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Eine interessante Studie über den Anstieg von Homosexualität

1. Juni 2022

Je nach Studie, so erwähne ich es jetzt schon seit einer Weile gerne im Kontext von staatlich finanzierter Transsexualitätswerbung für Kinder und Jugendliche wie kürzlich erst „Becoming Charlie“ im ZDF, bezeichnen sich in Amerika zwischen 21 (Gallup) und 39 Prozent (Arizone Christian University) der Generation Z als „LGBT“, also nicht heterosexuell. Ein Anzeichen dafür, dass solche Social-Engineering-Versuche nicht ohne Erfolg bleiben. Das Center for the Study of Partisanship and Ideology (CSPI) hat diesen Montag nun eine Studie veröffentlicht, die den bislang wohl tiefsten Einblick in die Vorgänge hinter solchen Zahlen liefert.

Zunächst einmal: Dieser Anstieg betrifft Generationen vor den Millennials de facto nicht. Generation X und Boomer haben ihre Homosexualitätsrate in den letzten Jahrzehnten genau da gelassen, wo sie war, und zwar vergleichsweise ganz, ganz weit unten. Was komisch ist, da wir hier ja im herrschenden Narrativ nur die Auswirkungen wegfallender Diskriminierung und Stigmata beobachten und sie dieselbe Gesellschaft bevölkern. Eine These des Papiers ist, dass die starke Zunahme der Selbstbeschreibung von Frauen, die eigentlich keinerlei gleichgeschlechtlichen Sex haben, als bisexuell einen Teil dieses Anstiegs unter den Jüngeren erklärt. Diese dürfte sich durch die Verheißung sozialer Anerkennung und den begehrten Opferstatus erklären, der einem heutzutage im Großteil des Westens, insbesondere in universitären Umfeldern, als Teil des immer längeren Buchstabensalats zuteilwird.

Weibliche Sexualität, so wird seit Langem gemutmaßt, verhält sich ja generell fluider als männliche, was sich zum Beispiel darin äußert, dass die meisten Frauen, die man fragt, eher mit einer bildschönen Frau Sex hätten als mit einem hässlichen Mann, was bei Männern spiegelverkehrt andersherum der Fall ist. Viele dieser Frauen, so die Studie, die sich zwar grundsätzlich Sex mit Frauen vorstellen könnten, solchen allerdings gar nicht praktizieren und ihr Glück stattdessen ausschließlich in heterosexuellen Verhältnissen suchen, beschreiben sich heute einfach als bisexuell, weil es sich schickt. Und tatsächlich: Der Anstieg des Anteils von Frauen unter 30, die in den letzten fünf Jahren ausschließlich heterosexuellen Sex hatten, unter denen, die sich selber als bisexuell beschreiben, ist enorm. 2008 bis 2010 stellten sie 13 Prozent der bisexuellen Frauen, seitdem kletterten sie hoch auf 54,8 Prozent.

Den rasanten Einbruch von Heterosexualität unter jungen Amerikanern nur auf solche semantischen Opferpunkte-Haschereien zu schieben, wäre allerdings zu kurz gegriffen: Zwar wuchs die Zahl der Selbstbeschreibung als „LGBT“ in den letzten 14 Jahren von 5,4 auf 16,3 Prozent noch mal deutlich rasanter an als die Zahl tatsächlich gleichgeschlechtlich sexuell aktiver junger Erwachsener, jedoch verdoppelte sich auch diese Zahl von 4,8 auf 8,6 Prozent unter Amerikanern, die das 30. Lebensjahr nicht überschritten haben. Der kulturelle Wandel, der von Bildungswesen und Medien vorangetrieben wird, schlägt sich also auch im tatsächlichen Sexualleben der Amerikaner überdeutlich nieder.

Einen großen Einfluss macht die Studie hier im politischen Umfeld aus: Während Heterosexualität unter Mitte-rechts- wie Mitte-links-Zentristen sowie Konservativen in den letzten 14 Jahren stetig irgendwo zwischen 85 und 95 Prozent rumdümpelte, sprang die Zahl dem anderen Geschlecht zugewandter „Liberals“, was auf Deutsch wohl so etwas wie „Links-Grüne“ bedeuten würde, 2016 von einer Klippe: 88 Prozent beschrieben sich damals als heterosexuell, letztes Jahr nur noch 66 Prozent. Einzelne in den USA stark an der Links-rechts-Achse polarisierende Fragen verdeutlichen diese politische Komponente: Unter 30-jährige Weiße, die sich in Gegenwart der Polizei „sehr“ oder „einigermaßen“ sicher fühlen, waren nur zu 12 beziehungsweise 18 Prozent „LGBT“, von denen, die sich sehr unsicher fühlen, allerdings knapp die Hälfte. Bei schwarzen Befragten war dieser Effekt interessanterweise kaum merkbar vorhanden, was wiederum die Opferpunkte-Hypothese stützt; denn ob du nun schwarz und schwul oder schwarz und hetero bist, macht da ja kaum noch eine Delle rein bei einer derart „systemisch marginalisierten“ Gruppe, ob du jedoch ‘ne weiße Hete oder ein nonbinärer Femboy bist, ist bei der Opferolympiade der Unterschied zwischen Samuel Koch und Usain Bolt.

Unterstützung von Cancel Culture machte sich noch drastischer bemerkbar, und zwar diesmal über Rassengrenzen hinweg, wenngleich Weiße immer jeweils fünf bis zehn Punkte über der LGBT-Rate Nichtweißer lagen. Volle Unterstützung für das Stören von Vorträgen politisch unliebsamer Redner an einer Universität ging unter Weißen zu sage und schreibe 68 Prozent von „LGBTs“ aus. Die Gruppe mit dem höchsten LGBT-Anteil überhaupt, über 70 Prozent, fand sich durch Kombinieren verschiedener Kriterien: weiblich, nicht religiös, sehr links, Abschluss in sozialen Studiengängen und unterstützt Cancel Culture. Die mit dem geringsten brauchte weniger Adjektive: männlich, christlich, sehr konservativ.

Interessant war auch der Aspekt geistiger Gesundheit und des Lebensglücks: Unter „LGBTs“ gaben mit 75,7 Prozent mehr als drei Viertel an, sich „dauerhaft hoffnungslos und traurig“ zu fühlen. 2015 waren es noch nur 60,4 Prozent. Mehr als jeder Zweite beklagte ansonsten nur in einer anderen Personengruppe anhaltende Hoffnungslosigkeit und Trauer: 56,5 Prozent der Frauen. Und auch das war nicht immer so; 2004 lag der Wert noch bei 33,9 Prozent und stieg seitdem kontinuierlich an. Was eigenartig ist, weil gerade für sie ja alles so viel freier und selbstbestimmter wurde in den letzten 20 Jahren, genauso, wie wir doch auch viel toleranter und offener und bunter und vielfältiger geworden sind, aber was weiß ich.

Shlomo Finkelstein

Shlomo Finkelstein wollte immer schon irgendwas mit Hass machen. Seit 2015 erstellt er als "Die vulgäre Analyse" Videos, und seit 2019 zusammen mit Idiotenwatch den Podcast "Honigwabe".

Belltower News schreibt über ihn: "Da er vorgibt, sein Hass sei rational begründet, sind besonders junge Menschen der Gefahr ausgesetzt, die Thesen für bare Münze zu nehmen und sich so zu radikalisieren."

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