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7 Dinge, die Merkel von den Sozialisten gelernt hat

29. September 2020
in 5 min lesen

Ist Angela Merkel ein sozialistisches U-Boot? Angesichts ihrer Politik der letzten zehn Jahre, gewinnt diese Verschwรถrungstheorie weiter an Gewicht. Woran kann man konkret festmachen, dass โ€žIM Erikaโ€œ tatsรคchlich eine waschechte Sozialistin ist, die nach der Wende in den Strukturen des wiedervereinigen Deutschlands Karriere gemacht hat?

1. Zersetzung

Merkel versteht sich wie keine zweite Machpolitikerin darauf, ihre Gegner zu zersetzen. Egal ob innerparteilich oder im gesamten politischen Spektrum der BRD. Unter der ร„gide Merkel wurde jegliche Kritik, jegliche feindliche Strรถmung, jegliche Opposition zuerst angefeindet, dann angegriffen und schlieรŸlich verschwunden. Momentan beiรŸt sich das โ€žSystem Merkelโ€œ an der AfD fest โ€“ und wenn es so weiter geht, wird sich die jรผngste und vielversprechendste Oppositionspartei bald verabschieden. So massiv, wie die Strategie die Zersetzung durch die Stasi in der DDR durchgefรผhrt wurde, ist die aktuelle Gangart der BRD natรผrlich nicht. Viel mehr zersetzt ein โ€žsanfter Totalitarismusโ€œ Oppositionsgedanken bereits im Kopf oder im sozialen Umfeld. Da braucht es keine eingeschleusten โ€žZersetzerโ€œ, den Job รผbernehmen Arbeitskollegen und Familie.

2. Von Lenin lernen, heiรŸt siegen lernen

Besonders bemerkenswert ist auch der Politikstil Merkels, die mit โ€žZuckerbrot und Peitscheโ€œ regiert. Oder besser gesagt regelmรครŸig die Richtung wechselt. Dadurch bleibt sie unangreifbar und hรคlt sich jegliche politischen Koalitionen offen. Merkel und die CDU sind ein Chamรคleon, dass nach eigenen Bedรผrfnissen entweder in die eine oder die andere Richtung geht. Max Reinhardt zitierte zuletzt eine vollkommen unbeachtete Rede Merkels anlรคsslich des Henry-Kissinger-Preises:

โ€žIch habe schon in der DDR von Lenin gelernt: Zwei Schritte vorwรคrts, einen zurรผck โ€“ wenn es gut lรคuft; es kann auch mal umgekehrt sein. Aber wir alle betten uns in den Lauf der Geschichte ein.โ€œ

3. Alternativlos heiรŸt immer totalitรคr

Dass eine CDU-Bundeskanzlerin so offen รผber ihre leninistische Sozialisierung spricht, ist definitiv neu. Es offenbart aber auch das Denken von Merkel: Zielorientiert, teleologisch, auf dem Weg zu etwas hin. Was das ist, wird sich womรถglich bald zeigen. Dazu kommt der โ€žeine Wegโ€œ, den Deutschland gehen muss, der sich in Merkels Mantra der โ€žAlternativlosigkeitโ€œ wiederfindet. Alternativlos werden totalitรคre Systeme immer von sich selbst dargestellt; um Alternativen zu unterdrรผcken. Wer vor einem Problem steht und sagt, es gebe keine Alternativen, ist entweder strohdumm oder lรผgt zu seinen eigenen Gunsten. Dadurch entsteht ein Lรถsungsweg, der im inneren einen totalen und damit totalitรคren Anspruch innehat.

4. Propaganda

Entgegen ihrer Behauptungen, sie sei als FDJ-Sekretรคrin nur im Kulturbereich aktiv gewesen, war Merkel auch fรผr Propaganda zustรคndig: โ€žWรคhrend ihrer Tรคtigkeit an der Akademie der Wissenschaften der DDR war sie an ihrem Institut Funktionรคrin, beispielsweise von 1981 an als FDJ-Sekretรคrin fรผr Agitation und Propaganda (Agitprop), was sie bis heute bestreitet.โ€œ

Das sagt zumindest Gunther Walther, Chef der FDJ-Gruppe am Akademie-Institut, an dem Merkel tรคtig war. Unsere Kanzlerin steht also ganz in der Tradition der sozialistischen Meinungsbeeinflussung.

5. Merkel hasst den Markt

Dem Ziel ordnet Merkel die Mittel unter. Energiewende, Migrantenaufnahme, Mindestlohn โ€“ das alles ist reine Planwirtschaft, die auf Knopfdruck umgesetzt wird. Der โ€žMarktโ€œ oder die Freiheit des Einzelnen, werden Merkels Politik untergeordnet und genau dieser Gedanke ist grundsozialistisch.

Besonders interessant ist Merkels Reaktion auf die sich anbahnende Wiedervereinigung 1989. Merkel war gegen die deutsche Einheit, sie wolle zwar Reformen, allerdings zu einem โ€ždemokratischen Sozialismusโ€œ. Warum soll man den scheiternden Sozialismus der DDR dem freien Markt des Westens vorziehen, wenn beide Optionen im Raum stehen? Richtig: Weil man ein Sozialist ist.

Wรถrtlich sagte Merkel angeblich: โ€žWenn wir die DDR reformieren, dann nicht im bundesrepublikanischen Sinn.โ€œ Mit den neuen Entdeckungen รผber ihre DDR-Jahre konfrontiert, reagierte Merkel 2013: โ€žIch kann mich da nur auf meine Erinnerung stรผtzen. Wenn sich jetzt etwas anderes ergibt, kann man damit auch leben.โ€œ Wie bitte?

6. Entrismus

Der sogenannte โ€žEntrismusโ€œ ist eine Strategie der Trotzkisten, wurde spรคter aber auch von weiten Teilen der modernen Linken adaptiert. Beim Entrismus handelt es sich um das oftmals anonyme Eindringen von Gruppierungen oder Strรถmungen in sogenannte Wirt-Organisationen, die von innen heraus unterwandert werden. Ziel der Unterwanderung ist das Durchsetzen der eigenen Ziele. Die Organisation ist nur das Vehikel, um politische Macht zu erlangen. Bekannt wurde beispielsweise der Entrismus die KAPD, einer linken Abspaltung der KPD. Die schafften es in den 1930er Jahren die SAPD (Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands) zu unterwandern und beeinflussen. รœber Entrismus ist historisch betrachtet wenig bekannt: Wie auch? SchlieรŸlich vollziehen sich die Unterwanderungen jenseits der Bildflรคche und nach einigen Jahren der Umstrukturierung รคndert sich die Richtung der Wirts-Partei nach und nach. Aber Entrismus in der CDU? Haben wir nicht einfach nur eine ehrgeizige und machtgeile Bundeskanzlerin? Was viele nicht wissen: In der CDU steckt unglaublich viel SED.

In der Ost-CDU, die nach der Wende in der CDU aufging, wurden nach der ersten freien Wahl 1990 35 Stasi-Spitzel enttarnt. Bei der PDS, der Nachfolgepartei der SED, waren es gerade einmal 11. Sogar das Spitzenpersonal der CDU ist sozialistisch geprรคgt: Thรผringer CDU-Ministerprรคsidenten Josef Duchaฤ, Dieter Althaus und Christine Lieberknecht waren Ost-CDU Mitglieder, ebenso wie Sachsens Ministerprรคsident Stanislaw Tillich und Rainer Haseloff aus Sachsen-Anhalt. Dazu kommen dutzende โ€žmittelschwereโ€œ Politiker, die in der DDR ausgebildet wurden und heute in der CDU sitzen. Das Vermรถgen Ost-CDU, mehrere Millionen Euro, floss in die West-CDU. Zudem sind 135.000 Parteimitglieder in der West-CDU untergekommen. Von Aufarbeitung keine Spur.

Ironischerweise ist der Vorwurf der SED-Vergangenheit โ€“ Stichwort โ€žZersetzungโ€œ โ€“ die schรคrfste Waffe der CDU gegen die LINKE. Dabei hat sie selbst auch Dreck und rote Vergangenheit am Stecken. Fassen wir zusammen: Personen, Gelder und Parteiapparate gehen nach der Wende in der West CDU auf โ€“ und 30 Jahre spรคter macht die CDU unter einer FDJ-Sekretรคrin fรผr Propaganda eine sozialistischere Politik, die man je fรผr mรถglich hielt. Was ist โ€žEntrismusโ€œ, wenn nicht dieser Vorgang? In diese Richtung argumentierte รผbrigens auch Hans-Georg MaaรŸen auf der โ€žFรผnften Vollversammlung der Schwarmintelligenzโ€œ und deutete offen das Existieren einer sozialistischen Langzeitstrategie an. Vor einigen Jahren noch glasklare Verschwรถrungstheorie, mehren sich jetzt die Hinweiseโ€ฆ

7. Wo ist eigentlich Merkel?

Vielleicht ist es dem ein oder anderen aufgefallen โ€“ oder eben nicht aufgefallen. Merkel wird von Jahr zu Jahr weniger prรคsent. Manchmal sieht und hรถrt man Wochen oder Monate kein Lebenszeichen mehr von ihr. Warum sollte sie auch an die ร–ffentlichkeit gehen? Die alternde Frau, zuletzt von Zitteranfรคllen geplagt, mit einer lautstarken patriotischen Opposition, wรผrde durch Auftritte nur an Zuspruch verlieren. Also versucht sie nur die nรถtigsten Besuche โ€žihrem Volkโ€œ abzustatten. Ein รคhnliches Verhalten war bei Josef Stalin zu beobachten.

Nach dem Krieg zog er sich mehr und mehr zurรผck und erschuf so eine Art lebendes Denkmal mit einem Mythos der Macht. Als er 1953 an einem Schlaganfall stirbt, traut sich niemand in sein Zimmer, da alle Angst haben, etwas Falsches zu tun.

Natรผrlich kann man Merkel nicht mit Stalin gleichsetzen, aber die Richtung ist eine รคhnliche: Statt Dauerbeschallung, Rundreisen, Propaganda und Auftritten, ziehen beide aus dem Hintergrund die Fรคden und verfestigen ihren Parteiapparat. Was in rechten autoritรคren Systemen eher die Ausnahme ist: Dort gibt es Zeremonien, Masseninszenierungen mit Prunk, Paraden und man versucht โ€žVerbindungโ€œ zwischen Volk und Fรผhrern zu schaffen.

Stalin ging den anderen Weg: โ€žWillst du was gelten, mach dich seltenโ€œ. Dimitri Wolkogonow schreibt in seiner Biographie รผber Stalin: โ€žMit dem Anwachsen seiner Popularitรคt beschloss Stalin allerdings, dass sein Erscheinen vor dem Volk seltener werden sollte. Dies, so glaubte er, steigere die Bedeutung seiner Auftritte.โ€œ