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Christine Prayon – Wer hätte es erahnen können?

1. Juli 2023

Am Mittwoch gab die Kabarettistin Christine Prayon bekannt, ihre Zusammenarbeit mit der „heute-show“ endgültig beendet zu haben. Jeden Freitagabend wird die vermeintliche Politsatire-Sendung im ZDF unter der Moderation von Oliver Welke ausgestrahlt. Zwischen 2011 und 2022 trat Prayon in unregelmäßigen Abständen immer wieder in der Show als Kunstfigur Birte Schneider auf. Mal mimte sie eine Astrologin, die über den Ausgang der Koalitionsverhandlungen rätselte, mal spekulierte sie über die AfD oder versuchte, die totgedachte SPD als Coach zu motivieren. 

Doch das alles ist nun endgültig aus und vorbei. Der Grund für ihren Ausstieg beim ZDF? Die Kabarettistin warf der Show sowie weiteren Satiresendungen vor, sie würden „Stimmungsmache gegen Andersdenkende“ und eine politische „Diskursverengung betreiben. In einem Interview mit dem Magazin „KONTEXT:Wochenzeitung“ packte sie aus. Insbesondere während der Corona-Pandemie sei die Berichterstattung sehr einseitig gewesen. Es seien lediglich Positionen und Meinungen von Gruppen verstärkt worden, die ohnehin schon „oben“ stünden. Alle kritischen Stimmen gegenüber den Corona-Maßnahmen oder den Impfstoffen seien belächelt, verspottet oder im Keim erstickt worden. 

Besondere Kritik übte sie auch an Jan Böhmermann, der in einer Folge seiner Sendung „ZDF Magazin Royale“ über Ungeimpfte gesprochen und anschließend beide Stinkefinger in die Kamera gehalten haben soll. Die Redaktion gibt an, sich an diesen „Vorfall nicht erinnern zu können. Prayon hingegen hält an ihrer Aussage fest und wirft Böhmermann Spaltung vor.


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Wer am Ende tatsächlich recht hat, ist unerheblich. Schließlich wäre auch dieser Vorfall nur einer von vielen, mit denen der vermeintliche Entertainer seine Stellung als humorbefreite Marionette des bundesrepublikanischen Establishments erneut unter Beweis stellte. In der Vergangenheit spielte Böhmermann immer wieder den mutigen Kämpfer für Freiheit, wie zum Beispiel mit seinem Schmähkritik-Gedicht gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan aus dem Jahr 2016. Auf Twitter hingegen hetzte er regelmäßig gegen rechts, gegen Ungeimpfte oder eben alle anderen Menschen, die die hiesigen GEZ-finanzierten Journalisten und Intendanten als unliebsam empfinden.

Christine Prayon beteuerte immer wieder, weder „rechts“ noch eine „Verschwörungstheoretikerin zu sein. Doch ab wann ist man das heute eigentlich? Vermutlich schon dann, wenn man wie ebendiese Dame angibt, dass einem die einseitige Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Medien, allen voran des ZDF, Bauchschmerzen bereite.

Doch einseitig berichtet nicht nur das ZDF, einseitig waren auch nicht nur die Sendungen über die Corona-Pandemie, und einseitig ist die mediale Aufbereitung erst recht nicht erst seit Corona. Auch wenn es natürlich zu begrüßen ist, wenn etablierte Personen wie Christine Prayon mit dem ÖRR abrechnen. Egal, ob der WDR mit seiner „Umweltsau“, „hart aber fair“ mit Klamroths „Können sie kein Englisch? oder eben Böhmermann mit seinen Stinkefingern. Der zwangsfinanzierte Rundfunk ist im Kern verdorben.

Reinhild Boßdorf

Reinhild ist bei der Fraueninitiative "Lukreta" aktiv und betreibt einen eigenen YouTube-Kanal. Ihre Themen sind moderner Feminismus, importierte sexuelle Gewalt und Weiblichkeit. Sie bewegt sich meist in heteronormativ-sexistischen Kreisen, backt gerne Kuchen und wird von linken Steuergeldprofiteuren als “unauffällig, aber zentral für das rechte Netzwerk” beschrieben. Nach Bestnoten aus der Redaktion entschied sie sich schließlich für dieses Profilbild.


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