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Ankündigung zum Wintersemester: Genderstudies an der Uni Kabul fällt aus

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Meine Sklaventreiberchefs haben mich genötigt, trotz Urlaub ein paar Zeilen zu den Ereignissen in Afghanistan zu schreiben. Nun gut, hier melde ich mich also vom Rückweg aus jenem Teil des Habsburgerreiches, welcher heute den Namen “Slowenien” trägt.

Stellt euch vor, euer Imperium ist so verhasst, dass selbst die Leute, die ihr eigenhändig ausgebildet habt, die Herrschaft einer primitiven Affenbande vorziehen. So müssen sich die USA gerade fühlen. Klar, weder kann ich die genauen Hintergründe für den plötzlichen Rückzug der US-Truppen einsehen, noch habe ich mich großartig mit dem Thema Afghanistan beschäftigt.

Doch ist der Kriegseinsatz in diesem Land ein hervorragendes Beispiel, wie man das Spiel des Imperialismus nicht spielen sollte. Kein Mensch mit klarem Verstand soll mir erzählen, dass die Vorgehensweise des US-Imperiums auf Gegenliebe hätte stoßen müssen. Die Amerikaner waren fremde Besatzer, die die afghanische Bevölkerung vor einer Gefahr beschützen wollten (so zumindest ist das amerikanische Selbstbild), die sie zwanzig Jahre vor ihrem Einmarsch selbst aufgebaut hatten.

Aus geopolitischer Sicht ergibt die Besetzung durchaus Sinn: Afghanistan ist ein wichtiges Bindeglied nach Zentralasien, deshalb wollten die Russen es haben, und genau deswegen fahren die Chinesen schon ihre Krallen Richtung in Richtung Kabul aus. Doch die realpolitische Umsetzung, um Himmels Willen…

Was hat man sich dabei gedacht? Es wäre doch viel einfacher gewesen, dort ein autoritäres, islamisches Regime einzusetzen, ähnlich wie in Pakistan oder Saudi-Arabien. Warum um alles in der Welt wollte man da eine dämliche Demokratie mit aller Gewalt durchsetzen?

Ein Grund für die Realitätsferne des Afghanistandebakels sind die Neokonservativen (NeoCons) unter George W. Bush. Ihr Ziel war bzw. ist die Verbreitung des amerikanischen Systems bzw. der “westlichen Werte” wenn möglich auf der ganzen Welt. Eine törichte Idee, keine Frage. Sie haben damit auch die Globohomo-Agenda mit vorangetrieben, weshalb sie, anders als der Name es suggerien könnte, nicht unsere Freunde sind.

Vorsichtig gesagt. Die Demokraten unter Obama haben den Gedanken des weltweiten Bombardements für die Demokratie dankbar aufgegriffen. Unter ihm erweiterten die USA ihre Einsätze sogar noch stärker (siehe den Sturz Gaddafis oder die Unterstützung der Rebellen in Syrien). Die verbreitete Ideologie wurde dabei immer schlimmer: in der Universität von Kabul z. B. wurden Genderstudies eingeführt, und über der US-Botschaft in der afghanischen Hauptstadt hingen zuletzt die Regenbogenflagge der LGBT-usw.-Ideologie und die Flagge von BLM.

Beides Dinge, mit denen der gemeine Afghane nichts zu tun haben will, die ihm aber vom dekadenten Westen aufgezwungen wurden. Kein Wunder also, dass die Hilfstruppen der Amerikaner und die offizielle afghanische Armee keine Moral im Kampf gegen die Taliban hatten. Und so können wir uns heute an vielen Talibanmemes erfreuen.

Eine Sache noch: In der Kathedrale wird kaum etwas dem Zufall überlassen. Es stellt sich also die Frage: war die Übernahme der Taliban wirklich eine Niederlage für die Kathedrale und Globohomo, oder steckt da mehr dahinter?

0 Comments

  1. Gender Studies: Kranke geistige Ergüsse, kranker Körper. Denn, wie schon der römische Dichter Juvenal schon treffend wusste: "In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist". Nur in einer Zeit wie der unseren, in der das Gefühl für das Geschlechtliche und die Stärken des eigenen Geschlechts sich nicht entwickeln können und dürfen, diese sogar negiert und pathologisiert werden, können solche Auswüchse entstehen und sich ausbreiten.

  2. Ist der Rückzug und die Machtübernahme derr Taliban Teil eines Planes?

    Der Westen ist in Afghanistan gescheitert. – Aber …

    Afghanistan grenzt an drei Länder, die mit den USA verfeindet sind: Russland, bzw. seine mittelasiatischen Satelliten, China und der Iran. Das bietet hervorragende Chancen mittels der Taliban, dort neue Fronten zu errichten, und damit diese Länder zu zwingen, Teile ihres Militärs dort zu stationieren. Das wird ein Hintergrund sein, warum gerade Russland und China so um gute Beziehungen mit den Taliban bemüht sind. Vielleicht werden wir bald wieder, natürlich nicht in den Mainstreammedien,erfahren, dass die USA indirekt die Taliban mit Waffen beliefern und siese ausbilden. Aber vielleicht ist das mit Pakistan sowieso schon der Fall.

  3. Mal sehen, wie lange die Westler noch brauchen, um zu begreifen, daß andere ihre Werte als nicht als wertvoll oder anstrebenswert erachten. Demokratien, wo alte Frauen von sieben Polizisten niedergerungen werden, weil sie ein Pappschild mit dem Wort "Grundgesetz" hochgehalten haben. Ich denke, das ist wirklich das, was die Afghanen immer schon gewollt haben.

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