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Ankündigung zum Wintersemester: Genderstudies an der Uni Kabul fällt aus

21. August 2021
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Meine Sklaventreiberchefs haben mich genötigt, trotz Urlaub ein paar Zeilen zu den Ereignissen in Afghanistan zu schreiben. Nun gut, hier melde ich mich also vom Rückweg aus jenem Teil des Habsburgerreiches, welcher heute den Namen „Slowenien“ trägt.

Stellt euch vor, euer Imperium ist so verhasst, dass selbst die Leute, die ihr eigenhändig ausgebildet habt, die Herrschaft einer primitiven Affenbande vorziehen. So müssen sich die USA gerade fühlen. Klar, weder kann ich die genauen Hintergründe für den plötzlichen Rückzug der US-Truppen einsehen, noch habe ich mich großartig mit dem Thema Afghanistan beschäftigt.

Doch ist der Kriegseinsatz in diesem Land ein hervorragendes Beispiel, wie man das Spiel des Imperialismus nicht spielen sollte. Kein Mensch mit klarem Verstand soll mir erzählen, dass die Vorgehensweise des US-Imperiums auf Gegenliebe hätte stoßen müssen. Die Amerikaner waren fremde Besatzer, die die afghanische Bevölkerung vor einer Gefahr beschützen wollten (so zumindest ist das amerikanische Selbstbild), die sie zwanzig Jahre vor ihrem Einmarsch selbst aufgebaut hatten.

Aus geopolitischer Sicht ergibt die Besetzung durchaus Sinn: Afghanistan ist ein wichtiges Bindeglied nach Zentralasien, deshalb wollten die Russen es haben, und genau deswegen fahren die Chinesen schon ihre Krallen Richtung in Richtung Kabul aus. Doch die realpolitische Umsetzung, um Himmels Willen…

Was hat man sich dabei gedacht? Es wäre doch viel einfacher gewesen, dort ein autoritäres, islamisches Regime einzusetzen, ähnlich wie in Pakistan oder Saudi-Arabien. Warum um alles in der Welt wollte man da eine dämliche Demokratie mit aller Gewalt durchsetzen?

Ein Grund für die Realitätsferne des Afghanistandebakels sind die Neokonservativen (NeoCons) unter George W. Bush. Ihr Ziel war bzw. ist die Verbreitung des amerikanischen Systems bzw. der „westlichen Werte“ wenn möglich auf der ganzen Welt. Eine törichte Idee, keine Frage. Sie haben damit auch die Globohomo-Agenda mit vorangetrieben, weshalb sie, anders als der Name es suggerien könnte, nicht unsere Freunde sind.

Vorsichtig gesagt. Die Demokraten unter Obama haben den Gedanken des weltweiten Bombardements für die Demokratie dankbar aufgegriffen. Unter ihm erweiterten die USA ihre Einsätze sogar noch stärker (siehe den Sturz Gaddafis oder die Unterstützung der Rebellen in Syrien). Die verbreitete Ideologie wurde dabei immer schlimmer: in der Universität von Kabul z. B. wurden Genderstudies eingeführt, und über der US-Botschaft in der afghanischen Hauptstadt hingen zuletzt die Regenbogenflagge der LGBT-usw.-Ideologie und die Flagge von BLM.

Beides Dinge, mit denen der gemeine Afghane nichts zu tun haben will, die ihm aber vom dekadenten Westen aufgezwungen wurden. Kein Wunder also, dass die Hilfstruppen der Amerikaner und die offizielle afghanische Armee keine Moral im Kampf gegen die Taliban hatten. Und so können wir uns heute an vielen Talibanmemes erfreuen.

Eine Sache noch: In der Kathedrale wird kaum etwas dem Zufall überlassen. Es stellt sich also die Frage: war die Übernahme der Taliban wirklich eine Niederlage für die Kathedrale und Globohomo, oder steckt da mehr dahinter?

Fridericus Vesargo

Aufgewachsen in der heilen Welt der ostdeutschen Provinz, studiert Vesargo jetzt irgendwas mit Musik in einer der schönsten und kulturträchtigsten Städte des zu Asche verfallenen Reiches. Da er als Bewahrer einer traditionsreichen, aber in der Moderne brotlos gewordenen Kunst am finanziellen Hungertuch nagen muss, sieht er sich gezwungen, jede Woche Texte für die Ausbeuter von der Krautzone zu schreiben. Immerhin bleiben ihm noch die Liebesgrüße linker Mitstudenten erspart…

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