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3 Zahlen der KRAUTZONE

18. Mai 2020
in 2 min lesen

2020 feiern wir unseren 3. Geburtstag. Den genauen Tag müssten wir nochmal nachschlagen… Irgendwann im Oktober 2017 war es soweit, Ausgabe 1 erschien und wurde vorerst ca. 15 Mal verkauft. Nein, da fehlt keine Null. Und erst recht keine zwei Nullen…* Keine Sorge, wir sind gewachsen und wir stehen besser da, denn je. Hier einige Kennzahlen, die Dich interessieren werden:

35

Besonders stolz ist die Redaktion auf die Aboquote von 35 Prozent. Wir legen für jeden Käufer, sein es Kaiser Chillhelm oder zwanzig Hohen*Zoller-Aufkleber, ein Kundenkonto an. Vor kurzem haben wir Stichtag gemacht und alle abgeschlossenen Abos durch die Käuferzahl geteilt. Dabei sind wir ungefähr bei 35 Prozent. „Ungefähr” nicht, weil wir kein Mathe beherrschen, sondern weil eine Handvoll Geschenkabos und Dubletten rausgerechnet werden müssten.

Dazu waren wir natürlich zu faul, aber der Wert wird sich irgendwo zwischen 34 und 36 Prozent befinden. Eigentlich ist die Aboquote noch viel höher, da man nur die Heftverkäufe gegenrechnet, also die Aufkleber-, Plakat- und Buch-Käufer nicht miteinbezieht. Auch dafür waren wir zu faul – bzw. hatten genug anderes zu tun. Streng genommen, könnte man sogar von einer Aboquote von über 40 Prozent ausgehen.

Das ist enorm, zumal wir nicht mit massiven Abo-Kampagnen gestartet sind, die zum Nulltarif Leute anlocken und dann „gefangen halten” und auch nicht über Lesezirkel oder sonstige Zwischenhändler Abos in der Welt herumschmeißen. Die werden dann ohnehin kaum gelesen, treiben aber die Absatzzahlen (verbreitete Auflage) hoch und bringen dadurch mehr Kohle bei den Werbeanzeigen ein. Raffiniert diese Verlage…

Fast alle unsere Leser steigen mit Einzelbestellungen ein und entscheiden sich dann für ein Abo. Wir haben aber auch dutzende Einzelkäufer, die sich seit 15 Ausgaben JEDES! Heft separat bestellen. Die verfluchen wir alle zwei Monate, aber können irgendwie auch verstehen, dass sie sich nicht vertraglich binden wollen.

2936

Eintüten, Frankieren, Absenden ist Handarbeit. Auch bei den Abos. Da brauchen dann mal drei Personen einen ganzen Tag. Häufig werden wir gefragt, warum wir keinen Vertriebsservice beauftragen oder eine Frankiermaschine kaufen. Das ist einfach noch zu teuer und ergibt bei unserer jetzigen Größe noch wenig Sinn.

Auch der Kauf von Onlinemarken ist wenig sinnvoll, da jeder Abonnent mit jedem Heft einen neuen Lieferschein braucht – mit neuer Marke. Das ist zusammengerechnet mehr Arbeit, als im Akkord die Marken (selbstklebend, wir sind keine Masochisten) einfach draufzukleben. Zudem freut sich die lokale Post, die an den Briefmarken auch ein paar Prozent verdient. Eine schwache Gegenleistung für regelmäßige Kofferraumladungen voller Hefte.

120.000

20.000 Wörter hat eine Krautzone. Den Wert finden wir sogar fast noch etwas zu hoch, zumal viele Leute es gar nicht schaffen, alles zu Lesen. (Aber zwei Stunden auf Facebook rumhängen, dafür ist immer Zeit!) Naja, so ist der Geist der Moderne. Aber deswegen haben wir auch viele bunte Grafiken und Statistiken im Heft, so können wir dem aufmerksamkeitsdefizitären Publikum von heute Rechnung tragen. Natürlich gibts immer noch genug Vier-Seiter oder lange Meinungsartikel, aber wir haben von Anfang an eigentlich festgelegt: Nicht mehr als 4 Heftseiten für einen Artikel. Alles darüber hinaus erschlägt den Leser und schreckt ab, ganz egal wie gut der Text ist. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel!

Gerade die kleinen Grafiken und Statistiken machen eine Menge Arbeit – oftmals mehr, als einfach einen Artikel runterzurattern -, zumal die Recherche nicht besonders einfach ist und es häufig entweder dutzende widersprüchliche Quellen gibt oder gar keine. Alle 20.000 Wörter werden natürlich nach der ersten Artikel-Redigierung (schreibt man das so?) in einer Korrekturschleife von mehreren Leuten korrigiert. Trotzdem mogeln sich immer mal wieder Fehler rein. Eine Zeitschrift dauerhaft fehlerfrei zu bekommen, ist eine echte Leistung, vor der wir unseren Hut ziehen. Auf der anderen Seite haben Spiegel, FAZ und co. ja auch Millionenumsätze, und trotzdem werden sie Jahr für Jahr peinlicher und schlechter. Von daher: Lieber einen Flüchtigkeitsfehler drin, dafür aber gute und ehrliche Inhalte: Buntgemischt, reaktionär, libertär und eine Kampfansage an den Mainstream.

Redaktion

Das Profil des libertärsten, reaktionärsten und heterofamilienfreundlichsten Magazins unter der Sonne.

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