Teilnehmerurkunde für den FC Multikulti

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Nachdem in der letzten Kolumne geklärt wurde, dass sich die Vitalität einer Kultur immer auch in der Kunst widerspiegelt, lässt sich dieses Phänomen auch bestens an den sportlichen Leistungen ihrer Repräsentanten beobachten. Hier ist es nicht die Verehrung des Hässlichen, sondern es sind die allgemeine Verweichlichung und die Demografie, die den rapiden Niedergang einer ehemals stolzen Nation manifestieren, was sich schließlich im internationalen Vergleich unter Beweis stellt. Ihren Anfang macht diese Entwicklung bereits in der Grundschule.

Ab nächstem Schuljahr werden anlässlich der Bundesjugendspiele dort keine Urkunden mehr abseits der Teilnehmerurkunde verteilt. Damit sollen endlich alle gut und keiner mehr wirklich besser sein. Leistung wirkt in den Augen von denen, die sie nicht leisten können, nun mal wie ein Machtmittel von Möchtegernaristokraten, und einen gesunden Lebensstil können sich sowieso nur reiche Menschen leisten. Unterschiede wie männlich oder weiblich, ein „besser“ und ein „schlechter“ sollen selbst im Sport auf ein Minimum reduziert werden, und wie bei der offensichtlichen Hässlichkeit in der Kunst traut sich auch dort niemand mehr, zu sagen, dass der Kaiser nackt ist.

Für was noch kämpfen, wenn alle gleich gut sind und der Sieg nicht belohnt wird? Um diese Frage zu beantworten, braucht es eine Mentalität jenseits der linksliberalen Kuschelpädagogik. Es benötigt Willen zur Macht und ein antagonistisches Verständnis von einem Leben, in dem es sich zu kämpfen lohnt. Doch ein fehlendes Ziel hat Auswirkungen auf die deutsche Jugend. Ihr wurde der Nationalstolz und der Kollektivismus abseits einer abstrakten „Menschheit“ längst aberzogen. Währenddessen wird mit allen Mitteln und aller Härte versucht, ihr ihre Schwächen als Stärke zu verkaufen.

Aber die Realität sieht nun mal anders aus: In den Vereinen und in der Schule werden die Deutschen mit einer stets steigenden Anzahl von Türken, Arabern und Osteuropäern konfrontiert, die sich ihrer kollektiven Macht wohl bewusst sind und diese auch selbstbewusst verkörpern. Sie schämen sich nicht, Teil eines starken Kollektivs zu sein, und zu Recht empfinden sie Verachtung gegenüber einer schrumpfenden Mehrheitsgesellschaft, die ihre eigene Schwäche leise feiert, weil bei lauteren Tönen die Nachbarn alarmiert werden könnten.

Währenddessen findet für die deutsche Jugend wegen der eher archaisch gesinnten Migranten eine Verrohung des Sports statt, der die Deutschen lehrt, Sportvereine zu meiden. Der einzige Trost: Das wird auch langsam den letzten Menschen bewusst. Ralf Stegners Sohn, ebenfalls SPD-Mitglied, wurde letzten Monat als Schiedsrichter zwischen dem kurdisch-syrischen Verein „Kine em“ (deutscher Name: „Wer wir sind“) und dem Reideburger SV eingesetzt. Nachdem er fünf rote Karten an den selbsternannten Multikultiverein vergeben hatte und schließlich noch einen Elfmeter pfiff, wurde ihm durch Schläge von aufgebrachten Spielern und Zuschauern verdeutlicht, „wer sie sind“.



Natürlich ist das Thema Fußball bei einer ehemals glorreichen Fußballnation besonders bezeichnend. Nachdem sich „die Mannschaft“, die früher unter dem Namen „deutsche Nationalelf“ bekannt war, bereits bei der letzten WM mit einem erstmaligen Vorrundenaus blamierte, verlor sie am Wochenende ein „Heimspiel“ gegen die Türkei in Berlin. „Die Stimmung im ausverkauften Berliner Olympiastadion war fest in türkischer Hand!“, titelte die „Bild“-Zeitung, der in Deutschland geborene Türke Kaan Ayhan äußerte sich ob der Stimmung gar fröhlich: „Es kann eine Heim-EM werden.“ Während die Europameisterschaft in Deutschland also eine Heim-EM für Türken werden könnte, stellen einige Ewiggestrige immer noch entsetzt fest, dass die Integration der Türken, die auch in der dritten Generation noch für die Türkei jubeln, gescheitert ist.

Immerhin bei einigen wenigen hat die Integration scheinbar geklappt: Etwa beim Kapitän der deutschen Mannschaft, İlkay Gündoğan, der 2018 Recep Tayyip Erdoğan zusammen mit dem inzwischen offen türkisch-nationalistischen Mesut Özil sein Trikot mit der Aufschrift „mit Respekt für meinen Präsidenten“ überreichte. Der Wandel der Nationalelf zur Internationalelf, von einer Mannschaft, die für Deutschland spielt, zu karriereorientierten Passdeutschen, der Wandel von Volksvertretern zu weltoffenen bunten Multikultiwerbern, von Menschen mit Werten zu abgehobenen Multimillionären hat längst stattgefunden.

Er ist ein Spiegel der deutschen Gesellschaft, die sich vielleicht nicht länger mit Preisen schmücken darf, dafür aber eine Teilnehmerurkunde bekommt, bevor sie bei „Heimspielen“ unter Pfiffen vom Platz geprügelt wird. Natürlich kann die Ausbildung von Nicht-Europäern in Europa auch zu Erfolgen führen, wie die Kolonialelf Frankreichs unlängst bewiesen hat. In einem Europa, in dem Nationalität ein ähnliches Wischiwaschi-Konzept ist wie Schönheit, Kunst, Geschlechter oder sonst etwas, sind diese Preise leider nur nichts mehr wert.