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Liebe Arschlöch*Innen!

1. Juni 2020

von Gerd Breternitz

Bemerkenswert ist, daß Indymedia und die Antifa, die als Schläger oder Totschläger und Brandstifter unterwegs sind, peinlich genau darauf achten, daß sie gendergerechte Sprache verwenden. Sie nennen sich Antifaschist*Innen. Das zeigt dann auch, daß sie zu dem links-grünen Zeitgeist passen.

Woher sie ihre Finanzmittel erhalten, kann man nur vermuten. Aber darum geht es nicht. Es gibt jetzt laut Niedersächsischem Ministerien nur noch Waldbesitzende und Grundstücksbesitzende. Bei Anne Will gibt es jetzt den Bund der Steuerzahler*Innen, es gibt nur noch Studierende aber offenbar noch keine Kultusministrierende. Die Bundeswehr ließ ihre gesamten Dienstvorschriften neu drucken, jetzt mit Soldat*Innen. Kosten? Nicht bekannt. Einige Städte und Gemeinden taten es ebenso mit ihren Verordnungen und dem Schriftverkehr. Die Nachrichtensprecher in Radio und Fernsehen brechen sich jetzt die Zunge. Und da soll noch einer sagen, wir hätten keinen Erziehungsrundfunk, der zwangsfinanziert.

Aber selbst in der liberalen Eidgenossenschaft fast das gleiche Spiel: In der Schweiz wies das Stadtparlament von Zürich eine Anfrage von Frau Brunner von der SVP wegen nicht gendergerechter Sprache zurück , was ein Gericht allerdings korrigierte; Es gab keine gesetzliche Grundlage für das Verhalten des Parlament. In Österreich und in Deutschland werden Klausuren, Doktorarbeiten usw. schlechter benotet, wenn keine gendergerechte Sprache verwendet wurde. Man muß sich dabei zwangsweise fragen, woher der ganze Unsinn kommt, wenn das auch in der Schweiz und in Österreich passiert?

Der Mist hat eine lange Geschichte. Es fing schon in den 80er Jahren vermehrt an, daß vor allem links-grün Angehauchte plötzlich von LehrerInnen schrieben und von SchülerInnen – ohne Rücksicht auf Rechtschreibung und ohne jegliche gesetzliche Grundlage. Die Rechtschreibreform von 1996 war dann der Beginn des Öffentlich-Rechtlich ausgebrochenen Wahnsinns. Wie es auch besonders in den Geschwätzwissenschaften (Politikwissenschaft, Soziologie usw.) immer mehr Scheinwissenschaftler und Experten gab, so jetzt auch in der an sich soliden Sprachwissenschaft.

Nachdem die Pädagogik- und Unterrichtswissenschaftler sich mit offenem Unterricht, Gruppenarbeit, der idealen Sprechsituation und der kommunikativen Kompetenz und mit Gesamtschulen und Integrierten Gesamtschulen und Ganztagsschulen zu Tode gesiegt hatten, mußte jetzt die gendergerechte Sprache her, um dem Denken endlich den Garaus zumachen und eine neue Arbeitsbeschaffungsmaßnahme zu finden. Hinzu kommen noch nebulöse Sprachvorschriften, die aber als Quasigesetz gelten: Negerküsse, Zigeunerschnitzels und selbst den Mohrenköpfen wird der Kampf angesagt.

Man dachte sogar darüber nach, die gesamte deutsche und schwedische Pippi-Langstrumpf Literatur in orwellscher Manier zu säubern. Auch in Opern sollte der Mohr von Venedig nicht mehr vorkommen. Manche links-grünregierten Gemeinden verbannten auch solche Literatur aus ihren Beständen, nicht ahnend, daß sie das Gleiche taten, wie die Nazis bei den Bücherverbrennungen. Bei all den forsch Forschenden oder Forscher*Innen, Zufußgehenden, Redenden, Redner*Innenpulten, Schlachter*Innen, Frisierenden, Sportler*Innen oder doch Sporttreibenden, Buchhandelnden und Schornsteinfegenden, Landwirt*Innen oder Bäuer*Innen, Autor*Innen, Wissenschaffenden und Kulturschaffenden: Mag ihnen das “I” im Halse stecken bleiben und die Partizipienreiter mögen vom hohen Roß ihrer Anmaßung fallen.

Gastautor

Hier schreiben unsere Gastautoren, bis sie sich in unserer klebrigen Mischung aus Hass und Hetze verfangen, und schließlich als regelmäßige Autoren ein eigenes Profil bekommen.

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