Eine Themen-Tier-Liste: Was gehört in den Mittelpunkt?

16 Min lesen

Am Dienstagabend, an dem ich das hier schreibe, drehen sich die obersten 13 Artikel auf der „Tagesschau“-Seite um Corona und die Impfung, gefolgt von einem Artikel über Habecks Klima-Pläne mit dem Titel „Der Superminister bläst zur Aufholjagd“.

Auch wenn dank der Montagsspaziergänge und regelmäßigen Skandale, wie den völlig falschen Zahlen erst des Hamburger Bürgermeisters und nun von Markus Söder, beim großen C nicht mehr alles so düster aussieht, wie das vielleicht noch vor drei Monaten der Fall war: Im Großen und Ganzen schadet der Hyperfokus, mit dem sich aller Diskurs seit knapp zwei Jahren auf dieses Scheiß-Virus richtet, enorm, denn etliche Themen, bei denen wir fester im Sattel sitzen, wurden dadurch aus dem Sichtfeld verdrängt.

„Tier-Lists“, also Ranglisten, von allem Möglichen zu erstellen, erfreut sich ja schon seit Jahren großer Popularität im Internet. Warum also nicht mal dieses Schema auf politische Themen anwenden und sie danach sortieren, wie nützlich ihre Präsenz im Diskurs ist? Ich will mich hierbei auf kulturelle und gesellschaftspolitische Themen konzentrieren, weil ich wahrscheinlich auch so schon den Rahmen, den man sich von mir für diese Kolumnen wünscht, mehr als sprenge.

S-Tier: Migration/Kriminalität/Stabilität

Was ganz oben in unserer Rangliste stehen muss, liegt für mich auf der Hand: Unser stärkstes Thema sind die zerstörerischen Auswirkungen von Migration auf Sicherheit und gesellschaftliche/kulturelle Stabilität. Dieses Thema sollte so breit in der Öffentlichkeit stehen, wie es nur geht. Denn etwas plakativ ausgedrückt ist hier alles, was sie sagen, falsch und alles, was wir sagen, richtig, ohne vernünftigen Interpretationsspielraum, und es fällt dem normalen Menschen für so ein umfassendes Thema noch verhältnismäßig einfach, das selber nachvollziehen zu können.

Die Zahlen sind da, und auch die einschneidenden und prägenden Ereignisse ergeben sich immer wieder in Form von Terroranschlägen, einzelnen Vergewaltigungs- und/oder Mordfällen oder Taharrusch, wie gerade erst wieder an Silvester in Mailand. Diverse One-Liner fallen einem hier direkt in den Schoß: Zwei Drittel der Gruppenvergewaltigungen werden von Nichtdeutschen verübt, siehe PKS 2017, und das verbleibende Drittel der Täter heißt auch nur in den seltensten Fällen Dirk oder Michael. Die meisten arbeitsfähigen Syrer leben von Hartz IV. Die meisten Afghanen, Iraker et cetera wollen die Scharia als Landesgesetz, Quelle Pew Research, und so weiter und so fort.

Die einzigen mir erkennbaren Schwächen des Themas sind, dass die gravierendsten zivilisatorischen Folgen noch in der Zukunft liegen und daher für viele zu abstrakt und schwer greifbar sind. Außerdem betreffen die Probleme, die jetzt schon da sind, nicht in derselben Weise jeden Einzelnen, wie das bei der Corona-Politik der Fall ist.

Statistiken zeigen, dass das Sicherheitsgefühl in Großstädten insbesondere bei Frauen immer weiter sinkt, aber gerade dort gehen ja leider die meisten mit ideologischen Scheuklappen durch die Welt und sind unfähig, eins und eins zusammenzuzählen. Auf dem Land wiederum, wo man grundsätzlich empfänglicher für unsere Botschaften wäre, ist der Leidensdruck meist geringer, und am Ende wählt Horst dann trotz allem wieder die CDU.

A-Tier: Antiweißer Rassismus/Critical Whiteness

Das Herunterspielen, Lächerlichmachen und sich Abwenden von weißen Gewaltopfern und kurz gesagt allen Weißen, die bei den Projekten offene Grenzen und Antirassismus/Diversität unter die Räder kommen, sowie der Selbstzweck „weg mit der weißen Mehrheit“, den immer mehr Freunde dieser Politik ganz unverhohlen zur Schau stellen, kann das Aufrüttelndste überhaupt sein, wenn es erst einmal in die dicken Schädel der Leute eindringt.

Vorlagen dafür gibt es zur Genüge, zum Beispiel AAS-Chefin Anetta Kahane: Es sei „die größte Bankrotterklärung der deutschen Politik nach der Wende“ gewesen, dass sie zugelassen habe, „dass ein Drittel des Staatsgebiets weiß blieb“ („Tagesspiegel“ 07/2015); oder Mission-Lifeline-Gründer und ‑Sprecher Axel Steier: „Wir machen einfach weiter, bis es richtig bunt ist“, „#Team Umvolkung“ .

Manch einer hat schon seltsame Vorstellungen von einer guten Gesellschaft. Naja, er sitzt am kürzeren Hebel: gestern hat mein Verein zusammen mit Sea Eye 325 Menschen aus dem Mittelmeer gerettet. Und er kann nix tun, wir machen einfach weiter bis es richtig bunt ist! 😁 https://t.co/hCmJewVODp

— Axel Steier (@Axel_Steier) November 3, 2021

Pluspunkt: Wer es schafft, das zu durchblicken, ist in der Regel raus aus der Matrix, und zwar endgültig. Wenn man einmal verinnerlicht hat, welcher tief empfundene rassische Hass das Vorgehen vieler Akteure in Medien und Politik prägt, gibt es nur selten noch ein mentales Zurück.

Minuspunkt: Die Schuld- und Verwirrungsframes, unter denen all das begraben liegt, wiegen tonnenschwer und werden den Leuten zeit ihres Lebens tief unter die Haut geimpft. Hoher Aufwand, hoher Ertrag.

B-Tier: Feminismus/Geschlechteraufweichung

Plus- und Minuspunkte gleichen denen im A-Tier, nur spiegelbildlich. Zumindest die obersten Schichten des Spielchens lassen sich leicht abpellen, vergleichsweise wenige emotionale und (pseudo‑) moralische Barrieren stehen dem im Weg. Viele, die diesen ersten Schritt gemacht haben, bleiben aber genau dort, am Rande des gesellschaftlich noch Akzeptierten, stehen oder fallen wieder zurück, ein prominentes Beispiel dafür wäre der deutsche YouTuber iBlali/VIK.

Die entscheidende Schwelle, die bei diesem Thema immer wieder durchbrochen werden muss, sind biologische Unterschiede. Nur auf die hysterischen Pinkhaarigen zu zeigen und die radikaleren Auswüchse bloßzustellen, reicht nicht, es muss an die Wurzel gehen. Zwei Hauptsäulen müssen hier durchgedrückt werden: Männer und Frauen sind nicht gleich, sie unterscheiden sich den Durchschnitt betreffend gewaltig, denn sie wurden evolutionär unterschiedlich selektiert, und daher ist eine Angleichung ihrer Repräsentation in der Gesellschaft nur mit tyrannischen Maßnahmen zu erreichen; und: Klassische Geschlechterrollen inklusive Kinderkriegen sind für die meisten Leute sinnvoll und für eine nachhaltig funktionierende Gesellschaft alternativlos.

Passendes Einfallstor: Warum unterteilen wir die meisten Sportarten nach Geschlechtern? Biologische Unterschiede, die im Durchschnitt und an den Extremen besonders sichtbar werden. Da werden viele noch mitgehen. Folgefrage: Denkst du, diese Unterschiede betreffen fast alle körperlichen Attribute, aber nicht das Gehirn?

C-Tier: Antifa/Linksextremismus

Quasi aller nicht religiös motivierter Terror geht in Deutschland in der Summe von links aus. Die vereinzelten Terrorakte, die im Westen dann von rechts verübt werden, haben allerdings einen immensen Schadensumfang, denn sie geschehen meist ohne jede Rücksicht auf Verluste und unter völliger Selbstaufgabe.

Linksextremer Terror geschieht aus einer dominanteren Grundhaltung: Von Glasscheiben bis Knochen zerbricht man alles Mögliche, möchte aber trotzdem am nächsten Morgen wieder sein Körnerbrötchen im Soziale-Arbeit-Studiengang mampfen können und nicht in Untersuchungshaft. Das ist, leider, eine äußerst effektive Strategie: Breit angelegter, größtenteils unterschwelliger Terrorismus lässt den politischen Gegner mit einem Auge offen schlafen und jeden Zweifler es sich dreimal überlegen, ob er gerne als solcher auf der Bildfläche erscheinen würde. Der Imageschaden für das eigene politische Lager bleibt dennoch gering, denn erstens hat man die Medien auf seiner Seite, beim „Faktenfinder“ der „Tagesschau“ sitzt ja beispielsweise ein quasi offenes U-Boot des Schlägertrupps im Chefsessel, und zweitens akkumuliert der menschliche Verstand keine soundso vielen Hundert abgefackelten Fahrzeuge konservativer Akteure und schließt davon dann auf den nicht zu vernachlässigenden Einfluss dieser Bedrohungslage auf das politische Geschehen, sondern er sieht immer nur ein paar einzelne brennende Autos.

Insofern steht der „Die wahre Gefahr kommt von rechts, guck dir nur mal Neuseeland an“-Frame leider auf ziemlich solidem Boden. Außerdem hat man mit den Medien im Rücken andersherum natürlich auch die Freiheit, sehr liberal damit zu sein, was jetzt ein rechtsextremer Anschlag ist und was nicht; Paradebeispiel: Der Schizophrene von Hanau, dem seine „rassistische Motivation“ erst innerhalb der letzten drei Monate vor der Tat eingefallen ist, als er sie in sein ansonsten fast wortgleiches Manifest über den Gedanken-Geheimdienst, der ihm die Startaufstellung der deutschen Nationalmannschaft und Filmideen aus dem Kopf klaut, reinschrieb, gilt im etablierten Verständnis als Rechtsextremer.

Alles, was ein Messer hat und unsere Rente zahlen wird, gilt wiederum neuerdings automatisch als unpolitisch und geistig verwirrt, Beispiele: Würzburg und der ICE-Angriff November 2021.

Das infantile Doppelspiel mit dem Markennamen „Antifa“ für die gewalttätige Horde und der rein wörtlichen Bedeutung im Stil von „das heißt doch nur ‚gegen Faschismus‘, seid ihr etwa dafür?“ fruchtet bei einem besorgniserregenden Teil unserer Kleinkindergesellschaft ziemlich gut. Auch deshalb fühlen vor allem Linke-, aber auch Grüne- und SPD-Politiker sich immer wohler damit, sich so zu den Gewalttätern und Terroristen ihrer politischen Seite zu bekennen, stets mit dem gerade geschilderten infantilen Rettungsanker. Es bleibt die Frage, ob sie sich mit der steigenden Gewaltintensität aus Antifa-Kreisen auf die Dauer damit verpokern.

In Amerika haben sie den vorletzten Sommer damit verbracht, im Rahmen gigantischer Rassenunruhen ganze Städte niederzubrennen und immer wieder auch zu morden, zum Beispiel im Fall von Michael Reinoehl.

In Leipzig und Umgebung sind groß angelegte Brandanschläge sowie Einbrüche bei und Folter an politischen Gegnern zu einem wiederkehrenden Ereignis geworden, Lina E. und ihre Bande lassen grüßen, deren Ziehmutti Juliane Nagel für die Linke im Sächsischen Landtag sitzt.

In Stuttgart kam es fast zum ersten Toten durch Linksextreme im Deutschland der letzten paar Jahre, als ein Mitglied von Zentrum Automobil ins Koma geprügelt wurde. Die Liste ist lang, und die Eskalationsspirale scheint kaum ein Ende zu nehmen.

Zudem: Jeder normale Mensch, der sich länger als einen Tag in der Nähe dieser Gestalten aufhalten muss, kommt nicht umhin, zu bemerken… na ja, was für asozialer Abschaum das eigentlich ist. Sie versiffen und verunstalten ihre Umgebung. Wo sie sind, stinkt es nach Pisse, und sie sehen aus wie Straßenpenner, treten aber paradoxerweise gleichzeitig mit einer gewissen Hochnäsigkeit auf – es sind keine sehr angenehmen Zeitgenossen.

D-Tier: Corona/Impfung, Klima

Pluspunkt: Sie sind fucking geistesgestört bei diesen Themen und nerven die Leute wie Sau. Sie kennen weder Maß noch Grenzen und vermindern die Lebensqualität eines jeden an diesen Aufhängern, so sehr es ihnen nur möglich ist.

Minuspunkte: Ihr Wissenschafts- und Expertenframe ist einer der effektivsten, die sie haben, und hier kommt er, anders als bei Migration/Kriminalität, wo ein rudimentäres Verständnis nicht schwer zu erlangen ist, volle Kanne zum Tragen. Es ist ein Demuts- und Autoritätsappell, aber ein sehr raffinierter. Die wenigsten selbst von uns blicken beim großen K so richtig durch, für mich etwa ist „China macht aber eh weiter, es sei denn, ihr wollt einen CO2-freien dritten Weltkrieg führen“ dort nach wie vor das griffigste Argument.

Beim großen C verstricken sie sich immerhin in Dutzende Widersprüche, weil das Narrativ sich ständig ändern muss, um den jeweils nächsten Schwachsinn zu rechtfertigen (zum Beispiel „Die Impfe schützt super“ zu „Die Impfe schützt fast nur gegen schwere Verläufe, außer du nimmst vier Stück gleichzeitig in deinen linken Augapfel, äh, ich meine sieben“), aber dIe wISseNScHAfT wiegt trotzdem schwer. Außerdem ist beides eher ein Abwehrkampf. Es ist einer, den man unbedingt führen muss, insbesondere momentan mit Corona, aber es geht weitestgehend um Schadensbegrenzung.

Dabei will ich es dann mal belassen, und wie nun man den erstgenannten Themen zu dem Platz in der Öffentlichkeit verhilft, der ihnen in meinen Augen zusteht, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

Was das S-Tier angeht: Ich hoffe und befürchte zugleich, dass unter der neuen Regierung im Laufe dieses Jahres Entscheidungen getroffen werden, die das enorm begünstigen werden. Und dann muss natürlich der Druck von unserer Seite so schnell es geht hochgefahren werden. Aber wie ich schon letzte Woche schrieb: Jetzt gerade, in diesem Moment, sind die Montagsspaziergänge wahrscheinlich das Effektivste, bei dem jeder seinen Beitrag leisten kann.

1 Comment

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.