Es herrscht Krieg in der Ukraine. Alle Medien, von der โTagesschauโ bis hin zur Tageszeitung im Niederschlesischen Oberlausitzkreis (den gab es mal wirklich!), werden seit einer Woche mit irgendwelchen Nachrichten รผber die Ostfront geflutet. Es gibt kaum ein Entrinnen, und jedes andere Thema scheint wie vom Erdboden verschluckt (Kollege Finkelstein weiร, wovon ich rede). Eines dieser in der Kriegshysterie verschwundenen Themen sind die nicht enden wollenden, unverhรคltnismรครigen Corona-Maรnahmen der Bundesregierung. Doch halt: Hat das Kabinett Scholz nicht Lockerungen angekรผndigt? Der sogenannte Freedom Day am 20. Mรคrz steht bevor, ab diesem Tag sollen sรคmtliche Maรnahmen aufgehoben werden, so dass der Normie die Freiheiten des Jahres 2019 wieder einigermaรen spรผren kann.
Leider habe ich keine passende Verschwรถrungstheorie parat, doch welch schรถner Zufall fรผr unsere Eliten ist es doch, dass es, kurz vor der Abstimmung zur Impfpflicht im Bundestag und den vermeintlichen Lockerungen zum Freedom Day und kurz bevor die Montags-Spaziergรคnge eine tatsรคchlich ernsthafte Bedrohung fรผr den Machterhalt werden kรถnnen, in Osteuropa zum offenen Krieg zwischen Russland und der Ukraine kommt. Die meisten Menschen sind abgelenkt, niemand scheint sich mehr fรผr Corona zu interessieren โ auรer ein verzweifelter Karl Lauterbach vielleicht. Doch lasst euch nicht in die Irre leiten!
Viele verfolgen den russischen Waffengang eh nur wie ein Sportereignis (was schlimm genug ist), von daher sollten wir uns auch weiterhin auf innenpolitische Themen konzentrieren โ und dazu zรคhlt auch diese unsรคgliche Corona-Sache. Denn der Freedom Day ist im Groรen und Ganzen eine Finte: Einerseits, weil er von der Impfpflicht, die wahrscheinlich ein paar Tage davor eingefรผhrt werden soll, abzulenken hat, andererseits, weil der Name nicht das hรคlt, was er verspricht.
Wie Klaus Schwab, Chef des World Economic Forum und Verschnitt eines James-Bond-Bรถsewichts, schon sagte: โEin Zurรผck zur Normalitรคt wird es nicht geben.โ Davon mal abgesehen, dass eine Rรผckkehr zur โNormalitรคtโ von 2019 ohnehin nicht erstrebenswert wรคre, hรคlt unsere Regierung Schwabs Wort ein. Zwar werden einige Lockerungen gemacht โ so wird in Restaurants aus 2G schnell mal 3G, und man fragt sich weiterhin, was der ganze Zirkus soll โ, andere Maรnahmen wie die Maskenpflicht in Gebรคuden bleiben aber. Damit bleibt auch ein besonders demรผtigendes Unterwerfungsritual, das uns die Eliten aufzwingen. Und die meisten Menschen lassen sich das auch noch gefallen.
Bei den Normies scheint es dann zwei Lager zu geben: auf der einen Seite die, die den Wegfall der harten Maรnahmen als zu risikoreich bedauern und einem Karl-Lauterbach-Gรถtzen regelmรครig Jungfrauen opfern, und auf der anderen Seite jene, die die ganze Corona-Sache nur noch zum Kotzen finden, aber den Freedom Day als Lockerung ihrer Ketten ganz groร feiern.
Uns sollte das alles nicht beeindrucken. Der Freedom Day ist ein billiger Beschwichtigungsversuch, mehr nicht. Zu diesem Zeitpunkt ist es vรถllig egal, was die Regierung macht; selbst wenn sie tatsรคchlich alle Maรnahmen aufhรถbe, sie muss weg. Bedingungslos. Und auf dieses Ziel sollten wir trotz allem weiterhin stur hinarbeiten.

