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Die Frau im Kulturkampf

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Schon seit geraumer Zeit befinden wir uns in einem Kulturkampf, der alles Normative angreift, das unsere Gesellschaft und unser Zusammenleben einst maßgeblich geprägt und ausgemacht hat. Erst fiel die traditionelle Familie diesem Feldzug der Postmoderne zum Opfer. Es folgten der „alte weiße Mann“ und die Männlichkeit im weitesten Sinne. Schließlich stehen nun die Frauen als letzte geduldete Bastion des linksgrünen Establishments am Pranger.

Sie werden angegriffen durch Quotenregelungen, die ihre tatsächliche Qualifikation zunichtemachen, durch importierte Sexualstraftäter aus archaischen und frauenfeindlichen Kulturen, die meist mit einem blauen Auge davonkommen, und durch Gesetze, die es biologischen Männern ermöglichen, in einstige Frauenschutzräume einzudringen, wie es auch das geplante Selbstbestimmungsgesetz tut.

Am Wochenende kündigte die Bundesregierung an, dass sich die Ampel-Koalition nun auf den vorliegenden Gesetzesentwurf zum Selbstbestimmungsgesetz geeinigt habe. Schon vor der parlamentarischen Sommerpause will die grüne Bundesfamilienministerin Lisa Paus über diesen Entwurf im Bundestag abstimmen lassen. Damit ist es so gut wie beschlossen. Denn außer vereinzeltem Widerspruch aus Reihen der Altparteien und einer Ablehnung durch die AfD brauchen wir wohl kaum auf eine geistig-konservative Wende zu hoffen. Viel wichtiger aber ist es nun, uns auf all das vorzubereiten, was uns durch diesen Angriff auf Mann, Frau und Familie in Zukunft bevorsteht.

Das angeblich veraltete Transsexuellengesetz soll durch diese Gesetzesnovelle abgelöst werden. Brauchten Transsexuelle einst zwei psychologische Gutachten und einen gerichtlichen Beschluss, um ihren Geschlechtseintrag zu ändern, so reicht zukünftig die Selbstauskunft beim Standesamt aus, um Namen und Geschlecht im Personenstandsregister zu ändern. Nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Jugendliche ab 14 Jahren ist es so zukünftig ein Leichtes, bis zu einmal im Jahr den eigenen Geschlechtseintrag zu ändern, und das geht auch bei unter 18-Jährigen ohne Zustimmung eines Erziehungsberechtigten. Bei Kindern unter 14 Jahren entscheiden die Eltern. Handeln diese jedoch nicht im Sinne des vermeintlichen Kindeswohls, kann sich das Jugendamt als Advokat einschalten. Eltern werden also Stück für Stück weiter von der Regierung entmündigt.

Interessant wird es jedoch nicht nur im Bereich der elterlichen Teilhabe und Bevormundung durch den Staat, sondern vor allem im Bereich der Kriminalität und Gewaltprävention. Eine Studie aus Kanada belegte kürzlich, dass neun von zehn Transfrauen in Justizvollzugsanstalten für Frauen wegen Gewaltverbrechen angeklagt wurden. 45 Prozent dieser Transfrauen begingen als Männer Sexualstraftaten. Trotzdem erlauben ihnen Gesetze rund um die vermeintliche Geschlechtsidentität, dass sie mit Frauen ihre Haftstrafe verbüßen. Ein Phänomen, das uns in Deutschland dank des Selbstbestimmungsgesetzes ebenfalls blühen kann.

Die Bundesregierung gab zwar folgende Antwort auf die Frage nach einem potenziellen Missbrauch des Geschlechtseintrags:

„Da mit einer Änderung des Geschlechtseintrags oftmals Diskriminierung und Anfeindungen einhergehen, ist ein Coming-out als transgeschlechtlich und eine dementsprechende Änderung des Geschlechtseintrags in der Regel eine wohlüberlegte Entscheidung. Zudem bedeutet die Anpassung sämtlicher persönlicher Dokumente (zum Beispiel Zeugnisse, Führerscheine, EC- oder Versicherungskarten) einen enormen zeitlichen und mühseligen Aufwand.“


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Dennoch wird die Schwere eines „Outings“ Triebtäter wohl kaum davon abhalten, die geltenden Gesetze in ihrem Sinne auszulegen. In den USA gab es passend dazu bereits im vergangenen Jahr den Fall eines Sexualstraftäters, der als Transfrau im Frauengefängnis zwei Mitinsassinnen schwängerte und erst deutlich später als Kindsvater identifiziert werden konnte, da in besagtem Gefängnis zu diesem Zeitpunkt 27 Transfrauen ihre Haftstrafe verbüßten.

Im Frauensport werden die Stimmen für den Ausschluss von Transfrauen immer lauter. Erst kürzlich gab der Leichtathletik-Weltverband bekannt, künftig keine Transfrauen mehr bei der Teilnahme an Frauenwettkämpfen zu akzeptieren, nachdem zuvor die Transfrau Valentina Petrillo bei den Paralympics neue Rekorde aufgestellt hatte. Das Thema rund um Transsexualität und Pronomen polarisiert enorm. Kein Wunder also, dass sich die Bundesregierung auch dafür eine passende Klausel im Selbstbestimmungsgesetz ausgedacht hat, nämlich das Offenbarungsverbot. Wer den „Deadname“, also den alten Namen einer Person, gegen deren Willen nennt oder ein falsches Pronomen benutzt, kann künftig mit einem Bußgeld belegt werden.

Wenn das als Druckmittel nicht reicht, gibt es dank der ebenfalls durch Lisa Paus in Kooperation mit der Amadeu Antonio Stiftung geschaffenen Antifeminismus-Meldestelle die Möglichkeit, unliebsame Kritiker ganz einfach und anonym von zu Hause aus zu denunzieren.

1 Comment

  1. Es muß wohl erst noch massenhaft bis ins hinterste Provinznest eskalieren bis der Unfug durch massenhaft zivile politische Unkorrektheit, sprich einzig Berücksichtigung dessen was offensichtlich ist, zusammenbricht.
    Schön wird dieser Weg nicht werden, aber sicherlich heilsam.

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