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Impfen oder nicht impfen, das ist hier die Frage

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Nach fast 18 Monaten Dauerpandemie gehen Realität und dargestellte Realität von Medienkartell, Politikern und „Experten“ erstmals weit auseinander. Oder besser gesagt: erstmals wird die Schere zwischen medialer Realität und „Volksrealität“ sichtbar.

Denn die gefühlte „Einheitsmeinung“ der Pandemie-Befürworter der letzten Monate war aus verschiedenen Gründen verzerrt: Zum einen schafften es die Medien einen kontinuierlichen Panikzustand aufrecht zu erhalten, zum anderen traute sich ein großer Teil der Bevölkerung, der eigentlich kritisch gegenüber Coronamaßnahmen und der angeblichen Gefahr des Virus stand, nicht den Mund aufzumachen.

Bereits in den 1970er Jahren „entwickelte“ Elisabeth Noelle-Neumann den Begriff der Schweigespirale, der eine herausragende Erklärung für die Schwächen des gesellschaftlichen Diskurses lieferte.

In Kurzform: Je weiter ein Individuum das gesellschaftliche Meinungsklimas von seiner eigenen Meinung entfernt sieht, desto häufiger schweigt es. Dabei geht es immer um die subjektive Wahrnehmung – nicht um die tatsächlich objektive Distanz der beiden Positionen.

Durch massenmediale Verzerrungen wird dann ein eindeutiges Mehrheitsklima geschaffen, obwohl – vollkommen neutral betrachtet – die eigentliche Mehrheit gar nicht so denkt, sich aber nach und nach immer seltener traut, die eigene Meinung auch auszusprechen. So „kippen“ immer mehr Personen in Richtung der herbeigelogenen Mehrheit, bis sie wirklich eine gesellschaftliche Mehrheit geworden ist. Aus Scheinmehrheit wird Seinmehrheit.

Besonders markant schlug die Schweigespirale bei der Flüchtlingsdebatte ein, aber auch beim Kampf ums Klima und CO2 (nicht so ausgeprägt) wurden Mehrheiten einfach erschaffen, bis schließlich die Bevölkerung wirklich mitzog. In der Corona-Krise ist die schweigende Vielleicht-Mehrheit ebenfalls recht still, allerdings müssen wir aktuell von einer neuen Situation sprechen:

Auf der einen Seite akzeptieren viele Deutsche die Impfung und die Maßnahmen nicht der Impfung oder der Maßnahmen wegen, sondern um „dann bald endlich wieder Normalität zu haben“. Immer weniger sorgen sich wirklich vor dem recht harmlosen Virus, sondern gehen mit dem Staat einen Kuhhandel ein:

„Ich halte mich an alles und bin ein frommer Bürger, und dafür gehen die Zahlen runter und ich darf wieder Spaß haben.“

Dass der Staat dabei der größte Zinker ist, haben die vergangenen Monate eigentlich gezeigt, allerdings ist die Staatsgläubigkeit der Deutschen in Verbindung mit einer fast schon sakralen Sicht auf die „Zeit danach“ eine Kombination, die dafür sorgt, dass man vieles mit sich machen lässt.

Dieser Faktor stützt die Politik des Staates. Demgegenüber haben wir aber auch eine veränderte Bedingung, die gegen die Propaganda des Leviathans arbeitet. Denn es handelt sich aktuell nicht um eine rein politische Entscheidung samt typischer Lippenbekenntnisse, sondern um eine biologische, bei der jeder Bürger sein „skin in the game“, also seinen Pelz als Einsatz mitbringt.

Reine Zugeständnisse zur medialen Wahrheit wie 2015 („Flüchtlinge sind voll toll“) reichen plötzlich nicht mehr aus. Stattdessen muss man sich selbst impfen lassen, um seine „öffentliche“ Meinung auch privat umzusetzen. Man stelle sich vor, die Bahnhofsklatscher hätten wirklich einen Flüchtling aufnehmen müssen – die gesellschaftliche Stimmung wäre komplett in die andere Richtung geschlagen.

Die Situation ist heute natürlich niedrigschwelliger, als einen „minderjährigen“ Flüchtling im Keller wohnen zu lassen. „Ein kleiner Pieks“ und schon kann man faktisch mitmachen, seinen Beitrag dazu leisten, dass alles besser wird. Und doch mehren sich die Anzeichen, dass nach einer schier ungeheuerlichen Propagandaaufgabe der Medien, ziemlich viele Deutsche sich gar nicht „klein pieksen“ lassen wollen.

Und über diese Diskrepanz zwischen „Wir müssen alles tun, um die Schwachen zu schützen“ und „Ne, lieber doch nicht impfen“, wundern sich gerade die intellektuellen Elfenbeinturmbewohner, wie man in der „ZEIT“ unter dem Titel „Und wenn viele sich gar nicht impfen lassen wollen?“ beobachten konnte.

Denn nur jeder zweite Deutsche will sich nach einer repräsentativen Umfrage in jedem Fall gegen Corona impfen lassen. Im Normalfall sind aufgrund eines Umfrage-Bias diejenigen, die es dann tatsächlich tun, nochmals deutlich weniger, als diejenigen, die vorher vollmundig „Solidarität“ verkünden. Sollten weitere Nebenwirkungen publik werden, würde die Zahl der Impfwilligen weiter implodieren.

Dementsprechend haben Medien und Regierung ein starkes Interesse daran, die neusten Nebenwirkungen totzuschweigen. Die Zahl der fixen Impfgegner steht ebenfalls fest: Jeder Sechste (das sind 16,5 Prozent), bestätigt die Studie, will sich auf keinen Fall impfen lassen.

Fast im Nebensatz und definitiv unfreiwillig, entlarvt man die Regierungspropaganda des Robert-Koch-Institutes. Denn nach einer eigens „erstellten“ Studie des RKI wollen sich nur 4,4 Prozent der Deutschen überhaupt nicht impfen lassen.

Die Unterschiede sind markant und lassen eigentlich nur einen Schluss auf gewisse Manipulationen seitens des RKI zu, der durch einen weiteren Faktor ergänzt wird:

Die hohen Zustimmungswerte in der RKI-Studie könnten zudem mit der Art und Weise zu tun haben, wie die Personen befragt wurden, sagt Felix Rebitschek, wissenschaftlicher Leiter am Harding-Zentrum für Risikokompetenz an der Universität Potsdam.

Die Telefonbefragungen vom RKI würden Selbstselektion und sozialer Erwünschtheit unterliegen. Denn die Befragten wussten, dass das RKI hinter der Umfrage steht. Menschen mit kritischer Haltung gegenüber der Regierung und den offiziellen Behörden haben daher wahrscheinlich seltener teilgenommen als solche, die das RKI und damit auch Impfungen eher positiv betrachten.

Und noch etwas: “Die öffentlich diskutierte Norm ist bekannt”, sagt Rebitschek. Impfkritische Teilnehmer könne das unter Druck setzen, und dieser Druck trete bei persönlichen Gesprächen mit Interviewpartnern viel eher auf als in einer Onlinebefragung.“

Ein Blick ins Ausland, so die ZEIT-Autoren, sorgt ebenfalls für einen ernüchternden Blick:

„Israels hochgelobte Impfkampagne stockt seit März bei einem Anteil von 60 Prozent Erstgeimpften und auch in den USA gehen die Zahlen der täglich verabreichten Impfdosen zurück. In den Vereinigten Staaten zeigt sich noch ein weiteres Problem: Offenbar reicht die Bereitschaft nicht unbedingt für zwei Impfungen aus.

Etwa acht Prozent der Erstgeimpften in den USA – also mehr als fünf Millionen Menschen – verpassten ihren Termin für die zweite Impfdosis und sind damit nicht vollständig geschützt.“

Zählt man alle Summanden zusammen, könnte man auf eine realistische Schätzung kommen: Maximal 50-60 Prozent der Deutschen werden sich überhaupt impfen. Ziemlich wenig für eine lebensgefährliche Pandemie.

Nicht ohne Grund wird momentan in allen Medien die Zahl der absoluten Impfdosen (schon 40 Millionen!!!) angegeben die, objektiv betrachtet, überhaupt keinen Aussagewert hat: Denn erst ein Teil der Menschen wurde bereits zweifach, ein anderer Teil erst einfach geimpft.

Die aussagekräftigeren Zahlen: 11 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft, 37 Prozent der Bevölkerung haben eine Impfdosis erhalten. Und schon wirkt diese brachiale Zahl von 40 Millionen Impfdosen gar nicht mehr so erdrückend.

Zudem gibt es weitere Indizien dafür, dass nicht einmal die Mehrheit sich wirklich impfen lassen will: Das Ende der Impfpriorisierung ist ein logistisch untrügliches Signal, dass die Nachfrage nach Impfungen in den älteren Kohorten oder unter den Personen mit Vorerkrankungen langsam zu Ende geht.

Also öffnet man für die Jüngeren und Gesunden, um zumindest die Impfzahlen weiter oben zu halten. Es geht sozusagen an die eiserne Reserve der impffreudigen Nichtrisikopatienten, die im Angesicht stockschwingender CDU-Wähler normalerweise erst viel später an ihre staatliche verordnete „Gesundheitsdosis“ gekommen wären.

Das RKI erhebt leider keine Zahlen über die Impfquote der verschiedenen Risikogruppen. Lediglich in einigen Bundesländern gab es ursprünglich Quoten, die sich auf die Hochrisikogruppe der Ü-80-Jährigen bezogen: Nur zwischen 60 und 80 Prozent der ü80-Gruppe ließ sich erstimpfen und (Stand: März, da die Daten zufälligerweise nicht weiter erhoben wurden) und zwischen 26 und 48 Prozent, je nach Bundesland, ließen sich zum zweiten Mal impfen.

Im Klartext: Selbst bei den Alten, die nach Aussagen der regierungsnahen Presse eigentlich millionenfach durch das Killervirus umfallen müssten, wird man schätzungsweise nicht die „berühmte“ Impfquote von 80 Prozent erreichen, die alle „Experten“ fordern.

Es werden sich also deutlich weniger Personen impfen lassen, als Regierung und Medien erwarten. Gerade in Deutschland, das auch bei den regulären Impfungen eines der impfkritischsten Länder des Westens ist (Wer uns sagen kann warum, bitte Mail an [email protected] ), werden wir auf „halber Strecke“ irgendwo versanden. Und das trotz einer medialen Dauerbeschallung, kostenlosen Impfungen und massiven Freiheitseinschränkungen gefolgt von Bonbons für die braven Impfbürger.

Was kann man daraus für Schlüsse ziehen? Erstens: Es gibt deutlich mehr Corona-Impfgegner, als durch die Presse dargestellt wird. Und zweitens: Wenn die Impfskeptiker nicht lernen, den Mund aufzumachen und sich klar gegen eine Impfung zu positionieren, wird der Staat einen eigenen Schluss ziehen: Die Leute finden die Corona-Impfung eigentlich ganz gut, aber sind schlichtweg zu träge und zu vergesslich, sich gegen Corona impfen zu lassen. Was das heißt, sollte jedem klar sein: Die Zeichen stehen auf Impfzwang.

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