Die Königin ist tot – Gott schütze die Königin!

3 Min lesen

Letzte Woche Donnerstag segnete Königin Elisabeth II. im Alter von 96 Jahren das Zeitliche. Mehr als 70 Jahre thronte sie über dem Vereinigten Königreich und diente ihm als parlamentarische Monarchin und Repräsentantin. Nun starb sie im hohen Alter am Nachmittag des 8. September friedlich in ihrer Sommerresidenz Balmoral Castle in Schottland. Ihr Ableben war lange absehbar, und dennoch wirkt es unerwartet. Was wäre die Welt auch ohne die Queen? 

1952 trat sie nach dem Tod ihres Vaters George VI. dessen Nachfolge an. 1953 wurde sie gekrönt und war nicht nur Königin von Großbritannien, sondern Königin des gesamten Commonwealth of Nations, welches derzeit 56 Staaten umfasst. Egal, was sich auch in den letzten Jahrzehnten in der Weltgeschichte alles veränderte, Elisabeth II. war eine der wenigen Konstanten, auf die immer Verlass war. Sie war der letzte Funke der staatsmännischen Repräsentanz des 20. Jahrhunderts und das am längsten amtierende Staatsoberhaupt der Welt. Mit ihrem Tod tritt in Person von Charles III. nicht nur ein neuer, weniger charismatischer Erbe in ihre Fußstapfen. Der Tod von Elisabeth II. markiert eine Zeitenwende sowie das endgültige Ende des letzten Jahrtausends.

Der Sarg der Queen wird gegenwärtig durch Großbritannien gefahren, damit sich bis zu ihrer Beerdigung in London am 19. September alle ihre Anhänger und Verehrer von ihr verabschieden können. Doch nicht alle scheinen traurig über den Tod von Elisabeth II. zu sein. In den sozialen Netzwerken brodelt es aktuell. Gerade all jene linken „Menschenfreunde“ und Kämpfer gegen Rassismus und Diskriminierung freuten sich in besonders charmanter Manier über das Ableben von Elisabeth II. Die in Pittsburgh lebende lesbische schwarze Feministin und Professorin Uju Anya wünschte ihr dazu „besonders qualvolle Schmerzen“ und fieberte schon kurz vor dem Tod der Queen auf ihr Ende hin.  



Diverse linke Aktivisten prangerten die vermeintliche Glorifizierung der Queen an, da sie sich nie von Kolonialismus, vermeintlichem Post-Kolonialismus und Sklaverei distanziert habe.

Der sogenannte Journalist Malcolm Ohanwe machte sie verantwortlich für die bis heute andauernde Ausbeutung „schwarzer und brauner Menschen“.

Besonders deutsche Experten, wie der Historiker Jürgen Zimmerer, warnen vor einer unkritischen Betrachtung ihrer, da die Queen sich aus angeblicher Gefallsucht nie klar positioniert habe. Die linken Freudentränen mehren sich.

Mit dem Tod der Queen bricht ein neues Zeitalter an. Der Commonwealth of Nations bröckelt womöglich. Auch sonst entfällt in dieser sich im Wandel befindenden Welt das letzte bisschen Beständigkeit.

3 Comments

  1. Sie hat sich, trotz des preußischen Blutes, das in ihren Adern pochte, nie für die Verbrechen ihres Landes an meiner deutschen Heimat entschuldigt oder ein Wort des Bedauerns ausgesprochen.
    Ich hoffe das Karl III. ein besserer König wird als seine Mutter Königin war.

    • Die hat aber auch nie eine Entschuldigung der deutschen gefordert. Sie hat sich politisch generell nicht geäußert. Was nicht heißt das sie nicht über verschiedene Wege ihren Einfluss geltend gemacht hat. Der Adel ist noch weit mächtiger als viele es glauben mögen.

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.