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Ich glaube – die spinnen!

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Zum Ende des letzten Ramadans musste ich sie wieder hören: „Fastenbrechen“, „Zuckerfest“…
…das sind Wörter, welche heutzutage zur deutschen Umgangssprache gehören.
Sie haben etwas mit dem offiziellen Ende der Zeit zu tun, in der sich Muselmänner, alle Jahre wieder, selbst kasteien.

Die Verweigerung der Nahrungsaufnahme interessiert mich nur im Zusammenhang mit meiner körperlichen Fülle, die ich in regelmäßigen Abständen, in Jojo Manier, auf ein gelenkschonendes Normalmaß reduzieren muss.

In Zusammenhang mit irgendwelchem religiösen Schnickschnack interessiert mich das Fasten nicht. Trotzdem kann ich der Berichterstattung darüber – und der Berieselung mit den dazugehörigen Begriffen, nicht entkommen.
Wenn etwas so omnipräsent ist, dann muss es eine Bedeutung haben – oder?

Wer misst muslimischen Ritualen eine solche Bedeutung bei, dass sie sich auch in der deutschen Sprache Raum verschaffen können?
Jemand, der etwas zu sagen hat? Jemand, der mir etwas zu sagen hat?
…oder nur irgendwer, der mich dadurch belästigt, dass er seine Möglichkeiten zur Meinungsmache ausschöpft?
Muss ich mich nötigen lassen?

Die Musels sind nicht nur ursächlich für die Veränderung des deutschen Gebrauchswortschatzes. Sie zeigen auch optisch ihr eroberungswilliges Aggressionspotential an.
Besonders durch Textilien schaffen sie es, Unmut in mir zu erwecken – sei es mittels türkischer Flaggen vor Ditib Moscheen, oder durch eine Kleiderordnung, welche mir ihre Geringschätzung der Frauen anzeigt.
(Komme mir keiner mit „die Muselfrauen tragen das Kopftuch/Burka/Hidschab doch freiwillig. Es spielt nämlich überhaupt keine Rolle, was diese Fummel für die Dahergelaufenen bedeuten. Es spielt nur das eine Rolle, was die alteingesessene Mehrheitsbevölkerung darin sieht! Für diese besteht auch keine Pflicht dazu, sich diesbezüglich zu „bilden“, also fremde Sichtweisen zu übernehmen. Warum sollte man…?)

Mir selbst muss ich die Frage stellen, ob ich nicht eine selektive Wahrnehmung habe die besonders stark auf solche Reize reagiert, für deren Herkunft mein Verständnis, vorsichtig formuliert, nicht ausgeprägt ist…

Fastenzeiten gibt es auch in der christlichen Kirche, eine nennt sich Advent…
…die Andere beginnt am Aschermittwoch.
Weder deren Beginn, noch deren Abschluss an Ostern, waren je ein Aufreger für mich.
Auch manche christliche Glaubensgemeinschaften tragen seltsame Gewänder…
Glaube, Sitte, Heimat, Routine, Gewöhnung, Abstumpfung?


Gerne wird auf negative Kritik an religiösen Machenschaften von den Betreffenden damit reagiert, sich einer Diskussion in der Sache zu verweigern – und stattdessen auf die Religionsfreiheit nach Artikel 4, GG, zu verweisen.
…und nach Meinung der dies äußernden, ist das auch ausreichend.

Ist es aber nicht!
Die Verweigerung einer sachlichen Auseinandersetzung in Religionsfragen wird von einer für mich unfassbaren Arroganz getragen…
…durch Leute, in deren Wortschatz der Begriff „Dogma“ eine zentrale Rolle spielt…

Es mag sein, das auch die Unfähigkeit zum Differenzieren zwischen Geglaubtem und Beweisbarem in deren Hirnen eine Rolle spielt…
…zu differenzieren wird ja umso schwieriger, je kleinteiliger man ein Thema erörtert – und logischerweise erhöht sich analog dazu die Schar derer, die das überfordert!
(Die Frage, ob Gläubige naturblöd sind, oder nur unwissend gehalten werden, ist mal eine eigene Betrachtung wert…)

Sachlich zu der Thematik im GG: im Absatz 2 des Artikels 4, wird die ungestörte Religionsausübung gewährleistet. Das bedeutet: auch die von Religionsführern als „Ungläubige“ oder „Heiden“ titulierten Menschen haben das Recht darauf, ihren Glauben an keinen, oder einen anderen Gott, ungestört auszuleben.
(Kurzer Exkurs: im Zusammenhang mit Corona wurde es in einigen deutschen Gemeinden erlaubt – ich weiß es aus meiner Heimatstadt und dem kleinen Nachbarort Krefeld, dass sich die Allahpreiser lauthals zu Wort melden durften…)

Zurück zum Thema…
„Ungestört“ ist man also nicht, wenn man einen Muezzin rufen hören muss!
Das ungestört-sein der Anderen bedeutet für den Minarettschreihals: Klappe halten! Und das ist nicht meine Meinung, sondern hat eine gesetzliche Grundlage!

Im Artikel 140, GG, wurden die Rechte der Religionsgemeinschaften einfach dadurch festgelegt, dass man die Artikel 136-139, sowie 141 aus der der deutschen („Weimarer“) Verfassung vom 11. August 1919 übernahm. (Hier wurde schon definiert, was ich oben zum Muezzinruf ansprach: Art 136 (4): „Niemand darf zu einer kirchlichen Handlung oder Feierlichkeit oder zur Teilnahme an religiösen Übungen oder zur Benutzung einer religiösen Eidesform gezwungen werden.“)
Das bedeutet, in einfachen Worten ausgedrückt, nichts anderes als: ich, als Nichtmoslem, habe das Recht darauf, mir deren Sülz nicht anhören zu müsse!

Wodurch die Religionsfreiheit noch eingeschränkt ist, steht im Grundgesetz gleich im nächsten Artikel 5, Absatz 2. Es geht dort um die Meinungsfreiheit – und die Religionen der bei uns bekannteren Kirchen stellen nichts anderes als eine Meinung…
…ein Weltbild, welches auf etwas nicht belegbarem fundiert, dar.

Abs.2: „Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre“.
Das heißt also: „Religionsfreiheit“ beinhaltet nicht das Recht, schon die Kinder zu verblöden!
Das gilt für alle, Musels, Christen – und auch…

Wie soll man umgehen mit Menschen die anderen weismachen wollen, dass es ein Paradies oder einen Himmel gibt? Nur die Seele kommt dahin? Also alle im Hirn gespeicherten Daten? Wie denn, über W-lan?
(Die einzige körperliche Steckverbindung die mir bekannt ist, dient freudvollen weltlichen Zwecken…)
Kann man Menschen als geistig gesund bezeichnen, die ernsthaft darüber diskutieren, ob Vegetarier zur Kommunion gehen können, da es sich bei dieser Gabe doch um den Leib Christi handelt?

Die „…Vorschriften der allgemeinen Gesetzte…“ in Artikel 5 bedeutet: die in Deutschland geltenden Gesetze, also der staatlichen – und sonst keine!
Auch keine kirchlichen!

Meine Fähigkeit zur Autosuggestion ist nicht sehr ausgeprägt. Trotzdem war ich immer nachsichtig gegenüber den christlichen Kirchen…
Ich habe Verständnis für die Aufgabe der „Seelsorge“. Mir ist klar, dass nicht jeder die innere Stabilität hat, seine eigene Endlichkeit zu akzeptieren…
…und deshalb auch mal Unterstützung im Glauben an ein Nachleben braucht.
Auch die Sinnstiftung für den überschaubaren Zeitraum der eigenen Existenz ist schwierig, wenn man stets die Frage mit sich herumträgt „für was soll ich …, wenn doch eh nichts von mir bleibt?“.
Sich einer Religion zu bedienen hat schon etwas für sich, aber…
…ein Glaube kann nichts anderes, als auf „später“ zu vertrösten!

Meine Akzeptanz der christlichen Kirchen rührte auch daher, dass diese Religionsgemeinschaften einen Entfaltungsraum innerhalb unseres Staatswesens eingeräumt bekamen. Mehr nicht!
Das akzeptierten unsere christlichen Kirchen in der Vergangenheit auch. Ihnen war MK 12, 17 geläufig: „Da sprach Jesus zu ihnen: Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!“…
…was nicht nur für den Steuergroschen galt!
(Vielleicht war die Abgrenzung zum Weltlichen auch ein Einsehen aus ohnmächtiger Position: „Säkularisierung“ und der Bedeutungsverlust des Pfaffenworts verlaufen sich überschneidend…)

Bei den Musels bin – und war ich weniger tolerant. Von den Arschritzenriechern ist mir eine Abgrenzung zum Weltlichen nicht bekannt. Das Gegenteil ist der Fall: das oben schon erwähnte Halbmondtuch vor jeder Ditib-Moschee, zeigt den tatsächlichen Anspruch dieses Vereins an!
„So lange, bis wir in der Mehrheit sind“ ist deren bescheidenes Zugeständnis an unsere deutsche Gesetzgebung, welche nun einmal nicht mit der aus ihrem Glauben heraus interpretierten identisch ist.

Es ist genau dieser Punkt, die Trennung zum Weltlichen, welcher zu der Frage führt, was denn überhaupt eine
Religion ist, für die man „Freiheit“ einfordern kann?
Schon der Versuch, mittels einer Religion vor den Aufgaben flüchten, sich einen eigenen Wertekanon zu entwickeln und selbst gesetzte Zielstellungen für das weltliche Leben verfolgen zu müssen…
…ist grenzwertig.

„Religion“ kann man nach unserem deutschen, „aufgeklärten“ Verständnis, nur definieren als ein Etwas, welches die Ausgestaltung seiner selbst auf etwas transzendentes, etwas nicht sinnlich erfassbares bezieht.

Darf man, nach dieser Definition, einen Freiraum für eine Religion gewähren, welche sich im Dinglichen, im Konkreten (auch des Miteinander!) manifestiert?

Es steht jedem frei an ein Paradies, darin ein Haufen Jungfrauen, zu glauben.
Das hat ja ein gewisses Erregungspotential, zumindest wenn man auch daran glaubt, dass die Jungfrauen keine bleiben müssen…
Akzeptabel wäre es, dass pubertierende Jünglinge, welche sich gerade in ihrem religiösen Kopfkino aufhalten, ihre Hände in den Schoß legen – jedoch nicht, um untätig zu sein…

Wenn eine Religion erst Wichsphantasien vermittelt, dann aber mit lustfeindlicher Enthäutung der Nille auf die Folgen reagiert, liegt ein Fall von Körperverletzung vor. Für so etwas darf es keine „Freiheit“ geben!

Wenn eine andere Religion vom „Menschen fischen“ spricht, dann darf damit nicht eine aktive Suche nach Schlauchbootfahrern gemeint sein, welche später die Bürger des Staates belastet, der nur „Religionsfreiheit“ gewährte!

Die Freiheit des Glaubens darf und kann nur eine gedankliche sein!

Das ist im Übrigen eine altbekannte philosophische Aufgabenstellung: schon im alttestamentarischen Buch Exodus wird die Problematik des Gedanklichen, in Abgrenzung zum Konkreten (goldenes Kalb usw.) beleuchtet. In Ex 3,14 heißt es von Gott: „Ich bin der ich bin“. Und unter Ex 20,4 kommt „Du sollst dir kein Gottesbild machen und keine Darstellung am Himmel droben…
…worin die Beschränkung auf das Transzendente liegt.
Lang ist es her…

Meine abnehmende Toleranz gegenüber den in meinem Land aktiven Religionen rührt aus meiner Wahrnehmung, dass die Glaubensgemeinschaften sich nicht auf die Seelsorge im Bereich des Abstrakten, also des nicht Gegenständlichen, beschränken. Ich möchte mich keinen Lebensregeln unterwerfen – und auch keine Kosten für etwas tragen müssen, was auf den erdichteten Worten einer Kunstfigur beruht!
Ich bin für die Freiheit des Einzelnen, deren Beschränkungen sich nur aus der Freiheit der Anderen ergeben. …und eine für mich akzeptable, staatliche, Gesetzgebung kann nur eine solche sein, die dieses Abstraktum in Worte fasst…
…ohne sich dabei auf Gott, oder Hinz oder Kunz, berufen zu müssen!

Umso mehr sich eine Religionsgemeinschaft zum Eingreifen in weltliche Abläufe berufen fühlt – umso schneller sollte man sich um deren Verbot bemühen!
Ich fange mal damit an, über die Sinnhaftigkeit meiner Mitgliedschaft in der rk nachzudenken…

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