihr gegenüber zugegeben haben, dass er dahinterstecke. Demnach hätte ihn die Erniedrigung seiner Frau „geil“ gemacht und ihm „Lust“ bereitet. 

Christian Ulmen und Collien Fernandes gehören seit Jahrzehnten zur Schickeria der deutschen Schauspiel- und Kulturszene. Die beiden waren stets angepasst an den kulturellen Zeitgeist und „the current thing“. Während der Corona-Zeit beschwerte sich Collien beispielsweise über missachtete Corona-Auflagen. Ulmen wurde in der Vergangenheit immer wieder als „feministischer Traummann“ betitelt und berichtete auch gerne mal über „sexistische Anfeindungen“, die er als Mann erhalten habe, weil er sich mit um die Kinder kümmere und deswegen häufiger Termine habe absagen oder früher beenden müssen.

Nach Sebastian Hotz ist Ulmen nun der nächste männliche Vorzeigefeminist, der die pseudofeministische Fassade der Kulturschickeria zum Bröckeln bringt. Bislang sind die Vorwürfe nicht bestätigt. Ein offizielles Statement von Ulmen gibt es nicht. Dennoch hat das Ganze längst so breite Wellen geschlagen, dass gestern in Berlin eine Demonstration gegen „sexuelle Gewalt im Internet“ stattfand und die parlamentarischen Mühlen an Gesetzesentwürfen zur Einführung einer digitalen Klarnamenpflicht arbeiten. 

Die Debatte wirkt mehr als inszeniert. Allerhand Promis und Politiker, wie Joko Winterscheidt, Bosse, Ricarda Lang oder Luisa Neubauer solidarisierten sich prompt mit Collien Fernandes. An ihrer eigenen Solidaritäts-Demo in Berlin nahm sie dennoch nicht teil, sondern ließ lediglich ein Statement verlesen. Dafür fehlte vor Ort selbstverständlich nicht der gratismutige Seitenhieb gegen rechts, obwohl „die Rechte“ wohl kaum etwas mit der dekadenten, wohlstandsverwahrlosten und sexuell verrohten Kultur-Schickeria der BRD zu tun hat. 

Das Thema wird medial komplett ausgeschlachtet. Dafür arbeitet Collien Fernandes auch mit linken NGOs wie „HateAid“ zusammen und kriegt den Rückenwind und die Solidarität, von der Opfer von realer sexueller Gewalt, Gruppenvergewaltigungen und Morden sowie deren Angehörige nur träumen können, insbesondere wenn es sich bei den Tätern um Migranten handelt. Natürlich ist die Debatte heuchlerisch und für die politische Agenda des Establishments gekonnt in Szene gesetzt. Collien ist eine privilegierte Frau, die sich vollumfänglich als Opfer inszeniert, ohne dass hier differenziert wird.

Das ändert jedoch nichts daran, dass das Verbreiten sexueller Inhalte im Internet sowie Cybermobbing echte Probleme sind, die in den letzten Jahren zugenommen haben. Seit 2020 sind die Fälle der Verbreitung und Erstellung von Kinderpornografie trotz leicht rückläufiger Zahlen durch die Decke gegangen. Pornografische Deepfakes sind ein Problem der technischen Möglichkeiten, die in den letzten Jahren rasant zugenommen haben. Auch die Tatsache, dass rund jeder vierte Jugendliche in Deutschland betroffen ist von Cybermobbing, sollte nicht einfach mit einem Wimpernzucken hingenommen werden.

Natürlich bietet der digitale Raum die Möglichkeit der freien Entfaltung und Meinungsfreiheit. Die Möglichkeit, dort auch anonym sein zu können, gehört geschützt. Dennoch kann die Antwort auf das Problem des Erstellens ungefragter, sexueller Inhalte im Internet sowie Cybermobbing nicht sein, dass Betroffene das einfach hinnehmen müssen und sich ja nicht so anstellen sollten, weil andere Sachen ja schlimmer sind. Wir brauchen an dieser Stelle aber keine „digitale ID“, sondern einfach eine Justiz, die so etwas ernst nimmt, und Behörden, die derartigen Inhalten auch nachgehen, selbst wenn die Betroffenen nicht durch millionenschwere NGOs unterstützt werden und von allerhand C-Promis den Rücken gestärkt bekommen. 

6 Comments Schreibe einen Kommentar

  1. Frappierend, wie leichthändig solche Kampagnen inszeniert werden können. Man nehme ein Ereignis, das die eigene Agenda befördern kann und lasse das Ereignis durch politisch korrekte Medien zur Gesellschaftskrise aufblasen. Sofort hagelt es Betroffenheitsbekundungen aus Politik, Kultur und Medien und die Gutmenschen werden auf die Marktplätze getrieben, um der Agenda den erforderlichen Nachdruck zu verleihen: Gebt uns endlich die Klarnamenpflicht im Internet!

    Lässt sich ein Ereignis aber nicht instrumentalisieren, hat das Ereignis Pech gehabt.

    • Ja. Und wie schnell das alles praktisch wie auf Knopfdruck abrollt…

      Wenn man sieht, wie schnell die Machthaber sind, wenn sie nur wollen, merkt man auch: Alle Probleme, die wir am Hals haben, sind politisch gewollt! Mit ihrem mächtigen Apparat könnten sie locker für innere Sicherheit, günstigen Wohnraum uvm. sorgen.
      Stattdessen wird der Machtapparat für sowas verwendet.

  2. „Dafür fehlte vor Ort selbstverständlich nicht der gratismutige Seitenhieb gegen rechts, obwohl ‚die Rechte‘ wohl kaum etwas mit der dekadenten, wohlstandsverwahrlosten und sexuell verrohten Kultur-Schickeria der BRD zu tun hat.“
    Genau so ist es. Aber genau um „die Rechte“ wird es hier bei der ganzen Show rund um die Klarnamenpflicht gehen!
    Denn diese Pflicht wird dann gegen regierungskritische Wortmelder aus dem patriotischen Lager verwendet werden.
    Und genau deswegen wird das Thema „medial komplett ausgeschlachtet“, während dieselben Genossen zu den Gruppenvergewaltigungen bestimmter Gruppen eisern schweigen.

  3. Die Handschrift von Fernandes bei der Plandemie,
    sagt doch schon alles.
    Sie wird geschmiert durch eine NGO und auch das
    trägt dazu bei, diese Links/Grün gesteuerte Person
    nicht ernst zu nehmen.
    Die Grünen Klima-Affen geben das übliche dazu.
    Eine toxische Mischung, die die Einheitspartei gebraut hat.

  4. Da Ich ja mehrere Sprachen kann, kann ich ja auch Debatten im durch das Internet in anderen Ländern anhören (dafür steht das erste w im www). Das ist ne sehr deutsche Debatte.
    Ich glaube diese Leute denken, dass „das Papier mit den Sätzen drauf das dann so macht dass der inder dann auch bestraft wird, wenn er mich zuhause kontaktiert“.
    Also glauben die ernsthaft dass das GG uns irgendwie vor dem Weltweiten schützt in worldwide web?
    Man er kennt dann jeden Deutschen daran, dass er per Klarnamen erkennbar ist. Dann geht irgend ein Inder, Brauillianer oder Australier ins Darkweb in irgend einen datadump und kann dann mit der Adresse und Telefonnummer machen was er will.

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