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Osterpredigt – Eine historische Annäherung an die Auferstehung

5. April 2026
in 2 min lesen

Es ist Ostern und Christen feiern die Auferstehung von Jesus Christus. Für viele Menschen ist dies eine Selbstverständlichkeit über die es sich nicht weiter nachzudenken lohnt. Dabei ist die Auferstehung Jesu mehr als ein beliebiger religiöser Mythos, den man weder verifizieren nach falsifizieren kann. Sie ist eine historische Behauptung. In diesem Artikel soll es darum gehen ob diese Behauptung stichhaltig ist und was es für Auswirkungen hätte, wenn sie wirklich wahr wäre.

Ein Historiker der sich sehr intensiv mit der Auferstehung Jesu auseinandergesetzt hat, ist der US-Amerikaner Gary Habermas. Selbst Christ, stellte er 6 „minimal facts“ auf die auch die meisten atheistischen Historiker teilen:

1.) Kreuzigung: Jesus von Nazareth ist am Kreuz gestorben.

2.) Auferstehungsglaube: Seine Jünger haben geglaubt, dem auferstandenen Jesus begegnet zu sein.

3.) Veränderung der Jünger: Seine Jünger haben sich von verängstigten Skeptikern zu mutigen Predigern der Auferstehung verändert und waren sogar bereit für ihre Botschaft zu sterben

4.) Bekehrung des Paulus: Paulus, ein Verfolger der frühen Kirche, wurde plötzlich zum Gläubigen an Jesus Christus. Als Grund dafür gab er eine Begegnung mit dem Auferstandenen an.

5.) Bekehrung des Jakobus: Jakobus, der Bruder Jesu, der ihn sein Leben lang abgelehnt hatte, bekehrte sich zum christlichen Glauben nachdem er meinte den auferstandenen Jesus gesehen zu haben.

6.) Frühe Verkündigung: Die Auferstehung wurde sehr bald nach dem Tod Jesu verkündigt. Dies schließt einen längeren Prozess der Legendenbildung aus.

Als beste Erklärung für diese sechs Fakten insgesamt sieht Habermas an, dass Jesus wahrhaftig und historisch auferstanden ist. Alle Alternativoptionen scheiden aus, denn:

– Die Kreuzigung schließt ein Überleben im Sinne eines Scheintods aus.

– Die todesmutige Verkündigung und die Veränderung der Jünger zeigen, dass sie selbst an die Auferstehung geglaubt haben müssen. Das schließt einen Betrug aus.

– Die Bekehrungen von Paulus und Jakobus sprechen dafür, dass es nicht nur ein psychologisches Phänomen des Jüngerkreises gewesen sein kann.

– Die Frühe Verkündigung schließt eine Legendenbildung aus.

Klingt also erst einmal plausibel. Nun wäre die weitere Frage, welche konkreten Auswirkungen es hätte, wenn die Auferstehung Jesu tatsächlich geschehen wäre. Zunächst würde es natürlich einiges im Bezug auf ihn ändern:

a) Jesus wäre kein gescheiterter Prophet, sondern der wahre Messias Israels.

b) Sein Tod am Kreuz wäre keine bloße Hinrichtung, sondern hätte tatsächlich etwas mit der Vergebung der Schuld zu tun.

c) Seine Behauptung Gott zu sein, wäre wahrscheinlich wahr.

Von da aus ergeben sich aber auch Veränderungen die jeden Menschen betreffen.

a) Wir müssten mit einem Leben und Gericht nach dem Tod rechnen.

b) Wir hätten jemanden, der sich um unsere Schuld kümmert und uns ewiges Leben schenkt.

c) Wir müssten Jesus anbeten und ihm nachfolgen.

Wenn Jesus wirklich Gott und auferstanden ist, bleibt dies nicht ohne Konsequenzen für unser Leben. Es nötigt uns eine Entscheidung ab, ob wir mit ihm Leben wollen, oder ohne ihn. Gerade als konservative Christen neigen wir leider dazu, den christlichen Glauben als nettes spirituelles Sahnehäubchen in unserem Weltbild und Leben zu sehen. Der Glaube an Jesus ist aber viel mehr als ein schöner Gedanke. In der Bibel schreibt der Apostel Paulus empört:

 „Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden; dann sind auch die, die in Christus entschlafen sind, verloren.  Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendesten unter allen Menschen.“ (1. Kor 15,16-19)

Am Glauben und der Wahrheit der Auferstehung hängt also ne ganze Menge. Grund genug die Feiertage zu nutzen, um sich damit zu befassen.

5 Comments Schreibe einen Kommentar

  1. Wichtig ist zu erkennen, was sein Wille war, bzw. ihm getreu nachzufolgen.
    Er gründete nämlich nur eine Kirche und zwar die katholische Kirche (katholisch heißt übersetzt „universell“).

    „Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Pforten der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.“ Matthäus 16,18

    In diesem Sinne Euch frohe und gesegnete Ostern!

    • Lieber Marc, ja es stimmt Jesus hat nur eine Kirche und in dieser ist Petrus durch sein Bekenntnis und seine Predigt das Fundament. Die wahre katholische Kirche ist die Kirche derer die Jesus im Geist und in der Wahrheit anbeten. In Joh 4,23 sagt er „es kommt die Stunde und ist schon jetzt, dass die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben.“ Dazu reicht eine Vereinmitgliedschaft in der römischen Kirche nicht aus. Genauso wenig schließt es einen aus nicht zu ihr zu gehören. Zur Geistkirche gehört jeder wiedergeborene Christ der getauft ist und den heiligen Geist empfangen hat. Erkennbar ist das daran, dass man mit dem Herzen glaubt und mit dem Munde bekennt Römer 10,9. Eine Institution von deren Mitgliedern in Deutschland nur ca 2% den Gottesdienst besuchen und 70% nicht an die Auferstehung Jesu glauben ist schwerlich damit zu verwechseln.

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